Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Kall
Kreis(e): Euskirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 30′ 12,92″ N: 6° 33′ 54,2″ O 50,50359°N: 6,56506°O
Koordinate UTM 32.327.334,18 m: 5.597.456,51 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.540.131,32 m: 5.596.577,09 m
  • Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld in Kall (2025).

    Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld in Kall (2025).

    Copyright-Hinweis:
    Peter Burggraaff / CC BY-SA 4.0
    Fotograf/Urheber:
    Peter Burggraaff
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  • Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld in Kall (2025).

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Auf der Kriegsgräberstätte innerhalb des Klosters Steinfeld ruhen 633 Kriegstote im Garten des ehemaligen Waisenhauses. Dort sind vor allem junge Soldaten begraben, die bei den Kämpfen im Winter 1944/1945 im Raum Schleiden-Kall-Mechernich-Schmidtheim gefallen sind. Etwa 300 von ihnen starben im Kloster selbst, da es als Lazarett und später beim Näherrücken der Front, als Hauptverbandsplatz eingerichtet wurde. Die Gefallenen kamen aus verschiedenen Regionen des damaligen Deutschlands, wie Ostpreußen, Schlesien, Elsass, Rheinland, Westfalen, Bayern, aber auch aus Österreich.
Außerdem gibt es Gräber von russischen Soldaten, die für die Wehrmacht kämpften, Männer der Organisation Todt, italienische Legionäre und ein niederländischer Freiwilliger sowie zwei Frauen, die als Fernmeldehelferin bzw. Helferin in der Wehrmacht eingesetzt waren.
Schließlich gibt es noch einige Gräber von deutschen und russischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge hat im Sommer 1950 die Friedhofsanlage ausgebaut und gestaltet. Hierbei konnten Mitarbeiter des Volksbunds von 135 unbekannten gefallenen Soldaten 105 identifizieren.

Für jeweils zwei Tote wurde ein Grabkreuz aus Gondelsheimer Naturstein aufgestellt. Eine Gedenkstätte mit einem Hochkreuz ist der Mittelpunkt der Anlage. Das Kreuz ist beschriftet mit einem Spruch von Friedrich Hölderlin: „Lasset erst die beiden Engel der Menschheit, die Menschlichkeit und den Frieden kommen. Was die Sache der Menschheit ist, gedeiht dann gewiss. Amen.

Die Kriegsgräberstätte wurde am 16. September 1951 durch den damaligen Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Dr. Adolf Flecken (1889 1966), eingeweiht. Der Aachener Regierungspräsident verfügte, dass der Friedhof in Obhut des damaligen Kreises Schleiden werden sollte. Die Einweihung wurde von Pater Dr. Dionysius Glehn, Direktor des Salvatorianer-Kollegs Steinfeld, vorgenommen.

Auf dem Klosterfriedhof an der Basilika befinden sich noch zwei weitere kleine Kriegsgräberstätten, eine im vorderen Abschnitt mit den Gräbern von 46 zivilen Bombenopfern des Zweiten Weltkrieges. Die zweite befindet sich im hinteren Abschnitt, wo die Gräber für 29 Gefallene des Ersten Weltkrieges angelegt wurden.

(Peter Burggraaff, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2025)

Internet
de.wikipedia.org: Kloster Steinfeld (abgerufen 25.11.2025)
www.kriegsgraeberstaetten.volksbund.de: Kall-Steinfeld-Kloster Steinfeld (abgerufen 15.12.2025)

Literatur

Joester, Ingrid (1994)
Prämonstratenser in der Eifel: Steinfeld. In: Mötsch, Johannes u. Schoebel, Martin (Hrsg.): Eiflia sacra. Studien zu einer Klosterlandschaft, (Quellen und Abhandlungen zur mittelrheinischen Kirchengeschichte, 70.) S. 175-201. Mainz.
Kirfel, Helmut J. (2019)
Salvatorianer Kloster Steinfeld. In: Kleine Kunstführer, Kirchen und Klöster Bd. 1440, Regensburg (9. Auflage).

Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Hermann-Josef-Straße
Ort
53925 Kall - Steinfeld
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1951

Empfohlene Zitierweise

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Peter Burggraaff: „Kriegsgräberstätte im Kloster Steinfeld”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356688 (Abgerufen: 7. Januar 2026)
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