Südansicht der Pankratiuskapelle auf dem Konzener Friedhof (2024)
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Portal der Pankratiuskapelle (2024)
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Innenansicht auf den Chorbereich (2024)
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Pankratiuskapelle von Norden aus gesehen (2024)
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Altes Grabkreuz an der Pankratiuskapelle (2024)
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Südansicht der Pankratiuskapelle auf dem Konzener Friedhof
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Portal der Pankratiuskapelle
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Innenansicht auf den Chorbereich der St. Pankratiuskapelle in Konzen
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Pankratiuskapelle von Norden aus gesehen
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Altes Grabkreuz an der Pankratiuskapelle
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Lage und Bauweise Die Pankratiuskapelle befindet sich auf dem heutigen Friedhof von Konzen, etwa 30 Meter nördlich der Pfarrkirche St. Peter. Die ca. 10 mal 8 Meter große Kapelle ist mit massivem Bruchstein (Schiefer und Grauwacke) gebaut und besitzt ein Schieferdach mit einem kleinen Glockenturm. Fenster und Tür sind mit Blaustein umfasst. Das Gebäude besitzt ein kurzes Schiff sowie einen Chor in Kreuzgewölbeform, einen gemauerten Altar sowie einen Fußboden aus größeren Schieferplatten.
Geschichte der Kapelle Die dem Heiligen Pankratius geweihte Kapelle bzw. ursprüngliche Kirche ist die wohl älteste aus Stein errichtete Kirche des Monschauer Landes. Möglicherweise hat an dieser Stelle der erste Steinbau bereits zur Zeit Karls des Großen bestanden. Bezeugt ist der Ort Konzen als Königshof der Karolinger in einer Urkunde, die vom ostfränkischen König Arnolf von Kärnten (König 887-899), einem Nachfahren Karls des Großen, erstellt worden ist. Darin wird eine Schenkung von König Lothar II. (König 855-869), einem Urenkel Karls des Großen, an die Marienkirche in Aachen bezeugt. Da Königshöfe in der Regel auch eine Kapelle besaßen, kann davon ausgegangen werden, dass sich hier ein Kirchenbau befunden hat.
Der heutige Kapellenbau stammt vermutlich aus der Zeit um 1400. 1904/05 kam es auf Anregung des damaligen Pfarrers Heinrich Laumanns im Rahmen einer Renovierung der Kapelle auch zu einer Grabung. Dabei stieß man in einem Meter Tiefe auf eine etwa 10 mal 10 Meter messende Steinbasis von etwa einem Meter Breite, auf welcher der Chorbereich stand. An ihn schloss sich nach Westen das kleine Schiff an, dessen Mauern keine richtige Verbindung zum Chormauerwerk hatten, von viel schlechterer Qualität waren und auch nicht die gleiche Mauerstärke besaßen. Östlich der Kapelle hatte man schon früher ein Massengrab mit circa 300 Personen entdeckt. Es muss sich um Gefallene einer kriegerischen Auseinandersetzung zwischen dem Burggrafen Johann II. von Schönforst und Walram von Schleiden im Jahr 1400 in Konzen handeln. Die lange Zeit bestehende Deutung, dass die Kapelle eine Gedenkkapelle an die Toten dieser Schlacht war, ist vermutlich inkorrekt. Nach diesen Grabungen entstand die Theorie, dass der kleine Chor und das Grundmauerwerk bereits in karolingischer Zeit entstanden sein könnten, das kleine Schiff dagegen erst nach 1400 angebaut worden ist und erst damit zur Gedenkkapelle wurde.
Bis heute ist eine Entstehung der Pankratiuskapelle zur Karolingerzeit nicht nachgewiesen. Möglicherwiese würde eine tiefgehende Bohrung ins Mauerwerk bzw. in den heute unter der Erde liegenden Fugen des Chorbereichs mehr Klarheit ergeben, da beispielsweise die Mörtelzusammensetzung im untersuchten Mauerwerk des Zentralbaus des Aachener Münsters aus der Karolingerzeit eine charakteristische Struktur aufweist. Würde man auch in der Konzener Pankratiuskapelle auf eine solche Zusammensetzung stoßen, wäre erwiesen, dass es sich hier um das älteste Bauwerk im Monschauer Land handelt. Bisher scheitert eine solche Untersuchung aber an der Finanzierung.
Baudenkmal Das Objekt „Pankratiuskapelle ind Konzen“ in Monschau ist ein eingetragenes Baudenkmal (Liste der Baudenkmäler in der Stadt Monschau, Denkmal-Nr.: fehlend).
(Gabriele Harzheim, 2024)
Literatur
Neuß, Elmar (2022)
Mutmaßungen über die Pankratiuskapelle in Konzen. In: Das Monschauer Land Jahrbuch 2022, S. 31-38. Monschau.
Steinröx, Hans (1988)
Teil 1. Von den Römern bis zur Neuzeit. In: Teil 1. Von den Römern bis zur Neuzeit. In: 1100 Jahre Konzen - 888 bis 1988, S. 44ff. Monschau.
Auswertung historischer Schriften, Literaturauswertung, Vor Ort Dokumentation, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 887 bis 899
Empfohlene Zitierweise
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