Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreussen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Duisburg
Kreis(e): Duisburg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 26′ 13″ N: 6° 45′ 43,39″ O 51,43694°N: 6,76205°O
Koordinate UTM 32.344.452,52 m: 5.700.792,36 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.553.033,21 m: 5.700.532,89 m
  • Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreußen (2025)

    Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreußen (2025)

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    Karl Peter Wiemer / CC BY 4.0
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  • Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreußen

    Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreußen

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An prominenter Stelle im Duisburger Innenhafen befindet sich eine Seilscheibe, die als Denkmal und symbolhaftes Erinnerungsstück der Duisburger Industrie- und Bergbaugeschichte fungiert.

Die Seilscheibe stammt ursprünglich aus dem Bergbau im Stadtgebiet Duisburgs - Schacht Wehofen - wo sie etwa im Jahr 1900 eingebaut wurde und bis zur Stilllegung des Bergwerks im Jahr 1988 im Einsatz war.
Nach dem Ende des aktiven Einsatzes wurde das Bauteil - ein riesiges Laufrad, über das Förderseile geführt wurden - erhalten und für den öffentlichen Raum aufgearbeitet. Es wurde aufgestellt als eine Art Mahnmal für die Schwerarbeit der Bergleute und die Bedeutung des Bergbaus für die Stadt.

Im konkreten Fall ist sie Teil der „drei-Symbole-Installation“ am Zugang zum Hafenbereich, zusammen mit einem Hafenkran und einem Kokillenwagen - jeweils für die drei traditionellen Wirtschaftszweige Duisburgs: Bergbau, Hafen und Logistik sowie Eisen und Stahl.

Mechanisch war eine Seilscheibe Teil einer Förderanlage im Bergbau: Ein Seil lief über diese Scheibe, die so als Umlenk- bzw. Laufrad diente, damit zum Beispiel Förderkörbe in Schächten bewegt werden konnten. Derartige Bauteile spielten und spielen für den Untertage-Förderbetrieb eine zentrale Rolle.

Als Denkmal übernimmt die Seilscheibe vor allem symbolische Funktionen: Erinnerung an die Arbeit und Lebenswelt der Bergleute, Hinweis auf die Montan- und Industriegeschichte Duisburgs sowie Integration in die städtebauliche Neugestaltung des Innenhafens.

Heute ist dieser Teil des Innenhafens kein aktiver Industriestandort mehr, sondern ein moderner Stadt- und Freizeitbereich mit Museen, Bürogebäuden, Gastronomie und Wohnraum. Die aufgestellte Seilscheibe zeigt damit auch die Transformation des Ortes von industrieller Nutzung hin zu urbaner Vielfalt.

Die Präsenz solcher Denkmale trägt dazu bei, dass der Wandel nicht mit einem Bruch, sondern mit einer gestuften Entwicklung gesehen wird, da die Industriegeschichte sichtbar im neuen Stadtbild bleibt.

Die Seilscheibe ist damit mehr als ein technisches Bauteil: Sie ist Denkmal, Symbol und Vermittler von Geschichte.

(Karl Peter Wiemer, Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V., 2025)

Internet
duisburg.de: Seilscheibe (abgerufen 21.05.2025)


Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreussen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Flachsmarkt
Ort
Duisburg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Vor Ort Dokumentation, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1900 bis 1900

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Karl Peter Wiemer: „Seilscheibe der Schachtanlage Rheinpreussen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-356348 (Abgerufen: 20. Juni 2026)
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