Blick in den Palasbereich der heutigen Burgruine Stahlberg nahe Bacharach (2024)
Copyright-Hinweis:
Florian Weber / Universität Koblenz
Fotograf/Urheber:
Florian Weber
Medientyp:
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Blick in den Palasbereich der heutigen Burgruine Stahlberg nahe Bacharach (2024)
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Vom Palas der Burg Stahlberg ist ein großer Kellerraum erhalten, für den der Felsen abgearbeitet wurde. Zu ihm führt ein abgeknickter, in den Felsen eingearbeiteter Abgang mit Stufen. Er ist im Bereich der zum Burginneren weisenden Mauer gewölbt und war wohl überbaut. Dort sind der Türbogen und eine Beleuchtungsnische erhalten. Der Keller besitzt vier schartenartig nach außen verengte Fenster sowie eine Beleuchtungsnische. Er zeigt in der talseitigen Mauer Balkenlöcher. Balken trugen demnach den Boden des Erdgeschosses des Palas. Romanische Werksteinfragmente weisen auf eine aufwendigere Gestaltung des Palas hin. Die Funde von Ofenkacheln legen nahe, dass es dort schon im Mittelalter Kemenaten gab, beheizbare Räume mit Kamin. An der Nordseite des Palas schlossen sich weitere unterkellerte Gebäude an. Darin wurde wohl Ende des 15. Jh. ein Backofen eingebaut.
Kulturdenkmal Der Palas der Burgruine Stahlberg wird im Nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler im Kreis Mainz-Bingen als Teil des Eintrags zur Denkmalzone erwähnt (Stand 2024). Der Eintrag lautet: „Burgruine Stahlberg über der Aufgabelung der Borbachstraße in die Arme nach Breitscheid und zur Wüstung Dorweile (Denkmalzone) von den Kölner Erzbischöfen um die Mitte des 12. Jh. gegründet, im Wesentlichen um 1160-um Mitte 14. Jh., 1689 gesprengt; Ringmauer 1349, Schildmauer mit Tor 1157; zwei Bergfriede, 1158 und 1164; Reste des Palas, wohl spätes 14. Jh.“
(Manfred Böckling, Koblenz, 2022, bearbeitet von Florian Weber, Universität Koblenz, 2026)
Literatur
Böckling, Manfred / Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V. (Hrsg.) (2022)
Die Burgruine Stahlberg bei Bacharach-Steeg. (Rheinische Kunststätten, Heft 583.) Köln.
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Vor Ort Dokumentation, Archäologische Grabung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
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