Gartensiedlung Gronauer Wald

Gronauer Waldsiedlung

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Bergisch Gladbach
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 58′ 54,45″ N: 7° 07′ 37,49″ O 50,98179°N: 7,12708°O
Koordinate UTM 32.368.531,44 m: 5.649.469,91 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.579.191,79 m: 5.650.226,20 m
  • Die beiden Zwitscherkisten in Gestalt von Anna und Richard Zanders stehen auf dem Eichplatz und geben Details zur Gründung der Gronauer Waldsiedlung preis (2022).

    Die beiden Zwitscherkisten in Gestalt von Anna und Richard Zanders stehen auf dem Eichplatz und geben Details zur Gründung der Gronauer Waldsiedlung preis (2022).

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  • Die beiden Zwitscherkisten in Gestalt von Anna und Richard Zanders stehen auf dem Eichplatz und geben Details zur Gründung der Gronauer Waldsiedlung preis (2022).

    Die beiden Zwitscherkisten in Gestalt von Anna und Richard Zanders stehen auf dem Eichplatz und geben Details zur Gründung der Gronauer Waldsiedlung preis (2022).

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  • Ein Gebäude im Gronauer Waldweg (2016).

    Ein Gebäude im Gronauer Waldweg (2016).

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  • Ein Fachwerkhaus in der Straße "Unter den Ulmen" in der Gronauer Waldsiedlung (2016).

    Ein Fachwerkhaus in der Straße "Unter den Ulmen" in der Gronauer Waldsiedlung (2016).

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  • Der Platz "An der Eiche" bildet das Zentrum der Gronauer Waldsiedlung (2021).

    Der Platz "An der Eiche" bildet das Zentrum der Gronauer Waldsiedlung (2021).

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  • Der Platz "An der Eiche" der Gronauer Waldsiedlung im Schnee (2024).

    Der Platz "An der Eiche" der Gronauer Waldsiedlung im Schnee (2024).

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  • Die Villa im Talweg wurde von dem Architekten Ludwig Bopp geplant, von dem auch auch das Rathaus in Bergisch Gladbach stammt. Typisch ist insbesondere der geschwungene Giebel des Gebäudes (2021).

    Die Villa im Talweg wurde von dem Architekten Ludwig Bopp geplant, von dem auch auch das Rathaus in Bergisch Gladbach stammt. Typisch ist insbesondere der geschwungene Giebel des Gebäudes (2021).

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  • Ein freistehendes Gebäude an der Richard-Zanders-Straße in der Gronauer Waldsiedlung (2021).

    Ein freistehendes Gebäude an der Richard-Zanders-Straße in der Gronauer Waldsiedlung (2021).

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  • Ein Wohnhaus an der Straßenecke "An der Tent"/"An der Eiche" in der Gronauer Waldsiedlung (2016).

    Ein Wohnhaus an der Straßenecke "An der Tent"/"An der Eiche" in der Gronauer Waldsiedlung (2016).

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  • Ein Wohnhaus in der Straße "Kiefernweg" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

    Ein Wohnhaus in der Straße "Kiefernweg" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

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  • Ein Wohnhaus in der Straße "Kiefernweg" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

    Ein Wohnhaus in der Straße "Kiefernweg" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

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  • Ein Wohnhaus in der Straße "An der Tent" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

    Ein Wohnhaus in der Straße "An der Tent" der Gronauer Waldsiedlung (2016).

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  • Der Plan zeigt die Gronauer Waldsiedlung in ihrer gesamten Ausdehnung, basierend auf der "Deutschen Grundkarte DGK5".

    Der Plan zeigt die Gronauer Waldsiedlung in ihrer gesamten Ausdehnung, basierend auf der "Deutschen Grundkarte DGK5".

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Die Gartensiedlung Gronauer Wald geht auf den Bergisch Gladbacher Papierfabrikanten Richard Zanders und seine Frau Anna, jüngste Tocher des Industriellen Werner von Siemens, zurück. Das Ehepaar errichtete ab 1898 - inspiriert durch die englische Gartenstadt-Bewegung - in der Nähe des Fabrikstandortes Gohrsmühle eine Siedlung für ihre Arbeiter und Angestellten. Zudem sollten mit dem geförderten Eigenheimbau Mitarbeiter der Firma Zanders an die Produktionsstätte Gohrsmühle gebunden werden. Gleichzeitig gelang es, durch die Ansiedlung auch wohlhabender Schichten eine soziale Durchmischung zu erreichen und die soziale Isolation typischer großstädtischer Arbeitersiedlungen zu vermeiden. Zunächst als private Stiftung gegründet, überführte Anna Zanders nach dem Tod von Richard das Vermögen 1913 in die „Gemeinnützige Gartensiedlungsgesellschaft Gronauer Wald m.b.H.“, um einer Verteuerung der Grundstücke und Häuser durch Spekulation zu begegnen.

Große Bäume, Wiesen und der Lerbach wurden in diese neue Vorstadt integriert. Ein zentraler Platz und locker gruppierte Einfamilienhäuser auf großen Parzellen sollten eine wie gewachsen erscheinende Ortschaft bilden. Die Stifter wollten für ihre Mitarbeiter ein erschwingliches und architektonisch ansprechendes Wohnen ermöglichen. Mit der Unterstützung von fähigen Persönlichkeiten wie dem königlichen Gartenbaudirektor von Berlin, Albert Brodersen, dem königlichen Gartenbaudirektor Fritz Enke, dem Vorsitzenden der „Deutschen Gartenstadtgesellschaft e.V.“, Bernhard Kampffmeyer, sowie den Architekten Ludwig Bopp, Jakobus Goettel, Theodor Merrill, Clemens Klotz und Oskar Lindemann entstand in mehreren Bauabschnitten eine Siedlung, die zugleich einfache Schmuckmittel einsetzte, eine zu große Einförmigkeit vermied und alle Häuser mit Nutz- und Ziergärten ausstattete. In den Jahren 1898 bis 1980 wurden innerhalb der Siedlung in mehreren Bauphasen insgesamt 690 Häuser errichtet, davon 480 Eigenheime und 210 Objekte als Mehrfamilienhäuser.

Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauer Wald
Um den Charakter dieses bedeutenden Siedlungsprojektes zu bewahren und zugleich sanft an die Bedürfnisse unserer Zeit anzupassen, hat sich 2008 der Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauer Wald gegründet. Auf seine Initiative hin wurde in den vergangenen Jahren viel für die Siedlung erreicht - so wurden 2014 für die Siedlung eine Baumschutzsatzung und eine Erhaltungssatzung aufgestellt. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Häuser individuell als Denkmal eingetragen worden, zudem gibt es eine Denkmalbereichsatzung. Im Rahmen mehrerer Aktionen wurden zahlreiche Bäume neu in der Siedlung gepflanzt, die Anwohner werden bei regelmäßigen Treffen und durch Flyer über neue Entwicklungen informiert, außerdem präsentiert sich die Siedlung jährlich zum „Tag des Denkmals“. Wiederholt finden Straßenfeste statt, um die Gemeinschaft der Anwohner lebendig zu halten. Für sein Engagement wurde der Freundeskreis 2021 mit dem „Heimatpreis“ der Stadt Bergisch Gladbach geehrt.

Wer die Gartensiedlung Gronauer Wald erkunden möchte, kann sowohl an verschiedenen Führungen teilnehmen als auch individuell einem ausgeschilderten Rundweg folgen, der an 12 Stationen durch die Siedlung führt und viel Wissenswertes zur Geschichte und den beteiligten Persönlichkeiten verrät. Der Rundweg startet am Platz „An der Eiche“, wo auch zwei Zwitscherkisten in Gestalt von Anna und Richard Zanders stehen, die weitere Gedanken zur Siedlungsgründung preisgeben.

Baudenkmale
Zahlreiche Gebäude der Gartensiedlung Gronauer Wald sind eingetragene Denkmale der Stadt Bergisch Gladbach. Der Kern der Wohnsiedlung ist zudem ein festgesetzter Denkmalbereich.

(Till Erdmenger, Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauer Wald, 2024)

Internet
fggw.de: Freundeskreis der Gartensiedlung Gronauer Wald, Siedlung (abgerufen am 20.03.2024)
de.wikipedia.org: Gartensiedlung Gronauerwald (abgerufen am 20.03.2024)
www.bergischgladbach.de: Denkmalliste der Stadt Bergisch Gladbach (Stand 14.11.2023, PDF-Datei, 232 kB, abgerufen 26.03.2024)

Literatur

Kaul, Andreas (2009)
Die Gartensiedlung Gronauer Wald in Bergisch Gladbach. In: Rheinische Heimatpflege 46, Heft 1, S. 21-30. Köln.
Kaul, Andreas (2006)
Modelle des alternativen Kleinwohnungsbaus im ausgehenden 19. Jahrhundert am Beispiel der Gronauer Waldsiedlung in Bergisch Gladbach. Magisterarbeit, Philosophische Fakultät der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn. Bonn.
Kistemann, Eva (2000)
Gewerblich-industrielle Kulturlandschaft Bergisch Gladbach 1820-1999. Essen.
Pufke, Andrea (Hrsg.) (2016)
Denkmalbereiche im Rheinland. (Arbeitsheft der rheinischen Denkmalpflege 83.) Petersberg.
Schmidt, Franz (1908)
Die Siedlung Gronauer Wald bei Bergisch Gladbach. o. O.
von Britton, Ariane; Erdmenger, Till; Grobolschek, Frank (2022)
125 Jahre Gartensiedlung Gronauer Wald. Bergisch Gladbach.

Gartensiedlung Gronauer Wald

Schlagwörter
Ort
51469 Bergisch Gladbach - Heidkamp
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1897

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Till Erdmenger: „Gartensiedlung Gronauer Wald”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-352131 (Abgerufen: 21. Juli 2024)
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