Bannmühle in Gräfendhron

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Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Gräfendhron
Kreis(e): Bernkastel-Wittlich
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 47′ 35,37″ N: 6° 59′ 43,89″ O 49,79316°N: 6,99552°O
Koordinate UTM 32.355.734,57 m: 5.517.561,19 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.571.724,25 m: 5.517.878,28 m
  • Rosemarie Steinmetz und Hans-Günther Steinmetz stellen die Mühle in Gräfendhron vor (2022)

    Rosemarie Steinmetz und Hans-Günther Steinmetz stellen die Mühle in Gräfendhron vor (2022)

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    Produktion: Katharina Knobelsdorf, Lea Lotzen, Annabel Schneider, Paul Schiffgen / Universität Koblenz
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    Annabel Schneider; Lea Lotzen; Paul Schiffgen; Katharina Knobelsdorf
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    Video
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  • Historische Fotografie von Gräfendhron (1930er Jahre)

    Historische Fotografie von Gräfendhron (1930er Jahre)

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    Archiv Edgar Manz / Berglicht
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    unbekannt
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  • Historische Fotografie der Bannmühle von Gräfendhron (um 1930)

    Historische Fotografie der Bannmühle von Gräfendhron (um 1930)

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    Archiv Edgar Manz / Berglicht
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  • Giebel der Bannmühle von Gräfendhron (2022)

    Giebel der Bannmühle von Gräfendhron (2022)

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    Archiv Edgar Manz / Berglicht
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    Edgar Manz
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  • Blick in den einstigen Mühlengraben der Bannmühle von Gräfendhron (2022)

    Blick in den einstigen Mühlengraben der Bannmühle von Gräfendhron (2022)

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    Archiv Edgar Manz / Berglicht
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  • Gräfendhroner Bannmühle – Türsturz mit der Jahreszahl 1872 (2022)

    Gräfendhroner Bannmühle – Türsturz mit der Jahreszahl 1872 (2022)

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    Archiv Edgar Manz / Berglicht
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    Edgar Manz
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Dort, wo die wasserreiche Dhron das Dorf erreicht, liegt am Ende eines kurzen, 200 m langen Mühlengrabens zwischen Bach und Straße das Gebäude der alten Gräfendhroner Bann-Mühle. Im Jahre 1556 wird diese im Feuerbuch zu Gräfendhron gelistet und ein „Hannß Molner der Alt.“ als Besitzer genannt. Nach dem zerstörerischen 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurden die Gebäude wieder aufgebaut. (Schabbach 2010, S.10) Im Jahre 1685 befand sich die Mühle mit einem Mahlgang in den Händen eines Johannes Müller, der sie von seinen Vorfahren übernommen hatte. (Landeshauptarchiv Koblenz, IC 1316) Er hatte die Gebäude im Wert zu erhalten, und sie nach einer Zerstörung durch Feuer oder Krieg wieder aufzubauen. Johannes Müller vererbt die Mühle 1730 seinem Neffen Emmerich Kinzer (Landeshauptarchiv Koblenz, IC 1478). Aus gesundheitlichen Gründen verzichtet dieser 1777 auf die Mühle und sein Sohn, Matthias Kinzer, wird Müller. (Schabbach 2011, S. 5) Zwischen Matthias Kinzer und dem Besitzer der Krackesmühle, Phillip Braun, kommt es am 9. März 1787 zu einem Vertrag, in dem beide die Mühlen mit den Wiesen und Äckern tauschen. (Okfen, 1976, S. 66 und Landeshauptarchiv Koblenz, IC 1477) Die Mühle stellte erst nach dem zweiten Weltkrieg ihren Betrieb ein.

Am nördlichen Ortsrand von Gräfendhron stand noch in den 1930er Jahren eine zweite funktionstüchtige Mühle, die sogenannte Bauernmühle. Das Bild in der Mediengalerie zeigt das Kerbtal der Großen Dhron in der rechten Hälfte des Bildhintergrundes. Von links, außerhalb des Bildes, kommt der Merschbach und mündet in die Große Dhron. In Fließrichtung des Gewässers zweigt nach links der im Bild am linken Ortsrand gut erkennbare Mühlgraben ab und speist mit seinem Wasser den Mühlteich der Bauernmühle (Gebäude mit Walmdach). Diese Ölmühle war nach dem Zweiten Weltkrieg verfallen und wurde Mitte der 1950er Jahre abgerissen. Von der Mühle ist heute nichts mehr erhalten.

(Edgar Manz, Ortsgemeinde Berglicht, 2022)

Quellen
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand-Nr.: IC 1316
Landeshauptarchiv Koblenz, Bestand-Nr.: IC 1477

Literatur

Okfen, Burkhard (1976)
Berglicht - Chronik eines Hunsrückdorfes. Berglicht.
Schabbach, Rudolf-Vitus (2011)
Mühlen im Tal der Dhron (37) - Von Schülersmühle bis Krackes-Mühle (2). In: Die Hott, Hunsrücker Hefte zur Geschichte und Gegenwart, 29. Jg., Juni 2011, Heft 57, S. 5-11. Morbach.
Schabbach, Rudolf-Vitus (2010)
Mühlen im Tal der Dhron (36) - Von Schülersmühle bis Krackes-Mühle (1). In: Die Hott, Hunsrücker Hefte zur Geschichte und Gegenwart, 28. Jg., Dezember 2010, Heft 56, S. 5-10. Morbach.

Bannmühle in Gräfendhron

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Im Dhrontal 4
Ort
54426 Gräfendhron
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1556 bis 1945

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Edgar Manz (2022): „Bannmühle in Gräfendhron”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-344897 (Abgerufen: 14. April 2024)
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