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Christophorus-Haus in Blickrichtung Süden
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MARKUS KROTH
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Christophorus-Figur mit Jesuskind
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Haustür
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Christophorus-Haus mit Erkerbau in Blickrichtung Süden (2017).
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Christophorus-Haus mit Erkerbau in Blickrichtung Norden (2017).
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Christophorus-Figur mit Jesuskind und Inschriften auf dem Sockel (2017).
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Obergadentür mit quergeteiltem Türblatt (2017).
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Das Christophorus-Haus ist mit seinem giebelständigen Teil das älteste noch erhaltene Wohnhaus in Sankt Aldegund. Es wird im Dorf auch „gemaltes Haus“ genannt, weil ein örtlicher Malermeister in der Zeit um 1910 einen Teil der Fachwerkfelder mit Winzermotiven und floralem Schmuck ausgemalt hatte. Diese Malereien ohne besonderen Wert wurden in den 1960er Jahren bei einer grundlegenden, substanzerhaltenden Renovierung entfernt.
Das giebelständige Kerngebäude wurde 1473 erbaut. Dies verrät die lateinische Inschrift auf dem Gesimsbrett, die ein Chronogramm enthält:
HIC HABITET FELICITAS NIHIL INTRET MALI EXSTRVCTA 1473
Die Übertragung lautet: „Hier wohne das Glück / Nichts Übles trete ein, errichtet 1473“. Die erhöhten Buchstaben im Schriftverlauf ergeben addiert in lateinischen Ziffern die Jahreszahl 1473. Dieses Baujahr des Hauses ist durch eine dendrochronologische Untersuchung des Bauholzes belegt. Das Haus aus dem 15. Jahrhundert wurde als „Hallenhaus“ erbaut. Mensch und Vieh lebten auf einer Ebene auf Straßenhöhe. Der Stall war wohl nur mit einem Bretterverschlag abgetrennt.
Anbau um 1700 Um 1700 wurde das Haus nach Norden um einen traufständigen barocken Anbau erweitert. Dabei wurde im Erdgeschoss an der linken Seite des giebelständigen Hauses ebenerdig mit der Straße ein Keller mit Tonnengewölbe eingebaut und über dem Keller eine leicht aus dem Giebel auskragende Stube. Die Stube im angebauten Hausteil erreicht man durch einen Durchbruch im Mauerwerk des „Urhauses“ mit einer Stärke von etwa 80 cm. Durch den Einbau von Keller und darüber liegender Stube ist die offene Flurküche verkleinert worden, jedoch sind Kamin und Backofen erhalten geblieben. Der barocke Anbau zeigt zwei Besonderheiten: Über dem wohl gleichzeitig mit dem Keller eingebauten Stall findet man eine große Wohnstube, die durch einen weit auskragenden Erker vergrößert ist. Über der Wohnstube liegt ein Schlafraum, der ebenso durch einen Erker, weiter auskragend als der Erker im Untergeschoss, vergrößert ist. Der zweifach ausladende Erkerbau ist mit prächtigen Kerbschnitzereien verziert. Ein rechts neben der Haustür aufgemaltes und bis heute erhaltenes farbiges Bild vom Jahr 1765 belegt, dass das Haus einst dem Fass-Bauer Jacob Beip gehörte.
Holzfigur des heiligen Christophorus In dem Eckständer des Anbaus steht eine Holzfigur des heiligen Christophorus mit dem Jesuskind auf dem rechten Arm und einem starken Stab in der linken Hand. Über der Holzfigur befindet sich ein Baldachin, der als Akanthusgewächs gestaltet wurde. Die Figur steht auf einer Konsole mit der Aufschrift: IN S. CHRISTOPHORUS EHR, darunter befinden sich die Initialen der Bauherren CT MP und deren Hauszeichen sowie die Jahreszahl 1710.
Das Einzeldenkmal in der Christophorusstraße 10 in Sankt Aldegund ist im Rahmen der Nachqualifizierung der Denkmalzone „Ortskern Sankt Aldegund“ wie folgt eingetragen: „ Giebelständiges, zweigeschossiges Fachwerk-Wohnhaus, um 1480. Erdgeschoss über hohem Sockel, mit Obergadentür mit quergeteiltem Türblatt und eingehängtem Fachwerk-Zwischengeschoss. Leicht vorkragendes Obergeschoss sowie zweizoniger Giebel in Ständerbauweise mit gebogenen Streben. Speicherluke und Inschrift mit Datierung 1473 im Giebel, darüber ein Satteldach, zu Nr. 12 hin abgewalmt. Ältestes erhaltenes Wohnhaus am Ort. Der nördlich anschließende, traufseitige und zweigeschossige Anbau über hohem Sockel, bez. 1710. Fachwerk-Fassade mit zweifach auskragenden Erkern und barocken Schmuckformen (stilisierte Wilde-Mann-Figur, Engelsputi) sowie der Hausfigur des Hl. Christophorus, darüber ein Satteldach. Städtebaulich wichtige Funktion als visueller Anker für die Römerstraße.“ (GDKE 2021).
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