Sankt Wendelinus-Kapelle in Gelenberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Gemeinde(n): Gelenberg
Kreis(e): Vulkaneifel
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 17′ 29,77″ N: 6° 51′ 48,54″ O 50,2916°N: 6,86348°O
Koordinate UTM 32.347.816,76 m: 5.573.236,54 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.561.576,52 m: 5.573.200,83 m
Die erste Kapelle fand sich bereits im Jahr 1683 in Gelenberg. Diese wurde 1727 durch eine zweite Kapelle ersetzt, die man dem Heiligen Wendelinus (Namenstag 23. Oktober) widmete. Über den Heiligen Wendelinus gibt es viele Geschichten. Angeblich war er ein Einsiedler oder Mönch aus den Vogesen und lebte im Jahr 570. Andere Quellen bezeichnen ihn als iroschottischen Königssohn, als Hirten, sogar als Abt von Tholey im Saarland! Begraben ist er in St. Wendel, und er ist der Schutzpatron von Feld und Vieh und sorgt für gute Ernten.

Die jetzige Kapelle von Gelenberg wurde ab 1848 gebaut. Sie war damals noch eine Filialkapelle der Pfarrei Kelberg; seit 1861 ist sie eine Filiale der neu gegründeten Pfarrei Bodenbach.

Der schlichte, verputzte Bruchsteinbau hat einen nicht minder schlichten barocken Altar. Neben diesem sehen wir die Statuen von Wendelinus, der Heiligen Barbara, der Heiligen Katharina und der Gottesmutter mit dem Jesuskind. Die Heilige Barbara ist Patronin aller Sterbenden und aller Bergleute. Die Heilige Katharina beschützt Scherenschleifer, Chirurgen, Müller und Wagner. Oh, und sie ist Patronin aller Lehrer.
Vor der Kapelle befindet sich ein Gedenkstein mit dem Inschrift „1813-1913“, der anlässlich des 100. Jahrestags der Völkerschlacht von Leipzig gesetzt worden ist.

Das Objekt „Kath. Filialkirche Kirchstraße 1“ in Gelenberg ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalverzeichnis für den Kreis Vulkaneifel 2020, S. 17).

Nach der Umstellung der Geschichtsstraße 2020 auf thematische Rundwanderwege gehört die zugehörige Infotafel zum Rundwanderweg „Was wirklich wahr war“.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2014, 2021)

Literatur

Bauer, Peter; Mertes, Erich / Ortsgemeinde Gelenberg (Hrsg.) (2014)
Ortschronik Gelenberg. Zell/Mosel.
Burggraaff, Peter; Kleefeld, Klaus-Dieter / Bundesamt für Naturschutz und Bund Heimat und Umwelt (Hrsg.) (2010)
Landschaft erzählen. Die Geschichtsstraße in Kelberg (Eifel) als Fallbeispiel für die Erläuterung von Natur- und Kulturerbe. In: Bund Heimat und Umwelt in Deutschland) (Hrsg.): Wege zu Natur und Kulturlandschaft, S. 56-71. Bonn.
Generaldirektion Kulturelles Erbe (Hrsg.) (2020)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreis Vulkaneifel. S. 17, Mainz. Online verfügbar: denkmallisten.gdke-rlp.de, abgerufen am 24.03.2022
Mertes, Erich (o.J.)
Die Dörfer der Verbandsgemeinde Kelberg. Ihre erste Erwähnung und Nennung in der Literatur. In: Landeskundliche Vierteljahresblätter 32, 1986, Heft 3, o. O.

Sankt Wendelinus-Kapelle in Gelenberg

Schlagwörter
Ort
53539 Gelenberg
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1683 bis 1848

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Peter Burggraaff (2021): „Sankt Wendelinus-Kapelle in Gelenberg”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-336861 (Abgerufen: 7. Februar 2023)
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