Schmiede Museumslay in Mendig

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Mendig
Kreis(e): Mayen-Koblenz
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 22′ 44,81″ N: 7° 17′ 13,27″ O / 50,37911°N: 7,28702°O
Koordinate UTM 32.378.207,08 m: 5.582.186,40 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.591.588,52 m: 5.583.370,71 m
  • Rekonstruierte Schmiede in der Museumslay in Mendig (2020).

    Rekonstruierte Schmiede in der Museumslay in Mendig (2020).

    Copyright-Hinweis:
    Weber, Florian / Universität Koblenz-Landau
    Fotograf/Urheber:
    Florian Weber
    Medientyp:
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Im hinteren Gelände der Museumslay in Mendig und in direkter Nähe zur Steinmetzhütte befindet sich eine Rekonstruierte Grubenschmiede. Solche Schmieden waren fester Bestandteil eines jeden Steinbruchgebietes in der Region.

Schmiede
Bei der Schmiede in der Museumslay Mendig handelt es sich um ein kleines Haus aus Quadermauerwerk auf rechteckigem Grundriss. Rechts vom Gebäude befindet sich ein Unterstand. Solche Unterstände waren häufig an den Schmieden vorzufinden und konnten sowohl zur Arbeit als auch als Lager genutzt werden konnte. Später standen an diesem Ort auch die Kompressoren und Drucktanks für die Pressluft. Überdacht sind Unterstand und Schmiede mit einem Wellblechdach. Der provisorische Charakter entspricht der Bauweise der Schmieden in den Grubengeländen.
Im Inneren der Schmiede wurden zur Veranschaulichung verschiedene Werkzeuge und Bestandteile einer Schmiede, u.a. ein Amboss und eine Schmiedeesse, installiert.

Schmieden als zentrale Orte im Grubengelände
Bis zum Jahr 1950 wurde das Basaltlavagestein in Handarbeit abgebaut. Die Werkzeuge zum Steinabbau mussten in regelmäßigen Abständen geschärft werden, da sie noch keine Hartmetallbestückung aufwiesen. In den 1950er Jahren lösten Presslufthämmer die traditionellen Abbauwerkzeuge ab. Dafür reparierten die Schmiede vermehrt Bestandteile von Loren und Grubenkränen. Aus diesem Grund waren Schmieden unerlässliche Bestandteile eines jeden Grubengeländes. Aber auch im sozialen Gefüge der Arbeiter spielten die Schmieden eine wichtige Rolle. Viele Arbeiter wärmten sich nämlich mittags am Feuer der Schmiedeesse ihr Essen auf und verbrachten ihre Pause an diesen Orten.

(Florian Weber, Universität Koblenz-Landau, 2021)


Quelle
Infotafel Vulkanpark GmbH zur Ettringer Lay.

Internet
www.eifel-info.de: Museumslay Mendig (abgerufen 19.04.2021)

Schmiede Museumslay in Mendig

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Brauerstraße
Ort
56743 Mendig
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger

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Empfohlene Zitierweise
„Schmiede Museumslay in Mendig”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-332616 (Abgerufen: 28. November 2021)
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