Langbett Linden LA 1

akD-Nr 000 254, Grab von Linden-Pahlkrug

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Linden (Schleswig-Holstein)
Kreis(e): Dithmarschen
Bundesland: Schleswig-Holstein
Koordinate WGS84 54° 15′ 29,45″ N: 9° 12′ 38,7″ O / 54,25818°N: 9,21075°O
Koordinate UTM 32.513.729,00 m: 6.012.268,00 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.513.803,40 m: 6.014.233,27 m
  • Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Herbst 2019

    Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Herbst 2019

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    Lüth, Philip / Steinzeitpark Dithmarschen (AÖZA gGmbH)
    Fotograf/Urheber:
    Philip Lüth
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  • Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, vermutlich nach der Restaurierung 1968

    Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, vermutlich nach der Restaurierung 1968

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    Archiv Achäologisches Landesamt Schlewig-Holstein
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  • Beschilderung des Großsteingrabs Linden LA 1, Foto Herbst 2019

    Beschilderung des Großsteingrabs Linden LA 1, Foto Herbst 2019

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    Philip Lüth
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  • Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Innenansicht, Herbst 2019

    Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Innenansicht, Herbst 2019

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  • Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Innenansicht, Herbst 2019

    Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Innenansicht, Herbst 2019

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  • Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Herbst 2019

    Fotoaufnahme des Großsteingrabs Linden LA 1, Herbst 2019

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    Lüth, Philip / Steinzeitpark Dithmarschen (AÖZA gGmbH)
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    Philip Lüth
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Ein Grab wie aus der Steinzeit
An der Straße von Linden nach Heide befindet sich auf der rechten Seite ein restauriertes Ganggrab des mittleren Neolithikums (ca. 3.000 v. Chr.). Die Grabanlage wurde im Jahr 1879 entdeckt und gehörte zu einer Gruppe von insgesamt neun Grabhügeln. Der Eigentümer der Hügelgräber hatte die Objekte abgetragen und war im Inneren auf die Kammer des Ganggrabes gestoßen. Nach den Zeitungs- und Augenzeugenberichten der damaligen Zeit zu urteilen, muss es ich bei dem Grab von Linden-Pahlkrug um eines der am besten erhaltenen Megalithgräber Schleswig-Holsteins gehandelt haben. Die Kammer war völlig unbeschädigt und nicht durch Steinschläger in Mitleidenschaft gezogen. Das Trockenmauerwerk zwischen den einzelnen Findlingen war offenbar vollständig intakt. Sogar der Grabgang soll zum Zeitpunkt der Freilegung noch verschlossen gewesen sein.

Das Grab wurde einmal 1968 und einmal 1980 restauriert. Bei beiden Gelegenheiten wurden offenbar auch wissenschaftliche Untersuchungen in geringem Umfang durchgeführt und die Kammer gezeichnet. Bei dem Großsteingrab handelt es sich um ein sogenanntes Ganggrab. Diese Anlagen sind meist größer als die einfachen Dolmen und in der Regel von einer Längsseite her zugänglich. Ganggräber wurden mit rechteckigem oder rundem bzw. ovalem Grundriss angelegt. Rechteckige Kammern treten vor allem im Süden Schleswig-Holsteins auf und werden deshalb auch als „Holsteiner Kammern“ bezeichnet. Demgegenüber sind Gräber mit polygonalem Grundriss vor allem im Norden des Landes vertreten und treten südlich der Eider seltener auf.

Im Rahmen der Wiederherstellung im Jahr 1980 konnten Reste des ursprünglichen Kammerbodens und des ehemaligen Steinkreises um den Hügel dokumentiert werden. Im Verlauf der Restaurierung mussten großen Teile des inzwischen verstürzten Trockenmauerwerkes neu aufgemauert werden. Darüber hinaus war auch einer der Tragsteine zerbrochen. Dieser wurde mit Beton ergänzt. Der Hügelmantel um die Kammer wurde nach den alten Maßen wieder aufgeschüttet. Im Bereich des Grabganges musste ein Kompromiss gefunden werden. Aus Sicherheitsgründen wurde hier entschieden, den Zugang zur Grabkammer abzuböschen und mit modernen Naturpflastersteinen aufzumauern.

Trotz dieser Zugeständnisse vermittelt das rekonstruierte Megalithgrab in Linden-Pahlkrug einen sehr guten Eindruck der mittelneolithischen Monumentalarchitektur. Es ist darüber hinaus das einzige rekonstruierte und begehbare Ganggrab im südlichen Schleswig-Holstein.

Lage und Anfahrt
Das Grab liegt nördlich der Landstraße von Heide nach Pahlen, zwischen der Ortsumgehung Linden und Pahlkrug. Das Denkmal ist ausgeschildert. Für Besucher befinden sich dort ein kleiner Parkplatz für drei bis vier Fahrzeuge und eine Schutzhütte mit einer Picknickgelegenheit.

(Philip Lüth, Archäologie & Beratung, im Auftrag vom Archäologisch-Ökologischen Zentrum Albersdorf, in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Landesamt Schleswig-Holstein im Projekt „Megalithic Routes in Schleswig-Holstein“, mit Unterstützung der AktivRegion Dithmarschen im Rahmen des Landesprogramms ländlicher Raum gefördert durch die Europäische Union - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), den Bund und das Land Schleswig-Holstein, 2019)

Internet
de.wikipedia.org: Ganggrab von Linden-Pahlkrug (Abgerufen: 31.03.2020)
steinzeitpark-dithmarschen.de: Das besterhaltene Großsteingrab Westholsteins in Linden-Pahlkrug (Abgerufen: 31.03.2020)

Literatur

Arnold, Volker (1982)
Das steinzeitliche Ganggrab von Linden-Pahlkrug, Dithmarschen. (Blätter zur Heimatkunde 1982.) o. O.
Sprockhoff, Ernst / Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts (Hrsg.) (1966)
Atlas der Megalithgräber Deutschlands. Teil 1: Schleswig-Holstein. Bonn.

Langbett Linden LA 1

Schlagwörter
Ort
Linden
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG SH 2015 (in Denkmalliste eingetragen)
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archivauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn -3500 bis -2800

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Langbett Linden LA 1”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-307554 (Abgerufen: 20. Oktober 2020)
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