Naturdenkmal „Ehemaliger Steinbruch bei Dürscheider Hütte“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Kürten
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 00′ 6,45″ N: 7° 13′ 7,93″ O / 51,00179°N: 7,21887°O
Koordinate UTM 32.375.027,76 m: 5.651.533,86 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.585.600,52 m: 5.652.553,42 m
Das Naturdenkmal „Ehemaliger Steinbruch bei Dürscheider Hütte“ liegt im Dürschtal südlich der Ortschaft Dürscheid, nicht weit entfernt von der ehemaligen Eisenhütte „Dürscheider Hütte“. Am Eingang des Calenberger Siefens gelegen bilden eine west-exponierte Felswand und ein Schuttfächer das Zentrum des Steinbruchs. Meterdicke Sandstein- und Tonsteinbänke wechseln miteinander ab. Es sind Ablagerungen eines flachen wattenartigen und devonzeitlichen Meeresbeckens. Flechten und Moose besiedeln die Felsoberfläche. Junge Weiden und Eichen haben sich in den Felsspalten angesiedelt. Der umgebende Fichtenforst beschattet den Steinbruch stark. Die Vegetation der Sohle wird von Brennnesseln und Brombeeren dominiert. Eine Besonderheit des Steinbruchs ist eine Gesteinsfalte (Mulde), die unter Druck bei einer Kollision der Kontinente vor 290 Millionen Jahren entstanden ist. Der ehemalige Steinbruch wurde zur Erhaltung und Entwicklung als wertvoller ökologischer Sonderstandort sowie als geowissenschaftlich und landeskundlich schutzwürdiges Objekt als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Im Geotopkataster ist er unter dem Objekt GK 4909-008 „Ehemaliger Steinbruch an der Dürscheiderhütte, südl. Dürscheid“ erfasst.

Für Besucher ist das Naturdenkmal über den Wanderweg 13 des Kölner Eifelvereins erschlossen. Seit 2011 informiert eine Infotafel über die Geschichte der Dürscheider Hütte und die Besonderheiten der geologischen Formation. Am Fußweg, der den Berg hinauf in Richtung Calenberg führt, ist noch ein historischer Hohlweg erhalten.

Die Informationen zur Geologie wurden einer Infotafel des Geschichtsvereins für die Gemeinde Kürten u. Umgebung e.V. entnommen, die an der Dürscheiderhütte aufgestellt worden ist.

(Biologische Station Rhein-Berg, erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft: STEINland“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft, 2019)

Internet
rbk5.rbkdv.de: Infoblatt des Rheinisch-Bergischen Kreises (abgerufen 06.01.2020)

Naturdenkmal „Ehemaliger Steinbruch bei Dürscheider Hütte“

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Dürscheider Hütte
Ort
51515 Kürten
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung

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„Naturdenkmal „Ehemaliger Steinbruch bei Dürscheider Hütte“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-305409 (Abgerufen: 24. September 2020)
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