Naturschutzgebiet Steinbruch Wiehau

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Wiehl
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 58′ 29,08″ N: 7° 28′ 28,72″ O / 50,97474°N: 7,47464°O
Koordinate UTM 32.392.910,95 m: 5.648.123,97 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.603.613,76 m: 5.649.873,05 m
  • Naturschutzgebiet "Steinbruch Wiehau" (2019)

    Naturschutzgebiet "Steinbruch Wiehau" (2019)

    Copyright-Hinweis:
    Hildegard Coenen / Biologische Station Oberberg
    Fotograf/Urheber:
    Hildegard Coenen
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Nördlich der Autobahn 4 im Bereich der Ortschaften Forst und Weiershagen befindet sich das 13,4 Hektar große Naturschutzgebiet Steinbruch Wiehau. Es wurde im Jahr 1995 unter Schutz gestellt. Am östlichen Rand des Naturschutzgebietes liegt ein aufgelassener Grauwacke-Steinbruch. Die genaue Lage des Steinbruchs erschließt sich dem Besucher nicht auf den ersten Blick. Vom Weg aus weisen lediglich einige alte, aus dem Gestein gebrochene Grauwacke-Stücke, die größtenteils von Gebüsch überwachsen sind, auf den Steinbruch hin. Im Wiehau wurde in der Vergangenheit Grauwacke abgebaut, die wahrscheinlich als Baumaterial in der näheren Umgebung zum Einsatz kam. Die bergbauliche Tätigkeit ist an den Steilwänden noch gut zu erkennen. Die Bezeichnung „Wiehau“ bezieht sich allerdings nicht auf die bergbauliche Tätigkeit, sondern geht auf die forstwirtschaftliche Nutzung in der Umgebung des Steinbruchs zurück. Der Hau ist eine Stelle im Wald, an der Holz geschlagen wurde.

Im Zentrum des Steinbruchs befindet sich ein Abgrabungsgewässer, welches zunehmend verlandet. Die umgebenden Steilwände werden von den aufkommenden Gehölzen beschattet. Nordwestlich finden sich besonnte, vegetationsarme Felshalden und angrenzend ein kleiner Feuchtwiesenbereich. Die feuchten Bereiche des Steinbruchs stellen zusammen mit den Abbruchhalden aus Felsblöcken einen idealen Lebensraum für Amphibien dar. Schuttfächer mit vielen Lücken bieten dabei gute Versteckmöglichkeiten für Amphibien. Der Steinbruch ist nach Norden exponiert, sodass sich in dem feuchteren und kühleren Mikroklima zahlreiche Moose, Farne und Flechten ansiedeln konnten. Die offenen Blockhalden repräsentieren, auch wenn sie durch Menschenhand entstanden sind, für das Bergische Land typische Felsbiotope. Solche Biotope mit ihrer typischen Pflanzen- und Tierwelt sind nur selten anzutreffen. Umso wichtiger sind Schutz und Erhalt solcher Strukturen als sogenannte Trittsteinbiotope im regionalen Biotopverbund. Die Biologische Station Oberberg pflegt den Wiesenbereich durch eine jährliche Mahd.

(Biologische Station Oberberg, erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft: STEINland“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft, 2019)

Internet
naturschutzinformationen-nrw.de: Naturschutzgebiet Steinbruch Wiehau (GM-045) im Fachinformationssystem des LANUV NRW (abgerufen 20.12.2019)

Naturschutzgebiet Steinbruch Wiehau

Schlagwörter
Ort
51674 Wiehl - Forst
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung
Historischer Zeitraum
Beginn 1995

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Naturschutzgebiet Steinbruch Wiehau”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-303395 (Abgerufen: 26. Oktober 2021)
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