In unmittelbarer Umgebung befinden sich weitere Obstwiesen. Daher eignet sich die Fläche für ein Vorkommen des Steinkauzes. Vor allem für seltene Arten, wie z.B. Steinkauz (Athene noctua), Fledermäuse, verschiedene Insektenarten (Aly 2012, Brötz 1994, Dietz 2012, Fiedler 2013), aber auch für Pilze und eine hohe Zahl gefährdeter Pflanzenarten (Burckard 2004, Korneck & Sukopp 1988, Stegner 2014), deren ursprüngliche Lebensräume oftmals zerstört bzw. stark verändert wurden, stellen Streuobstwiesen einen optimalen Ersatz- und Rückzugslebensraum dar (Bönsel 2015, Müller 1988, Müller et al. 2009, Telaar & Vossmeyer 2014).
Die Obstwiese wird temporär von Pferden des nahe gelegenen Reitstalls beweidet. Bei einer Beweidung von Obstwiesen mit Pferden kommt es häufig zu einer Übernutzung des Grünlandes und Beeinträchtigung der Grasnarbe (NABU 2001) sowie zu Schäden an den Bäumen, da sie angefressen oder geschält werden, sofern kein ausreichender Verbissschutz besteht (Pletting v. Kalsbeek & Schlünder 2013).
(Corinna Dierichs, Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V., erstellt im Rahmen des LVR-Projektes „Obstwiesenrenaissance rund um die Ville“, 2019)