Eingang Gutenbergstraße Landgestüt Zweibrücken

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Zweibrücken
Kreis(e): Zweibrücken
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 15′ 3,93″ N: 7° 21′ 46,59″ O / 49,25109°N: 7,36294°O
Koordinate UTM 32.380.866,87 m: 5.456.658,73 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.599.269,66 m: 5.458.008,77 m
  • Begrüßungsvideo des Stalljungen im Landgestüt Zweibrücken (2020)

    Begrüßungsvideo des Stalljungen im Landgestüt Zweibrücken (2020)

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    Produktion: auge8; Film- & Fotostudio Pirmasens; Landgestüt Zweibrücken
    Fotograf/Urheber:
    auge8; Landgestüt Zweibrücken; Film- & Fotostudio Pirmasens
    Medientyp:
    Video
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  • Ansicht des alten Eingangs zum Landgestüt Zweibrücken in der Gutenbergstraße (vor 1917)

    Ansicht des alten Eingangs zum Landgestüt Zweibrücken in der Gutenbergstraße (vor 1917)

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    Stadtarchiv Zweibrücken
    Fotograf/Urheber:
    unbekannt
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    Bild
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  • Zeichnung aus der Hand Lisel Schorns vom alten Eingang zum Landgestüt Zweibrücken (frühes 20. Jahrhundert)

    Zeichnung aus der Hand Lisel Schorns vom alten Eingang zum Landgestüt Zweibrücken (frühes 20. Jahrhundert)

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    Schorn, Lisel / Stadtarchiv Zweibrücken
    Fotograf/Urheber:
    Lisel Schorn
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    Bild
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  • Ausschnitt aus dem Grundriss von 1808, der den Eingang zum Schloss der Gräfin Forbach, später Eingang zum Gestüt, zeigt

    Ausschnitt aus dem Grundriss von 1808, der den Eingang zum Schloss der Gräfin Forbach, später Eingang zum Gestüt, zeigt

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    Stadtarchiv Zweibrücken
    Fotograf/Urheber:
    unbekannt
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Die Lage des ehemaligen Eingangs zum Landgestüt zeugt von der Bedeutung, die das Gestüt für die Stadt Zweibrücken einst besessen hatte. Als Erweiterung des Herzogplatzes läuft die heutige Straße mit der Bezeichnung „Goetheplatz“ auf den historischen Eingang zu.

Der alte Eingang - heute und früher
Der Eingang selbst ist leicht nach hinten versetzt, setzt sich konkav in Form eines Bogens von der Straße ab. Im ausgehenden 18. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle der Eingang zum Schlossgelände der Gräfin Marianne von Forbach, geborene Camasse (1734-1807).

Ein Grundriss aus dem Jahre 1808 (siehe Abbildung in der Mediengalerie) verdeutlicht, dass sich ursprünglich zwei Springbrunnen an der Stelle befunden hatten, an der später Pferdeköpfe aufgestellt wurden. Diese Brunnen hatten abgetreppte kreuzförmige Becken, in deren Mitte jeweils eine Säule aufragte. Bekrönt wurden die beiden Säulen von je einer metallenen Vase. Vermutlich wurden diese Springbrunnen, auch das verrät der Grundriss, durch zwei unterirdische Kanäle mit Wasser versorgt, in der Karte als „Canal no. 40“ und „Canal no. 41“ gekennzeichnet. Weiter lässt sich anhand des Grundrisses ablesen, dass sich rechts vom Eingang ursprünglich ein Gebäudeteil befunden hatte, das an die parallel zum Schwarzbach gebauten Stallungen anschloss (vermutlich bereits 1793 zerstört). Es handelte sich um die Wohnung des Pförtners (Logement du portier) und beherberte drei Zimmer. Sie sind im Grundriss gekennzeichnet als: Poêle, vermutlich ein mit einem Ofen ausgerüsteter Raum, cuisine, eine Küche, cabinet, ein teilweise abgetrennter Raum, zur Nutzung als Bad oder Toilette.

In den Jahren 1804 bis 1814 herrschte der französische Kaiser Napoleon Bonaparte (1769-1821, regierte von 1804-1814 sowie 1815) auch über Zweibrücken. Er ließ im Jahre 1806 im Rahmen des von ihm initiierten Neuaufbaus des Gestüts anstelle der kreuzförmigen Fontänen zwei Steinsäulen errichten, auf denen zwei steinerne Pferdeköpfe thronen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Eingang im Zuge des Neubaus des Landgestüts in die Gabelsbergerstraße verlegt. An den alten Eingang in der Gutenbergstraße erinnert heute noch die Anschrift des Gestüts: Gutenbergstraße 16. Durch das zwischen den Paddocks liegende Hoftor, blickt man geradeaus auf die Rückseite des Verwaltungsgebäudes.

Im nachrichtlichen Verzeichnis der Kulturdenkmäler in der Stadt Zweibrücken findet sich der Eintrag: „Gutenbergstraße 16a Landgestüt, 1. Hälfte 19. Jh.: drei Stallgebäude, zwei Pferdekopfskulpturen und Säule mit Vasenbekrönung (bauliche Gesamtanlage)“ (GDKE 2018, S. 5).

Schauen Sie sich auch das Video des Stalljungen zu diesem Objekt an (siehe Mediengalerie).

(Paula Binz, Janina Hicking und Isabell Weiland, Universität Koblenz-Landau, 2019)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreisfreie Stadt Zweibrücken. o. O. Online verfügbar: Kulturdenkmäler Zweibrücken (GDKE, PDF 4,2MB), abgerufen am 23.03.2020

Eingang Gutenbergstraße Landgestüt Zweibrücken

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Gutenbergstraße 16
Ort
66482 Zweibrücken
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1750

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„Eingang Gutenbergstraße Landgestüt Zweibrücken”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-301169 (Abgerufen: 1. Dezember 2021)
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