Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Jockgrim
Kreis(e): Germersheim
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 05′ 21,29″ N: 8° 17′ 7,56″ O / 49,08925°N: 8,28543°O
Koordinate UTM 32.447.828,50 m: 5.437.622,87 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.447.883,07 m: 5.439.359,04 m
  • Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim (2019)

    Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim (2019)

    Copyright-Hinweis:
    Dreyer, Matthias C.S.
    Fotograf/Urheber:
    Matthias C.S. Dreyer
    Medientyp:
    Bild
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  • Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim (2019)

    Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim (2019)

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Auf einer Mauerbrüstung am Straßenrand oberhalb einer kleinen Grünanlage steht das Standbild des Johannes von Nepomuk.

Geschichte
Das Standbild des Johannes Nepomuk steht neben dem Haus Ludwigstraße 41. Die weiß gestrichene Figur erhebt sich über einem geschwungen Sockel und betrachtet andächtig das Kreuz, das sie in den Armen hält. Der Sockel trägt in goldenen erhabenen Lettern die Inschrift SANKT JOHANNES NEPOMUCENUS.

An der Stelle befand sich früher die Brücke über den inzwischen aufgefüllten Burggraben. Bei der Figur handelt es sich um eine Kopie der historischen Statue. Das Original war im Pfarrhof untergebracht (Weinmann 1964).

Religiöser Hintergrund
Johannes (von) Nepomuk wurde um 1350 in Pomuk (Böhmen) geboren. Nach seiner Priesterweihe und dem Studium des Kirchenrechts berief ihn der Prager Erzbischof zu seinem Generalvikar. Im Jahre 1393 übergab ihn König Wenzel seinen Folterknechten, die den fast zu Tode Gequälten nachts von der Moldaubrücke in den Fluss stürzten. Dies war zur damaligen Zeit die übliche Todesstrafe für Geistliche.
Johannes kämpfte unerschrocken für die Rechte der Kirche gegen die Fürstenmacht. Er verkörpert die Ablehnung der politischen Gewalt, den moralischen Widerstand gegen den Despotismus bis zu seinem gewaltsamen Tod. Er wird auch als standhaft verschwiegener Priester verehrt, der als Beichtvater der Königin ihrem misstrauischen Gatten gegenüber das Beichtgeheimnis wahrte.
St. Nepomuk wurde 1721 selig gesprochen und 1729 von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen, von den Jesuiten 1732 zum 2. Ordenspatron erhoben und gilt als „Brückenheiliger“, Schutzpatron der Schiffer und Flößer sowie Patron des Beichtgeheimnisses. Angerufen wurde der vornehmlich bei Trockenheit und Überschwemmungen sowie bei der Verteidigung des guten Rufes.

(Rudolf Wild, 2019)

Internet
www.heiligenlexikon.de: Johannes Nepomuk (abgerufen 06.09.2019)

Literatur

Weinmann, Fred / Alter, Willi (Hrsg.) / Pfälzische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften (Hrsg.) (1964)
Religiöse Flurdenkmale I. Der Bildstock. / Die Figurale Freiplastik / Johannes von Nepomuk. In: Pfalzatlas, Textband I, S. 288 ff., Speyer.

Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Ludwigstraße
Ort
76751 Jockgrim
Fachsicht(en)
Landeskunde, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Übernahme aus externer Fachdatenbank

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„Standbild Johannes Nepomuk in Jockgrim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-298064 (Abgerufen: 1. Dezember 2020)
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