Bahnhof Köln-Süd

Südbahnhof Köln

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Köln
Kreis(e): Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 55′ 39,25″ N: 6° 56′ 14,88″ O / 50,92757°N: 6,93747°O
Koordinate UTM 32.355.054,03 m: 5.643.796,22 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.565.953,27 m: 5.644.007,71 m
  • Eingang des Bahnhofs Köln-Süd (2018)

    Eingang des Bahnhofs Köln-Süd (2018)

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  • Gehäuse des Treppenaufgangs des Bahnsteigs am Bahnhof Köln-Süd (2018)

    Gehäuse des Treppenaufgangs des Bahnsteigs am Bahnhof Köln-Süd (2018)

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  • Blick in das Gehäuse des Treppenaufstiegs auf den Bahnsteig des Bahnhofs Köln-Süd (2017).

    Blick in das Gehäuse des Treppenaufstiegs auf den Bahnsteig des Bahnhofs Köln-Süd (2017).

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  • Bahnhof Köln-Süd (2017), Bahnsteig Gleis 3 mit Blick zum Bahnsteig Gleis 1/2.

    Bahnhof Köln-Süd (2017), Bahnsteig Gleis 3 mit Blick zum Bahnsteig Gleis 1/2.

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  • Bahnhof Köln-Süd (2016), Blick in Richtung Süden auf Bahnsteige und die beiden Mittelgleise.

    Bahnhof Köln-Süd (2016), Blick in Richtung Süden auf Bahnsteige und die beiden Mittelgleise.

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  • Bahnhof Köln-Süd (2017)

    Bahnhof Köln-Süd (2017)

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  • Brücke der Eisenbahnstrecke Köln-Bonn-Koblenz am Bahnhof Köln-Süd in Köln-Neustadt-Süd, Ansicht von Osten (2019).

    Brücke der Eisenbahnstrecke Köln-Bonn-Koblenz am Bahnhof Köln-Süd in Köln-Neustadt-Süd, Ansicht von Osten (2019).

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  • Brücke der Eisenbahnstrecke Köln-Bonn-Koblenz am Bahnhof Köln-Süd, Ansicht von Osten (2019) mit der die Brücke unterquerenden Zülpicher Straße.

    Brücke der Eisenbahnstrecke Köln-Bonn-Koblenz am Bahnhof Köln-Süd, Ansicht von Osten (2019) mit der die Brücke unterquerenden Zülpicher Straße.

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  • Blick auf das Gehäuse des Treppenaufstiegs auf den Bahnsteig des Bahnhofs Köln-Süd (2017).

    Blick auf das Gehäuse des Treppenaufstiegs auf den Bahnsteig des Bahnhofs Köln-Süd (2017).

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Zusammen mit dem Hauptbahnhof und dem Bahnhof Köln-West war der Kölner Südbahnhof Teil einer Gesamtkonzeption für den Eisenbahn-Fernverkehr. Das erste Empfangsgebäude entstand 1891 nach Plänen der Eisenbahnarchitekten Dircksen und Below. Nach starken Kriegsschäden wurde die jetzige Anlage 1955 errichtet.

Der eingeschossige Putzbau mit Pultdach ist durch den aus der Flucht vorspringenden und erhöhten Mittelteil gegliedert. Die vollständig verglaste Mittelachse, das schwebend wirkende Flugdach und die ursprünglich fein mit Metallprofilen und Messingleisten verzierten Türen verweisen auf die Formenwelt der 1950er Jahre. In der Mitte des Giebelfeldes ist über dem Eingang die originale Bahnhofsuhr erhalten. Die Eingangshalle ist mit hellgelben und grauen Kunststeinplatten und streifenförmigen Riemchenklinkern ausgekleidet. Seitlich der Mittelachse waren Fahrkartenschalter, Gepäckaufbewahrung und Warteraum angeordnet. Die Treppenaufgänge zu den Bahnsteigen enden in Schutzeinhausungen mit halbrunden Dächern und kreisrunden Fenstern unterschiedlicher Größen zur Belichtung der Treppen und sind beeindruckende Zeugnisse der Nierentischästhetik jener Zeit.

Der östliche Bahnsteig wird zudem direkt von der Zülpicher Straße aus erschlossen. Diese Treppe mit originalem Brüstungsgeländer stammt noch von dem 1891 erbauten Vorgängerbahnhof. Der Südbahnhof wird nördlich und südlich eingerahmt durch die ebenfalls 1891 fertig gestellten Brücken über die Zülpicher und Luxemburger Straße.

Die Brücke über die Zülpicher Straße hat eine Spannweite von 16 Metern mit Bogen-Fachwerkträgern für die drei westlichen und Bogenträgern in Vollwandbauweise für den östlichen Strang. Fachwerk- und Vollwandträger ruhen auf gußeisernen Lagerplatten und prismenförmigen Auflagerkörpern aus Beton. Das Widerlager ist in der für die Verbindungsbahn üblichen Weise stufenförmig ausgebildet mit Sockel und Gesims in Naturstein für die untere Stufe. Die Flächen am Sockel und hinter den Lagerkörpern der Bogenträger sind mit Mettlacher Plättchen verfließt. An der Stadtseite endet das Widerlager in pilasterartig betonten Natursteinpfeilern mit über den Gleisen aufragenden Pfeilerbekrönungen. Zur Landseite sind diese Pfeiler in bruchrauhem Naturstein ausgeführt mit dreiteilig gerundeten Aufsätzen.

Die Brücke über die Luxemburger Straße hat eine Spannweite von 20 Meter und besteht aus Bögen in Vollwandbauweise mit Rollenlagern und gusseisernen Trägerplatten. Das stufenförmige Widerlagermauerwerk ist im unteren Bereich mit Sockel und Gesims in Naturstein gestaltet. Die Flächen für die untere Stufe und hinter den Auflagern der Bogenträgern sind ebenfalls mit Mettlacher Plättchen verfließt. Die Widerlager sind zur Stadtseite mit dunkelgrauen Natursteinplatten eingefasst. Im unteren Bereich vermitteln geböschte und im Sockel mit bruchrauhem Naturstein verblendete Rundungen zum Stützmauerwerk der anschließenden Bahndämme. Nach Westen sind die Bogenträger in eine mächtig wirkende, über das Gleisniveau aufragende Pfeilerarchitektur eingebunden. Diese mit satteldachförmigen Aufsätzen in Werkstein bekrönten Pfeiler setzten sich nach Norden bis zum Empfangsgebäude des Bahnhofs Köln-Süd fort. Die Abdeckungen für die Pfeiler seitlich neben den Brückenträgern sind betont durch konsolartig wirkende Platten mit ornamentalen Gliederungen aus ovalen und stabförmigen Eintiefungen. Auch zwischen den Pfeilern sind die Stützwände im Bahnhofsbereich mit bruchrauhem Naturstein und Gesimsen in Werkstein für die Wandgliederungen verblendet.

Hinweise
Das Objekt „Bahnhof Süd in Köln“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Eisenbahnlinie Köln - Koblenz (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 357).

(Walter Buschmann, Institut. Industrie-Kultur-Geschichte-Landschaft, 2018)

Literatur

Buschmann, Walter; Hennies, Matthias; Kierdorf, Alexander (2018)
Via Industrialis. Entdeckungsreise Kölner Industriekultur. S. 210, Essen.

Bahnhof Köln-Süd

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Luxemburger Straße
Ort
50674 Köln - Neustadt-Süd
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1891 bis 1955

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
(Walter Buschmann, 2018, „Bahnhof Köln-Süd”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-291582 (Abgerufen: 22. September 2021)
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