Motodrom Gelsenkirchen

Almaring

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Gelsenkirchen
Kreis(e): Gelsenkirchen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 30′ 34,16″ N: 7° 07′ 43,6″ O / 51,50949°N: 7,12878°O
Koordinate UTM 32.370.145,55 m: 5.708.144,53 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.578.408,50 m: 5.708.933,05 m
  • Blick auf die frühere Automobilrennstrecke Motodrom Gelsenkirchen oder "Almaring" (2011).

    Blick auf die frühere Automobilrennstrecke Motodrom Gelsenkirchen oder "Almaring" (2011).

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Das Motodrom Gelsenkirchen war eine Autorennstrecke im Gelsenkirchener Stadtteil Ückendorf. Da der Rennkurs auf dem Brachgelände der früheren Kokerei Alma angelegt war, wird er oft auch Almaring genannt.

Die in der Nähe des Gelsenkirchener Hauptbahnhofs gelegene Kokerei Alma wurde 1928 eröffnet und produzierte bis zu ihrer Schließung 1963 Brennstoff für Hochöfen (eine Kokerei erzeugt aus Kohle durch Destillation die Produkte Koks und Rohgas). Direkt nach der Stilllegung wurden die Alma-Betriebsanlagen mit Ausnahme des Verwaltungsgebäudes vollständig abgerissen, wodurch am Rand der Innenstadt ein großes Brachgelände entstand (autonatives.de).

Im Jahr 1969 wurde auf diesem Areal durch die RAG das Motodrom Gelsenkirchen angelegt. (Die Abkürzung steht in diesem Falle nicht für die Ruhrkohle AG, sondern die Rheinländische Altwagen-Gemeinschaft, später Rheinländische Autorenn-Gemeinschaft.)
Auf dem 750 Meter langen und 7,5 Meter breiten Rundkurs wurden so genannte Altwagen- und später Autospeedway-Rennen durchgeführt. Die Rennstrecke selbst war im Gegensatz zu den meisten Speedway-Strecken kein reines Oval, die Fahrbahn war einzig durch Leitplanken von den Zuschauern abgegrenzt.
„Die zunächst mit einer Schotterdecke versehene Bahn wurde sowohl für Auto- als auch für Motorradrennen genutzt. Nach der Asphaltierung der Strecke im Jahr 1977 fanden ausschließlich Autorennen statt. (…) Zu Beginn der 1980er Jahre gingen in acht verschiedenen Fahrzeugklassen pro Renntag durchschnittlich 150 bis 200 Teilnehmer an den Start, wovon jeweils etwa 30 bis 50 Fahrer aus dem benachbarten Ausland angereist waren.“ (de.wikipedia.org)
„Die Renntage lockten eineinhalb Jahrzehnte lang zuverlässig Teilnehmer und Zuschauer an. Teilweise kam es an den Kassenhäusern zu langen Schlangen. Gefahren wurde mit allem, was vier Räder hat. Neben den Kontaktklassen, wo harte Zweikämpfe auf der Strecke zum guten Ton gehörten, gab es auch Sprintrennen, wo die Teilnehmer den Lackaustausch in der Regel vermieden.“ (autonatives.de)

Mitte der 1980er Jahre wurde die Rennstrecke stillgelegt. Im Laufe der Zeit wuchterte das unmittelbar südlich der Gleisanlagen gelegene Gelände zu und ist heute weitgehend bewaldet. Als Relikte der früheren Motorsportanlage sind Teile der Asphaltdecke und der Leitplanken noch vorhanden.

(Franz-Josef Knöchel, Digitales Kulturerbe LVR, 2019)

Internet
autonatives.de: Almaring Gelsenkirchen – das Motodrom im Pott (abgerufen 06.05.2019)
www.dubtown.de: Motodrom Gelsenkirchen (abgerufen 06.05.2019)
www.gelsenkirchener-geschichten.de: Almaring / Motodrom Gelsenkirchen mit einem Luftbild der Anlage von 1981 im Eintrag von 10.03.2007 (abgerufen 08.04.2019)
de.wikipedia.org: Motodrom Gelsenkirchen (abgerufen 06.05.2019)

Motodrom Gelsenkirchen

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Almastraße
Ort
45886 Gelsenkirchen - Ückendorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1969, Ende 1983 bis 1988

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Empfohlene Zitierweise
„Motodrom Gelsenkirchen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-290485 (Abgerufen: 15. Dezember 2019)
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