Naturschutzgebiet Steinbruch Halle

NSG Steinbruch Halle mit Umland

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Gemeinde(n): Morsbach
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 53′ 41,38″ N: 7° 45′ 14,59″ O / 50,89483°N: 7,75405°O
Koordinate UTM 32.412.376,23 m: 5.638.868,83 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.412.415,89 m: 5.640.684,43 m
  • Felswände im Steinbbruch Halle (2018)

    Felswände im Steinbbruch Halle (2018)

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  • Naturnaher Eichen-Buchenwald (2011)

    Naturnaher Eichen-Buchenwald (2011)

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  • Stehendes Totholz im Eichen-Buchenwald (2011)

    Stehendes Totholz im Eichen-Buchenwald (2011)

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  • Magerrasen im Steinbruch Halle (2013)

    Magerrasen im Steinbruch Halle (2013)

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  • Geflecktes Knabenkraut auf der Sohle des Steinbruchs Halle (2013)

    Geflecktes Knabenkraut auf der Sohle des Steinbruchs Halle (2013)

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  • Abraumhalde im Steinbruch Halle (2018)

    Abraumhalde im Steinbruch Halle (2018)

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  • Amphibien-Tümpel im Steinbruch Halle (2008)

    Amphibien-Tümpel im Steinbruch Halle (2008)

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  • Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer bei der Eiablage (2018)

    Weibchen der Blaugrünen Mosaikjungfer bei der Eiablage (2018)

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  • Naturschutz-Maßnahme im Steinbruch Halle (2015)

    Naturschutz-Maßnahme im Steinbruch Halle (2015)

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  • Sohle des Steinbruchs Halle (2015)

    Sohle des Steinbruchs Halle (2015)

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  • Schachbrettfalter (2006)

    Schachbrettfalter (2006)

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Weit im Südosten des Oberbergischen Kreises, nahe der Grenze zu Rheinland-Pfalz, liegt in der Gemeinde Morsbach das nur knapp sieben Hektar große Naturschutzgebiet Steinbruch Halle auf einer Höhe von 330-360 m ü. NN. Der aufgelassene ehemalige Grauwacke-Steinbruch wurde im Jahr 1986 zusammen mit den angrenzenden Flächen unter Naturschutz gestellt. Er liegt inmitten eines naturnahen Eichen-Buchenwald mit einem hohen Anteil an stehendem und liegendem Totholz. Im Süden des Steinbruchs ragen die 8-10 m hohen Felswände auf. Im Kessel befindet sich ein Mosaik an kleinräumigen Strukturen, die für viele Tier- und Pflanzenarten einen bedeutenden Lebensraum darstellen. Die verschiedenen Kleingewässer werden von Libellen, wie der Blaugrünen Mosaikjungfer, und Amphibien, wie Grasfrosch und Teichmolch, zur Fortpflanzung genutzt.

Auf dem felsigen Untergrund der Sohle hat sich ein artenreicher Magerrasen mit einem Vorkommen des Gefleckten Knabenkrautes entwickelt. Das reiche Blütenangebot lockt auch zahlreiche Tagfalter, wie den schwarz-weiß gemusterten Schachbrettfalter an. Der Erhalt solch eines vielfältigen Mosaiks an Kleinstlebensräumen erfordert allerdings auch einen immensen Pflegeaufwand. Würden diese Fläche sich selbst überlassen, führte das in kürzester Zeit zur Verbuschung durch aufkommende Pioniergehöle wie Birke und Zitter-Pappel und mit den Jahren entwickelte sich daraus ein Wald. Auch die kleinen Tümpel verlandeten ohne Pflege mehr und mehr, sehr zum Nachteil für alle licht- und wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten, die auf die speziellen Begebenheiten in diesem Steinbruch angewiesen sind. Der Lebensraum wäre für sie verloren. Aus diesen Gründen führt die Biologische Station Oberberg im Steinbruch Halle in regelmäßigen Abständen Pflegeeinsätze durch. Die Magerrasen-Flächen werden alle ein bis zwei Jahre gemäht und die Schotterbereiche von Brombeeren und anderem Gehölzaufwuchs befreit. In größeren Abständen werden die Tümpel entschlammt und der Röhrichtaufwuchs zurückgedrängt, damit die offenen Wasserflächen erhalten bleiben und den Amphibien weiter als Laichhabitat dienen können.

(Biologische Station Oberberg, erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft: STEINland“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege, 2018)

Internet
nsg.naturschutzinformationen.nrw.de: Naturschutzgebiet „Steinbruch Halle“ (GM-012) im Fachinformationssystem des LANUV NRW (abgerufen am 28.01.2019)

Naturschutzgebiet Steinbruch Halle

Schlagwörter
Ort
51597 Morsbach - Wendershagen-Halle
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Naturschutz
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung

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Empfohlene Zitierweise
„Naturschutzgebiet Steinbruch Halle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-290254 (Abgerufen: 25. Januar 2021)
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