Kupferhof Rosental

barocke Hofanlage Rosenthal

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Stolberg (Rhld.)
Kreis(e): Städteregion Aachen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 50° 46′ 21,22″ N: 6° 13′ 32,78″ O 50,77256°N: 6,22577°O
Koordinate UTM 32.304.398,58 m: 5.628.202,82 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.515.970,00 m: 5.626.369,14 m
  • Gepflasterte Zufahrt zum Kupferhof Rosental über Brücke mit steinernem Tor (2019)

    Gepflasterte Zufahrt zum Kupferhof Rosental über Brücke mit steinernem Tor (2019)

    Copyright-Hinweis:
    Katrin Prost / Landschaftsverband Rheinland
    Fotograf/Urheber:
    Katrin Prost
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  • Eingang zum Kupferhof Rosental über Brücke mit steinernem Torbogen (2019)

    Eingang zum Kupferhof Rosental über Brücke mit steinernem Torbogen (2019)

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Die barocke Hofanlage des Kupferhof Rosental wurde 1724 im Auftrag von Johannes Schleicher durch den Baumeister Tilmann Roland aus Kornelimünster erbaut.
1830 gelangte der Kupferhof wegen der Hochzeit von Catharine G. Schleicher mit Richard Lynen in den Besitz der Familie Lynen. Deren Nachfahren bewohnten das Gebäude bis 1970. Zwischen 2006 und 2007 wurde die alte Anlage saniert und wird heute als Veranstaltungsort genutzt (www.kupferhof-rosental.de; www.eifel-info.de)

Nutzung und architektonsiche Besonderheiten
Der Kupferhof Rosental ist einer von mehreren, noch erhaltenen Kupferhofanlagen im Stolberger Vichtbachtal, der sich jedoch durch einige Besonderheiten von den anderen Kupferhöfen abgrenzt.
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal ist die räumliche Trennung von Betriebsgebäude und Wohnbereich. Während sich die Architektur der restlichen Kupferhöfe dadurch auszeichnet, dass sie diese beiden Nutzungen vereint, ist das Betriebsgebäude des Kupferhofs Rosental von dem Herrenhaus separiert und ihm östlich vorgelagert (www.stolberg-abc.de).
Der Wohnbereich besteht aus einer Baugruppe mit drei Gebäuden, von denen das mittlere, zweigeschossige Herrenhaus mit Mittelrisalit den Mittelpunkt bildet. Das Giebelrelief des Risalits, der in einem weiteren Geschoss in das Walmdach eingeschoben ist, ist mit einem detailreichen Relief und Abbildungen der Göttin Aurora verziert. Der Hof wurde von einem Wassergraben umgeben, der wohl hauptsächliche dekorative Zwecke erfüllte und als Reservoir für das Antriebswasser genutzt wurde (ebd.).

Das Betriebsgebäude hatte keinen direkten Anschluss an den Vichtbach. Durch den angelegten Wassergraben konnte die Produktion dennoch mit Wasserkraft betrieben werden. Gespeist wurde der Graben durch den Ellermühlenteich, ein Kanal, der vom Vichtbach abgezweigt wurde (www.eifel-info.de).
Weiterhin grenzt sich der Kupferhof Rosental durch die verwendeten Baumaterialien ab. Das Hauptgebäude wurde mit Steinplatten aus Kalkmergel verkleidet. Nur für die Fassadengliederungen, z.B. die Abschlusskanten des Mittelrisalits, wurde der regionaltypische Blaukalk verwendet (www.stolberg-abc.de).

Die architektonischen Unterschiede liegen darin begründet, dass die Kupferhöfe, die während des 17 Jhd. erbaut wurden, noch als verteidigungsfeste Hofanlagen errichtet wurden, während dies im 18 Jhd. wegen politischer Stabilität nicht mehr notwendig war. Die veränderten Rahmenbedingungen führten zu Veränderungen des architektonischen Zeitgeistes und es wurden offene, weitläufige und prächtige Anlagen gestaltet.

Baudenkmal
Im Jahr 1986 wurde der Kupfermeisterhof Rosental als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen (Baudenkmalliste Stolberg, Denkmallisten-Nr. 398/13/33/63-69/35).

(Katrin Prost, LVR - Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2018)

Internet
www.eifel.info: Kupferhof Rosenthal (aufgerufen 05.10.2018)
www.kupferhof-rosental.de: Kupferhof Rosenthal (aufgerufen 05.10.2018)
www.stolberg-abc.de: Alphabet der Heimatkunde (aufgerufen 05.10.2018)

Kupferhof Rosental

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Rathausstraße 65
Ort
52222 Stolberg
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1724

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
Katrin Prost (2018): „Kupferhof Rosental”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-283447 (Abgerufen: 13. Juni 2024)
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