Stellershammer an der Leppe

Firma Chr. Höver & Sohn , Hammerwerk Stellershammer

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Lindlar
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Koordinate WGS84 51° 02′ 37,72″ N: 7° 26′ 56,88″ O / 51,04381°N: 7,44913°O
Koordinate UTM 32.391.281,66 m: 5.655.841,12 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.601.671,02 m: 5.657.520,42 m
  • Stellershammer (2018)

    Stellershammer (2018)

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    Julia Kerbs
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Verortung
Das Hammerwerk Stellershammer liegt im Osten in der Gemeinde Lindlar im Oberbergischen Kreis. Es ist an der Straße „Oberleppe“ auf dem Firmengelände der Firma Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG zu lokalisieren. Das Werk wurde von der Leppe angetrieben.

Historische Entwicklung
Das Hammerwerk stammt aus dem 18. Jahrhundert. Der erste Besitzer war Gustav Osberghaus, später gelangte es in den Besitz von Dörrenberg. 1782 gehörte das Hammerwerk Ch. Steller und bekam den bis heute bekannten Namen Stellershammer verliehen. Heute ist er im Besitz der Firma Leppe-Edelstahl Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG, welche 1937 in Lindlar gegründet wurde (Nicke 1998, S. 298).
Die Fertigung begann an dem heute noch im Unternehmen befindlichen historischen Stellershammer.
Ganz im Gegensatz zu heute richtete sich der Arbeitsrhythmus damals nach dem Wasservorrat im Mühlenteich, der im Sommer nach drei bis vier Stunden erschöpft war. Dann gab es für die Hammerschmiede einige Stunden Pause. Um den Hammerschmieden die Gelegenheit zum Ausruhen zu verschaffen, hatte man unter dem Dach über dem Stellershammer eine Schlafgelegenheit eingerichtet.
Zu Beginn der Firmengeschichte kamen die Abnehmer hauptsächlich aus der Steinbruchindustrie und von Bauunternehmungen aus dem Bergischen und Oberbergischen Land, dem Westerwald, der Eifel und dem Siegerland. Für diese Industrien wurden zum Beispiel Brechstangen, Spitzhacken, Hämmer, Keile und Meißel sowie Steinbohrer gefertigt und für die Landwirtschaft Pflugscharen und Riester. Zur Herstellung der Werkzeuge wurde das Roheisen aus dem nahe gelegenen Siegerland verwendet und die Holzkohle aus den heimischen Buchenwäldern gewonnen (Firma Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG 2019).
Der historische Stellershammer war bis ins Jahr 1953 im Einsatz. Ab 1973 wurde er mit modernen und produktiveren dampf- bzw. luftbetriebenen Hämmern renoviert und wiederhergestellt (Nickel 1998, S. 298).

Kulturlandschaftliche Besonderheit
Jährlich richtet das Hammerwerk Stellershammer der Firma Leppe-Edelstahl zusammen mit dem Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer e.V. in Leverkusen-Schlebusch und dem Oelchenshammer im LVR-Industriemuseum in Engelskirchen die Nacht der Schmiedefeuer aus. Die Veranstaltung leistet einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung der Funktion eines Hammerwerkes, des Berufes eines Hammerschmiedes und der historischen Bedeutung von Hammerwerken als kulturelles Erbe im Rheinland.
Der Stellershammer bietet zusammen mit dem ehemaligen Wahlscheidshammer ein funktionales Ensemble der Wasserkraftnutzung im Leppetal.

Hinweis:
Das Objekt „Stellerhammer“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalverzeichnis der Stadt Lindlar 2011, Nr. 124).
Das Objekt „Stellerhammer“ ist Element des historischen Kulturlandschaftsbereiches Leppetal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Köln 405).

(Sabrina Ranke, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2019)

Internet
Firma Chr. Höver & Sohn GmbH & Co. KG 2019. (Zugriff: 02.05.2019)
Liste der Baudenkmäler in der Gemeinde Lindlar, 2011. (Zugriff: 02.05.2019)

Literatur

Nickel, Herbert (1998)
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg.. S. 298, Wiehl.

Stellershammer an der Leppe

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Oberleppe 28
Ort
51709 Lindlar
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1700 bis 1782, Ende 1953

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Stellershammer an der Leppe”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-282305 (Abgerufen: 24. August 2019)
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