Freiraumkonzept für den Verbindungswall des Danewerks

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Naturschutz, Raumplanung
Gemeinde(n): Busdorf
Kreis(e): Schleswig-Flensburg
Bundesland: Schleswig-Holstein
  • Der Wallgarten in Busdorf als Teil des Freiraumkonzeptes für den Verbindungswall des Danewerks (2015)

    Der Wallgarten in Busdorf als Teil des Freiraumkonzeptes für den Verbindungswall des Danewerks (2015)

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  • Blick vom Wallgarten auf den inwertgesetzten Wall des Danewerks als verbindendes Element in der Gemeinde Busdorf (2015)

    Blick vom Wallgarten auf den inwertgesetzten Wall des Danewerks als verbindendes Element in der Gemeinde Busdorf (2015)

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  • Blick vom Verbindungswall des Danewerks über die Bundesstraße 77 auf Wallgarten (Schulstraße) in Busdorf (2015)

    Blick vom Verbindungswall des Danewerks über die Bundesstraße 77 auf Wallgarten (Schulstraße) in Busdorf (2015)

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  • Neuangelegte Treppen am Halbkreiswall Haithabu im Zuge des Freiraumkonzeptes Busdorf (2015)

    Neuangelegte Treppen am Halbkreiswall Haithabu im Zuge des Freiraumkonzeptes Busdorf (2015)

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  • Blick vom südlichen Halbkreiswall in Haithabu auf die Treppen aus wetterfestem Cortenstahl (2015)

    Blick vom südlichen Halbkreiswall in Haithabu auf die Treppen aus wetterfestem Cortenstahl (2015)

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Das Freiraumkonzept in Busdorf dient dem denkmalpflegerischen Erhalt, der touristischen Erschließung und der Steigerung des Naherholungseffektes von Haithabu und Danewerk im Gemeindebereich von Busdorf. Die Maßnahmen umfassen eine Neuplanung und -gestaltung der bestehenden Erschließungselemente und des Walls mit seinem Umfeld. Mittels des 2011 eingereichten Konzepts werden eine touristische Inwertsetzung und eine erhöhte lokale Akzeptanz des Danewerks erreicht. Es entsteht eine durchgehende Verbindung des Erlebnisraums, der gestalterisch wie auch inhaltlich inszeniert wird. Folglich wird das bereits vorhandene Wissen über die Geschichte des Denkmals sicht- und erlebbar.

Umfeld Busdorf
Die Ortschaft Busdorf wird durch drei Elemente unterteilt: durch die infrastrukturellen Nord-Süd-Achsen der Bahnlinie und der Bundesstraße B 77 und durch die West-Ost-Achse des Verbindungswalls des Danewerks, die alle Entwicklungsgrenzen dargestellt haben müssen. Busdorf verfügt über verschiedene Orte des öffentlichen Interesses, z.B. den Skarthestein, das Museum Haithabu mit dem dazwischenliegenden Amtshaus, das evangelische Gemeindezentrum (Ansgarhaus) und die Schule am Magarethenwall. Mit dem Verlauf des Danewerks konnten diese Orte in Kombination mit den bestehenden Wegen vernetzt und durch neue Freiflächen und „Plätze“ im direkten Bezug zum Denkmal ergänzt werden.
Das Danewerk durchverläuft vier übergeordnete Stationen: Vom Westen das Biotop im Landschaftsschutzgebiet des Busdorfer Tals, den Magarethenwall, die zentrale Ortslage und den Verbindungswall.

Das Busdorfer Tal endet in einer eiszeitlichen Moränenkuppe. Die starken Höhenunterschiede (bis zu 25 Meter) werden durch relativ steile Treppenaufgänge überwunden. Ein Blick über das Tal wird jedoch durch die starke Bewaldung der Hangbereiche verhindert. Östlich des Tals ist der Magarethenwall bis zur anschließenden Bahnlinie in einer freien Knicklandschaft gut erlebbar. Ungewöhnlich ist der nicht-standortgerechte Nadelwald auf dem Wall. In der zentralen Ortslage ist der Verlauf des Walls nicht sichtbar. Erst gegenüber dem Amtshaus ist er in voller Länge sichtbar. Auf dem Weg Richtung Haithabu durchqueren unter anderem der Wikinger-Friesenweg und der Danewerk Fahrrad-Rundweg den alten Wall-Verlauf. Zudem werden Orte, wie das älteste Haus Busdorfs, zur touristischen Anlaufstelle und Teil des bedeutenden Denkmals „Danewerk und Haithabu“. Östlich der B 77 liegt der, durch seine dominante Größe, gut sichtbare Verbindungswall. Dieser verläuft geradewegs auf den Halbkreiswall zu und stellt einen guten Auftakt Richtung Haithabu dar.

Umsetzung
Da besonders die B 77 sowohl physisch als auch optisch das Danewerk und das Naturschutzgebiet unterbricht, sind die Wallstrecken, ihre Zusammenhänge und ihre kulturellen wie naturräumlichen Werte schwer zu erkennen. Um eine bessere Verbindung zwischen dem Ortskern Busdorfs und dem Wall zu schaffen, wurden Maßnahmen vorgenommen. Treppenaufgänge und Brücken wurden im Verlauf verbessert, um den Naturraum langfristig und schonend betretbar zu machen. Überdies konnten Aussichtspunkte und Ruheplätze entstehen. Durch gezielten Freischlag vom Baumbestand entstanden Orientierungsmöglichkeiten. Zudem wurden Sträucher und Schilder entfernt, um den Wall als solchen erkennbarer zu machen und um die verloren gegangene Sichtbeziehung zwischen den Wallabschnitten wieder herzustellen.
Weiter geplant ist unter anderem das Busdorfer Tal in einen „Feuchtgebiet-Park“ umzugestalten. Spielplätze, Empfangsgebäude, Cafés, Shops und sonstige Serviceeinrichtungen, rund um den Wall, sollen angeboten werden. Diese schaffen ein zusätzliches Touristenevent an der Danewerklinie, welches die Attraktivität steigert. Den Bewohnern wird außerdem ein Naherholungspotenzial geboten.
Diese Veränderungen sollen letztendlich den engen Zusammenhang zwischen Natur- und Denkmalschutz als ganzheitliches Kulturlandschaftsverständnis verdeutlichen.

(Raphaela Wegers, Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein, finanziert vom Förderverein des Amtes Haddeby in Zusammenarbeit mit dem Verein für Busdorfer Geschichte, 2017)

Quelle
Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein, Denkmalarchiv, Gesamtbeschreibung von Haithabu-Danewerk nach Andersen, H.H.

Internet
www.alsh.de: Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein - Welterbeantrag Haithabu und Danewerk (Abgerufen: 31.05.2017)
www.haithabu-danewerk.de: Haithabu und Danewerk (Abgerufen: 31.05.2017)
danewerk.busdorf.de: Freiraumkonzept Danewerk-Busdorf (Abgerufen: 18.09.2017)

Freiraumkonzept für den Verbindungswall des Danewerks

Schlagwörter
Ort
24866 Busdorf
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Denkmalpflege, Naturschutz, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Archäologische Prospektion
Historischer Zeitraum
Beginn 2011
Koordinate WGS84
54° 29′ 25,85″ N, 9° 33′ 15,55″ O / 54.49051°, 9.55432°
Koordinate UTM
32U 535906.75 6038240.04
Koordinate Gauss/Krüger
3535989.39 6040216.1

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Freiraumkonzept für den Verbindungswall des Danewerks”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-275670 (Abgerufen: 16. November 2018)
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