Alexanderkirche Zweibrücken

Alexanderskirche

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Gemeinde(n): Zweibrücken
Kreis(e): Zweibrücken
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 49° 14′ 50,09″ N: 7° 21′ 50,35″ O 49,24725°N: 7,36399°O
Koordinate UTM 32.380.933,62 m: 5.456.229,53 m
Koordinate Gauss/Krüger 2.599.353,40 m: 5.457.582,41 m
  • Nordostansicht der Alexanderskirche Zweibrücken bei Nacht. Vorgelagert ist ein kleiner Platz mit aus dem Asphalt sprudelnden Fontänen. In ihrer Form und Anlage führen sie die dreischiffige Kirche fort (2015).

    Nordostansicht der Alexanderskirche Zweibrücken bei Nacht. Vorgelagert ist ein kleiner Platz mit aus dem Asphalt sprudelnden Fontänen. In ihrer Form und Anlage führen sie die dreischiffige Kirche fort (2015).

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  • Blick auf den Turm im Südwesten der protestantischen Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Blick auf den Turm im Südwesten der protestantischen Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Blick von Süden auf die protestantische Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Blick von Süden auf die protestantische Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Südwestansicht des Kirchturms der protestantischen Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Südwestansicht des Kirchturms der protestantischen Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Das Nordportal der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Das Nordportal der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Das östliche Joch auf der Südseite mit Ansätzen von Bögen und Gewölbe der Alexanderkirche Zweibrücken (2018).

    Das östliche Joch auf der Südseite mit Ansätzen von Bögen und Gewölbe der Alexanderkirche Zweibrücken (2018).

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  • Epitaph für Amalie von Geispitzheim an der Südwand des zweiten Jochs von Osten in der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Epitaph für Amalie von Geispitzheim an der Südwand des zweiten Jochs von Osten in der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Grabmal des Ritters Friedrich von Eltz und Blieskastel und seiner Ehefrau Dorothea von Lewenstein an der Ostwand des südlichen Seitenschiffes der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Grabmal des Ritters Friedrich von Eltz und Blieskastel und seiner Ehefrau Dorothea von Lewenstein an der Ostwand des südlichen Seitenschiffes der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Epitaph zur Fürstengruft in der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Epitaph zur Fürstengruft in der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Grabplatte des Pfalzgrafen Johann Ludwig (gestorben 1647) im nördlichen Seitenschiff der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Grabplatte des Pfalzgrafen Johann Ludwig (gestorben 1647) im nördlichen Seitenschiff der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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  • Epitaph aus Schiefer mit goldenen Buchstaben in der südlichen Kapelle der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

    Epitaph aus Schiefer mit goldenen Buchstaben in der südlichen Kapelle der Alexanderkirche in Zweibrücken (2018).

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Seit ihrer Erbauung (1493-1510) ist die evangelische Alexanderskirche am oberen Ende der Hauptstraße eines der Wahrzeichen der Stadt Zweibrücken. Obwohl sie mehrfach zerstört wurde, wurde die Kirche immer wieder aufgebaut. Laut Überlieferung ließ der Zweibrücker Herzog Alexander (1490-1514) diese erste große Stadtkirche zum Dank für seine glückliche Heimkehr von einer Pilgerreise nach Jerusalem errichten. Die spätgotische, imposante Hallenkirche wurde das zentrale Gotteshaus der Stadt Zweibrücken und stellte einen wichtigen Schritt beim Ausbau Zweibrückens zur Residenzstadt dar. Als Baumeister gilt Philipp von Gmünd. In der 1510 eingeweihten und ab 1817 nach ihrem Erbauer benannten Alexanderskirche gab es zudem eine Fürstengruft, in der die Gebeine der Zweibrücker Herzöge und ihrer Angehörigen ihre letzte Ruhe finden sollten. In der Gruft wurden viele Mitglieder des Hauses Wittelsbach beigesetzt, unter anderem Pfalzgraf Ruprecht von Veldenz (1544) und der Zweibrücker Herzog, Pfalzgraf Gustav Samuel Leopold (1731). Aufgrund der Plünderungen und Zerstörungen der Kirche, unter anderem im Dreißigjährigen Krieg, den französischen Reunionskriegen, der Französischen Revolution und im Zweiten Weltkrieg, existiert diese bedeutende Wittelsbacher Grablege heute jedoch nicht mehr. Die von der Fürstengruft gefundenen Überreste ruhen seit 1955 in der vom letzten bayrischen Kronprinzen Rupprecht von Bayern gestifteten Wittelsbacher Gedenkstätte im nördlichen Seitenschiff.

Aufgrund der vielfachen Zerstörungen verwandelte die Kirche im Laufe der Jahrhunderte mehrfach ihr Gesicht: So errichtete etwa der Zweibrücker Hofarchitekt Johann Christian Ludwig Hautt 1756 einen neuen, barocken Kirchturm, der die Erscheinung des Bauwerks bis zum Zweiten Weltkrieg prägte. Nach 1945 wurde die Kirche jedoch mit einem einfacheren, nicht originalgetreuen Turm wieder aufgebaut. Noch 1904-1911 war die Alexanderskirche durch den Berliner Architekten Carl Doflein generalsaniert worden und zählte, auch aufgrund ihres prachtvollen gotischen Netzgewölbes, bis zu ihrer Zerstörung 1945 zu den bedeutendsten spätgotischen Kirchen im südwestdeutschen Raum. Wie die gesamte Zweibrücker Innenstadt wurde die Alexanderskirche am 14. März 1945 durch einen Bombenangriff völlig zerstört. Nach dem Krieg wurde sie stark vereinfacht von Otto Stahl und Richard Hummel wieder aufgebaut und am 26. Juni 1955 eingeweiht. Die Einteilung in drei Schiffe blieb im Inneren zwar erhalten, doch das kunstvolle Deckengewölbe wurde durch eine einfache Kassettendecke ersetzt.

(Felix Schmidt, regionalgeschichte.net, August 2014)

Literatur

Dellwing, Herbert (1982)
Protestantische Alexanderkirche Zweibrücken. Kunstführer Nr.1326. (Reihe: Kleine Kunstführer.) München [u.a.].
Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreisfreie Stadt Zweibrücken. o. O. Online verfügbar: Kulturdenkmäler Zweibrücken (GDKE, PDF 4,2MB), abgerufen am 23.03.2020
Hudlet, Richard B. (1993)
500 Jahre Alexanderskirche Zweibrücken 1493-1993. Betrachtung zur Geschichte einer Kirche und einer Stadt. Zweibrücken.
Pfälzischer Verschönerungsverein u.a. (Hrsg.) (1905)
Zweibrücken und seine Umgebung. (aus: Führer für Zweibrücken und Umgebung von Herm. Reiselt). In: Der Pfälzerwald (Organ des pfälzischen Verschönerungsvereins, des Pfälzerwald-Vereins u.a.m.), Zweibrücken.
Stolberg-Wernigerode, Otto zu (1969)
Neue deutsche Biographie. Band 8. Berlin. Online verfügbar: Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 05.07.2018

Alexanderkirche Zweibrücken

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Alexanderstraße 2
Ort
66482 Zweibrücken
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Denkmalpflege, Architekturgeschichte
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1953 bis 1956

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Alexanderkirche Zweibrücken”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-274562 (Abgerufen: 7. Februar 2023)
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