Gelände der Gartenschau in Kaiserslautern

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Kaiserslautern
Kreis(e): Kaiserslautern
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Blick auf den Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern im Frühling (2015).

    Blick auf den Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern im Frühling (2015).

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  • Luftaufnahme vom Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern (2015).

    Luftaufnahme vom Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern (2015).

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  • Blick auf das Brauhaus am Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern (2014).

    Blick auf das Brauhaus am Eingangsbereich der Gartenschau in Kaiserslautern (2014).

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Auf dem ehemaligen Gelände der Kammgarnspinnerei Kaiserslautern und des städtischen Schlachthofes öffnete im Jahr 2000 die erste rheinland-pfälzische Landesgartenschau ihre Pforten. Seitdem finden auf der etwa 20 Hektar großen Parkanlage immer wieder wechselnde Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Konzept der Gartenschau
Im Juli 1987 rief die Regierung des Landes Rheinland-Pfalz zur Bewerbung um die Ausrichtung der ersten rheinland-pfälzischen Landesgartenschau auf. Die kreisfreie Stadt Kaiserslautern bewarb sich daraufhin mit der Idee einer Gartenschau auf dem damals brachliegenden Gelände der Kammgarnspinnerei und des Schlachthofes. Nachdem im Februar 1988 die Entscheidung der Landesregierung zugunsten Kaiserslauterns gefallen war, startete einen Monat später ein offener Ideen- und Realisierungswettbewerb.
Neben dem Konzept für das Durchführungsjahr sollte auch ein Konzept für die dauerhafte Nutzung vorgelegt werden. Bereits im Juli desselben Jahres entschied eine Jury über den Gewinner des Wettbewerbs. Der Entwurf des Siegers diente in den nachfolgenden Monaten bis zur Eröffnung der Gartenschau als Grundlage für die Realisierungs- und Bauphase.

In einem Zeitraum von rund 3 Jahren wurden die Flächen der Kammgarn, des Schlachthofs, des Kaiserbergs und des Neumühleparks umgestaltet und für die Ausrichtung der Gartenschau vorbereitet.
Hierbei spielte das Gesamtkonzept der Gartenschau eine wichtige Rolle. Der Alte Schlachthof wurde saniert und zum Veranstaltungszentrum ausgebaut.
Die am Gelände vorbeiführende Bundesstraße B270 konnte verlegt werden. Dies war die Voraussetzung für den Beginn der Baumaßnahmen am Neumühlenpark. Der zur gleichen Zeit entstehende Japanische Garten in Kaiserslautern konnte in das Werbe- und Veranstaltungskonzept der Gartenschau integriert werden. Er wurde im April 2000 einen Tag später als die Landesgartenschau eröffnet.

Nach Ende einer sechsmonatigen Schauphase als Landesgartenschau wurde das Gelände für die Öffentlichkeit gesperrt. Ein halbes Jahr später, nachdem sich alle Unklarheiten in Bezug auf eine mögliche Nachnutzung geklärt hatten, wurde das Gelände wieder eröffnet. Es stand jetzt unter städtischer Trägerschaft als Gartenschau Kaiserslautern. In den Folgejahren wurde die Gartenschau immer wieder mit neuen Attraktionen versehen. So kamen 2002 die lebensgroßen Dinosauriermodelle hinzu. Sie sind über das gesamte Gelände verteilt und wurden zum Markenzeichen der Gartenschau. Ein weiteres Beispiel für neue Ausstellungselemente ist die jährlich wechselnde Legoausstellung, die in Kooperation mit der Internationalen Gemeinschaft der Legofreunde ermöglicht wird.

Gelände der Gartenschau
Die topographische Lage machte eine Zweiteilung des Gartenschaugeländes notwendig. So entstand im Tal ein eher lebendiger Teil mit vielen Aktivitäten, während sich oben auf dem Kaiserberg ein der Entspannung dienender Bereich entwickelte. Von dort ist eine gute Aussicht über die Stadt Kaiserslautern gegeben.
Eine in Südwestdeutschland einzigartige Weidenkirche wurde auf dem Kaiserberg errichtet. Hier werden unter anderem Führungen durch den biblischen Garten angeboten. Auch das „Grüne Klassenzimmer“ befindet sich auf dem Kaiserberg. Das Herzstück der Gartenschau, der Neumühlepark, liegt unten im Tal. Dort startet der Dinosaurier-Lehrpfad und in einem Neubau im Neumühlepark sind eine Gaststätte und angrenzend daran eine Adventure-Golfanlage mit 18 Bahnen entstanden. Zudem befinden sich im Neumühlepark verschiedene Spielplätze, darunter auch ein Wasserspielplatz und eine Skateranlage.

Vor allem das Konzept, mit dem die Gartenschau betrieben wird, ist etwas Besonderes. Sie wird von der gemeinnützigen Integrationsgesellschaft Kaiserslautern mbH (iKL), einer Tochtergesellschaft der Stadt Kaiserslautern und der Lebenshilfe Westpfalz e.V., unterhalten. Die iKL bietet fast 50 Menschen mit Behinderungen eine berufliche Chance.

Räumliche Lage und Erreichbarkeit
Die Gartenschau Kaiserslautern liegt nordwestlich der Kaiserslauterer Innenstadt im Bereich einer Engstelle des Lautertals. Die etwa 1 km entfernte Fußgängerzone ist fußläufig in etwa 15 Minuten erreichbar.
Die Gartenschau ist ab der Autobahnausfahrt der A6 ausgeschildert. Rund um das Gartenschaugelände liegen mehrere Parkplätze und Eingänge. Der Haupteingang ist von der Lauterstraße zugänglich.

(Andrea Melzer, ZukunftsRegion Westpfalz, 2017)

Internet
www.gartenschau-kl.de: Integrationsbetrieb Gartenschau Kaiserslautern - Info und Service (abgerufen 17.10.2017)
www.kaiserslautern.de: Gartenschau Kaiserslautern (abgerufen 17.10.2017)

Literatur

Feser, Hans-Dieter; Wüst, Hanns Stephan (2002)
Endbericht der interdisziplinären Begleituntersuchung „Regionale und kommunale Effekte der Landesgartenschau Kaiserslautern 2000“. Kaiserslautern.
Klag-Ritz, Eva (2015)
Pfälzer Gartenschau. Ludwigshafen.

Gelände der Gartenschau in Kaiserslautern

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Lauterstraße 51
Ort
67659 Kaiserslautern
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 2000
Koordinate WGS84
49° 26′ 57,85″ N, 7° 45′ 18,04″ O / 49.4494°, 7.75501°
Koordinate UTM
32U 409761.62 5478160.57
Koordinate Gauss/Krüger
3409800.97 5479912.69

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„Gelände der Gartenschau in Kaiserslautern”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-272379 (Abgerufen: 16. August 2018)
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