Wetterkreuz beim Mundhardterhof in Wachenheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Wachenheim an der Weinstraße
Kreis(e): Bad Dürkheim
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Wetterkreuz in Wachenheim (2017)

    Wetterkreuz in Wachenheim (2017)

    Copyright-Hinweis:
    Holderle, Anne-Sophie / Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
    Fotograf/Urheber:
    Anne-Sophie Holderle
    Medientyp:
    Bild
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  • Wetterkreuz in Wachenheim (2017)

    Wetterkreuz in Wachenheim (2017)

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    Holderle, Anne-Sophie / Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd
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    Anne-Sophie Holderle
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Das Wetterkreuz bei Wachenheim wurde im Jahr 1513 von den dortigen Winzern auf einer Erhöhung gegenüber dem Mundhardterhof aus Sorge um ihre Weinberge errichtet. Es wurde im Jahre 1522 das erste Mal urkundlich erwähnt.

Die Inschrift in gotischer Minuskelschrift ist wie folgt zu lesen:
„Sanct / hannes / O ihesum maria behid /
us sa’ lucas sanct marcus / Sanct matteus / 1513“


In Hochdeutsch:
„Sankt / Johannes / O Jesus Maria behütet /
uns Sankt Lukas Sankt Markus / Sankt Matheus / 1513“


Das Wetterkreuz ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen (Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP 2016).

Zerstörung und Instandsetzung
Während des Zweiten Weltkrieges ist dieses Kreuz in den letzten Kriegstagen von einem verirrten Geschoss getroffen und stark beschädigt worden. Im Jahr 1952 wurde das beschädigte obere Teil des Kreuzes erneuert. Deshalb wird bezweifelt, dass die heutige Inschrift der ursprünglichen Inschrift entspricht.
Das Zeichen, das sich unter der Jahreszahl befindet, wird als Steinmetzzeichen gedeutet. Der Drachenfelsclub Bad Dürkheim hat das Grundstück als Eigentum erworben, das Kreuz instand gesetzt und pflegt es bis heute.

Hintergründe der Aufstellung
Die Weinberge am Haardtrand wurden häufig von Unwettern heimgesucht. Eine vernichtete Ernte konnte den gesamten Einnahmeverlust eines Jahres für einen Weinbaubetrieb bedeuten. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Bittprozessionen zu den Wetterkreuzen als fromme Praxis gepflegt wurden. Auch konnte man an einem freien Tag oder am Abend zu diesen Kreuzen wandern und um Hilfe gegen Unwetter und Krankheiten beten und Gottes Hilfe erflehen.

(Anne-Sophie Holderle, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (2016)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Bad Dürkheim. S. 95, Mainz.
Kiefer, Armin (2016)
Die Wetterkreuze am Haardtgebirge. (unveröffentlichtes Manuskript). S. 1-2, Sankt Martin.

Wetterkreuz beim Mundhardterhof in Wachenheim

Schlagwörter
Ort
67157 Wachenheim
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1513
Koordinate WGS84
49° 26′ 45,71″ N, 8° 09′ 50,75″ O / 49.44603°, 8.1641°
Koordinate UTM
32U 439408.06 5477376.76
Koordinate Gauss/Krüger
3439459.18 5479128.65

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„Wetterkreuz beim Mundhardterhof in Wachenheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271254 (Abgerufen: 16. August 2018)
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