Bildstock im Immengarten

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Maikammer
Kreis(e): Südliche Weinstraße
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Gesamtansicht des Bildstocks im Immengarten (2017).

    Gesamtansicht des Bildstocks im Immengarten (2017).

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    Anne-Sophie Holderle
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    Anne-Sophie Holderle
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Der aus rotem Sandstein gefertigte Bildstock steht in der Gewanne im Immengarten (Ecke Immengarten / Blumenstraße) in der Ortsgemeinde Maikammer. Der Bildstock wurde im Jahr 1699 errichtet. Der Jahreszahl nach ist es der älteste Bildstock in Maikammer. Sockel und Stele des Bildstocks sind mit einer Eisenklammer verbunden. Der Bildstock ist 2,20 Meter hoch und besitzt ein Kopfteil in gotischer Form (geschweifter Kielbogen). In der Nische ist eine Maria aus Holz zu sehen, die schützend das Jesuskind an sich drückt. Noch im Jahre 1972 befand sich in der Nische ein Muttergottesbild (Weinmann 1973). Auf der Stele befindet sich die Inschrift:

„1699 / HMK“


Unter der Inschrift ist ein Metzgerzeichen angebracht. Ob sich hinter dieser Abkürzung der Name Johannes Michael Kuhn verbirgt, der im Jahr 1699 erwähnt wird, muss offen bleiben (Wittner 1986). Wohl näher liegt die Deutung Johann Matthäus Kühn (* 05. Februar 1656 † 30. März 1720), der als Bürgermeister im Jahr 1688-89 wirkte. Kühn war auch als Metzger bekannt. Ein Schlußstein am Hinterhaus der Weinstraße Nr. 24 in Maikammer zeigt die Initialen HMK. Das Haus befand sich im Besitz von Johann Matthäus Kühn (Schäfer 2015, Seite 475).

Der Bildstock ist als Einzeldenkmal in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz eingetragen (Generaldirektion Kulturelles Erbe RLP 2017).

Im Immengarten
Zum Flurnamen im Immengarten: Im mittelhochdeutschen bedeutet imbe Biene. Somit könnten Wildbienen das Namensmotiv gewesen sein (Zweck-Halfer 1992). Hier waren Bienenstöcke aufgestellt. Früher stand der Bildstock in der südlich angrenzenden Gewanne ober der Spreißelgasse. Die Spreißelgasse war früher ein Feldweg durch die Spreißelwiesen (Leonardt 1928). Heute sind beide Gewannen bebaut.

(Anne-Sophie Holderle, Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd, 2017)

Literatur

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (2017)
Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler - Kreis Südliche Weinstraße. S. 70, Mainz.
Leonardt, Johannes (1928)
Geschichte von Maikammer-Alsterweiler. Maikammer.
Weinmann, Fred (1973)
Steinkreuze und Bildstöcke in der Pfalz. S. 45, Nr. 85, Nürnberg.
Wittmer, Richard (2000)
Die Flur von Maikammer-Alsterweiler: Ihre Namen und steinernen Zeugen in Geschichte und Geschichten. S. 104, 198-199, Maikammer.
Wittner, Heinz R. (1986)
Maikammerer Familiennamen. In: Damm Johannes/Treptow Hans: Chronik von Maikammer und Alsterweiler Teil 2 ab 1928, Maikammer.
Zweck, Carina und Halfer, Manfred (1992)
Von der Musehelde zur Mäushöhle. Die Weinlagen der Pfalz. Herkunft und Deutung ihrer Namen. Schriften zur Weinkultur. Deidesheim.

Bildstock im Immengarten

Schlagwörter
Ort
67487 Maikammer
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1699
Koordinate WGS84
49° 18′ 12,77″ N, 8° 08′ 2,35″ O / 49.30355°, 8.13398°
Koordinate UTM
32U 437043.65 5461561.4
Koordinate Gauss/Krüger
3437093.93 5463307.04

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„Bildstock im Immengarten”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271229 (Abgerufen: 15. August 2018)
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