Villa Wuppermann in Schlebusch

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Leverkusen
Kreis(e): Leverkusen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Frontansicht der Villa Wuppermann im Sommer 2017

    Frontansicht der Villa Wuppermann im Sommer 2017

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    Hannah Brüggemann / NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln
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  • Eingang der Villa Wuppermann

    Eingang der Villa Wuppermann

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  • Seitenansicht der Villa Wuppermann

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  • Ansicht der Villa Wuppermann mit Auffahrt

    Ansicht der Villa Wuppermann mit Auffahrt

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Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ließen sich Unternehmer im heutigen Leverkusen und Umgebung nieder. Neben Bayer mit den Werken in Wiesdorf, der Familie Kuhlmann mit der Sensenfabrik in Schlebusch auch die Familie Wuppermann mit einem Walzwerk in Manfort.

Christoph Andreae, ein bedeutender Verleger-Unternehmer der Region, kaufte im Jahr 1844 ein Grundstück an der Dhünn, welches zu den Ländereien um Morsbroich gehörte. Elf Jahre später errichtete er hier einen Sommersitz im Stil eines Schweizer Landhauses. Das Holzhaus weist die typischen flachen Dächer auf, die weit über die Wand hinausragen sowie Veranden und Balkone. Zahlreiche feine Schnitzereien zieren die hölzernen Balustraden und Balken. Über die Jahre hinweg wurde es immer wieder in kleinen Teilen umgebaut und erweitert.

Christoph Andreaes Witwe Wilhelmine verkaufte die Villa 1885 einem guten Bekannten, dem Unternehmer Heinrich Theodor Wuppermann. Dieser baute sie aus und stattete das ganze Haus mit einem Heizungssystem aus. Drei Jahre nach dem Tod seiner Mutter bezog Carl Heinrich Wuppermann 1920 die Villa und ließ sie rundum renovieren. Sie blieb bis 1987 im Besitz der Familie und wurde zuletzt als Bürogebäude der Firma Wuppermann genutzt. Die städtische Tochtergesellschaft der Stadt Leverkusen JOB Service Leverkusen gGmbH hat die Betriebsführung des Bürgerzentrums Villa Wuppermann nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen im Juli 2008 übernommen. Die Villa steht unter Denkmalschutz (Leverkusen, Nr. 101).

Zeitgleich mit dem Bau des Landsitzes entstand um die Villa herum ein großer Garten im Stil eines englischen Landschaftsparks. Die Sommerhäuser dienten den wohlhabenden Besitzern als Rückzugs- und Erholungsort außerhalb der engen, lauten und schmutzigen Städte. Die Umgebung sollte möglichst idyllisch und makellos sein und spiegelte die Idealvorstellung von Landschaft wieder. Im Gegensatz zu Barockgärten, in denen die Wege stets geradlinig auf das Hauptgebäude zulaufen, schlängeln sie sich im englischen Landschaftspark mit zahlreichen Kurven durch das Gelände. Für Besucher des Gartens stand der Aufenthalt in der Natur im Vordergrund. Auf dem Gelände um die Villa Wuppermann befanden sich ursprünglich noch ein Gewächs- sowie ein Gartenhaus, beide sind jedoch nicht erhalten geblieben.

(Hannah Brüggemann, NABU-Naturschutzstation Leverkusen - Köln, erstellt im Rahmen des LVR-Netzwerk Kulturlandschaft, 2017)

Internet
www.rp-online.de: Es geht rund im Wuppermannpark (RP-Online vom 29.06.2010, abgerufen 16.05.2017)
www.villawuppermann.de: Einst Fabrikantenvilla - heute Bürgerzentrum (abgerufen 04.05.2017)

Literatur

Galerie + Schloss e.V. (2009)
UnternehmerVillen - UnternehmerWillen. Bergisch Gladbach.

Villa Wuppermann in Schlebusch

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Mülheimer Straße 14
Ort
51375 Leverkusen - Schlebusch
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1850
Koordinate WGS84
51° 01′ 53,68″ N, 7° 02′ 43,65″ O / 51.03158°, 7.04546°
Koordinate UTM
32U 362949.21 5655154.22
Koordinate Gauss/Krüger
2573381.42 5655679.93

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„Villa Wuppermann in Schlebusch”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-271126 (Abgerufen: 19. Juni 2018)
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