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Ein eisernes Kreuz bildet das Kriegerdenkmal von 1861. Es erinnert an ein Massengrab überwiegend französischer Soldaten der napoleonischen Armee (2024).
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Martina Gelhar / CC BY 4.0
Fotograf/Urheber:
Martina Gelhar
Medientyp:
Bild
Das Ehrendenkmal bzw. Kriegerdenkmal von 1861 befindet sich auf dem Französischen Friedhof, auch Soldatenfriedhof der napoleonischen Kriege genannt und ist ein Massengrab für überwiegend französische Soldaten der napoleonischen Armee. Die dort bestatteten Personen waren überwiegend Lazarettpatienten, die infolge einer Typhuserkrankung verstarben. Die Anlage dient zugleich als Erinnerungs- und Ehrenstätte für die Opfer der napoleonischen Kriege.
Die Grabanlage befindet sich im Milchborntal im heutigen Bergisch Gladbacher Stadtteil Sand, nahe der Grenze zu Bensberg und am südwestlichen Rand der Hardt. In unmittelbarer Nähe liegt der sogenannte Kaiserliche Kirchhof. Die verstorbenen Soldaten stammten überwiegend aus den Lazaretten des Schlosses Bensberg, das während der Kriegszeiten als Militärhospital genutzt wurde.
Historischer Hintergrund und Zweck der Anlage Das Bergische Land war in den Jahren 1793/94 sowie 1813/15 Schauplatz zweier militärischer Auseinandersetzungen gegen Frankreich. Während der Koalitionskriege gegen die französischen Revolutionsarmeen sowie der Befreiungskriege gegen Napoleon diente Schloss Bensberg als Lazarett für Verwundete beider Kriegsparteien. Zahlreiche Soldaten starben dort an Typhus. Aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr wurden die Toten außerhalb der Siedlungsgebiete auf einer offenen Heidefläche in der Nähe des Milchborntals beigesetzt. Schätzungen zufolge fanden dort etwa 4000 französische Soldaten ihre letzte Ruhestätte. Die Grabanlage entstand im Zusammenhang mit der Erinnerungskultur des 19. Jahrhunderts. Nach der Einweihung des Kaiserlichen Kirchhofs im Jahr 1854 setzte sich der neue Kommandant des Kadettenhauses Bensberg, Oberstleutnant Friedrich Sylvius Ferdinand von Malachowski, für eine besondere Würdigung der dort begrabenen französischen Soldaten ein. Daraufhin wurde ein Ehrenmal errichtet. Im Jahr 1862 stiftete der aus Lüttich stammende Ingenieur Adrian Müller ein großes eisernes Grabkreuz mit der französischen Inschrift: „Aux soldats français, enterrés ici en 1813. Un Compatriote.“ (Übersetzung: Den französischen Soldaten, die hier im Jahr 1813 beerdigt wurden, widmet ein Landsmann dieses Kreuz) (Quelle: de.wikipedia.org: Französischer Kirchhof).
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Empfohlene Zitierweise
Polina Snopkov (2026): „Denkmal und Soldatenfriedhof der napoleonischen Kriege”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-266667 (Abgerufen: 12. Mai 2026)
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