Siedlung Frankenplatz

Pelerinenviertel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Wuppertal
Kreis(e): Wuppertal
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
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Verortung
Die Siedlung Frankenplatz ist in den Wuppertaler Stadtteil Ostersbaum in Elberfeld eingebunden. Sie befindet sich am nördlichen Hang der Hardt und liegt somit in direkter Nachbarschaft der Grünanlage, die mit dem Bismarck- und Elisenturm und dem Botanischen Garten als Naherholungsgebiet einlädt. Die unter Denkmalschutz stehenden Häuser erstrecken sich über die Frankenstraße, Friesenstraße, Gotenstraße und fünf Häuser der Burgunderstraße. Die Straßen sind der Topographie angepasst, im Zentrum der Siedlung liegt der Frankenplatz.

Kulturlandschaftliche Besonderheit
Bei der Siedlung Frankenplatz handelt es sich um eine drei- bis viergeschossige Blockbebauung mit überwiegend geschlossenen Häuserzeilen. 43 Mietshäuser mit 243 Wohnungen und 39 Eigenheime mit 73 Wohnungen zählen dazu. Der Wohnblock ist durch architektonische Einfachheit geprägt. Die Fassaden sind verputzt, weisen teilweise klassizistische Stilformen auf und der überwiegende Teil der Häuser hat ein einseitig gewalmtes Satteldach. Außerdem haben die Reihenhäuser einen schlichten architektonischen Stil, der sich in einem durchlaufenden Brüstungs- und Sturzgesims und wenig ausgeschmückten Umrahmungen der Fenster und Eingangstüren widerspiegelt (Stadt Wuppertal 2017). Allerdings verfolgte der Gemeinnützige Verein das Gartenstadtprinzip, sodass die Siedlung in einem ästhetischen Erscheinungsbild überzeugt. Dazu dienen die kleinen Vorgärten sowie relativ großzügige Gärten im Innenhof und der begrünte, offen gehaltene Frankenplatz im Zentrum der Siedlung (Stadt Wuppertal 2017).

Historische Entwicklung
Die Mietshäuser rund um den Frankenplatz wurden zwischen 1912 bis 1925 gebaut. Auftraggeber war der 1910 gegründete „Gemeinnützige Bauverein e.G.m.b.H. zu Elberfeld“. „Auf dem Bredt“ ließen sie vom Architekten Clemens Julius Mangner Mietshäuser mit bescheidenen architektonischen Mitteln errichten, die sowohl Beamten als auch ärmeren Bevölkerungsschichten als preiswerte, aber gute Wohnungen dienen sollten (Stadt Wuppertal 2017).
Der Frankenplatz ist den Wuppertalern besser unter dem Namen Pelerinenviertel bekannt. Der Name stammt von den Postbeamten, die um 1910 in dem Viertel lebten und den Beamtenwohnungsbauverein, den Vorläufer des Gemeinnützigen Vereins, gründeten. Die damaligen Postbeamten trugen ärmellose Umhänge, die sie vor Regen schützen sollten, die sogenannten Pelerinen. Heute ist in dem Namen der „Pelerinentreppe“ die geschichtliche Verankerung des Viertels erkennbar (Westdeutsche Zeitung 2013). Darüber hinaus findet seit 1992 jährlich ein Stadtteilfest auf dem Frankenplatz statt, das sogenannte Pelerinenfest.

Hinweis
Das Objekt „Siedlung Frankenplatz in Wuppertal“ ist wertgebendes Merkmal des historischen Kulturlandschaftsbereiches Wuppertal (Kulturlandschaftsbereich Regionalplan Düsseldorf 165).

(Sabrina Ranke, LVR-Abteilung Kulturlandschaftspflege, 2017)

Internet
www.wz.de: Vor mehr als 100 Jahren bauten Postbeamte dort Wohnungen (Westdeutsche Zeitung vom 11.102013, abgerufen 28.03.2017)
www.wuppertal.de: Denkmalliste-Online der Stadt Wuppertal (abgerufen 28.03.2017)

Siedlung Frankenplatz

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Frankenstraße
Ort
42107 Wuppertal - Ostersbaum
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1912 bis 1925
Koordinate WGS84
51° 15′ 54,23″ N, 7° 09′ 37,66″ O / 51.26506°, 7.16046°
Koordinate UTM
32U 371661.82 5680908.93
Koordinate Gauss/Krüger
2581038.5 5681775.08

Empfohlene Zitierweise

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Empfohlene Zitierweise
„Siedlung Frankenplatz”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-266556 (Abgerufen: 21. Mai 2018)
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