Strukturreiche, magere Hangweide im Naturschutzgebiet „Breibachtal“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Kürten
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gelbe Aspekte des Hornklees auf einer Magerweide bei Kürten-Kettenberg (2015)

    Gelbe Aspekte des Hornklees auf einer Magerweide bei Kürten-Kettenberg (2015)

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  • Ameisenhügel der Gelben Wiesenameise (2015)

    Ameisenhügel der Gelben Wiesenameise (2015)

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  • Zypressen-Wolfmilch auf einer Magerweide am Rande des Breibachtales (2016)

    Zypressen-Wolfmilch auf einer Magerweide am Rande des Breibachtales (2016)

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  • Hauhechel auf einer Magerweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

    Hauhechel auf einer Magerweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

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  • Hangweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

    Hangweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

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  • Nesthügel der Gelben Wiesenameise auf einer Hangweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

    Nesthügel der Gelben Wiesenameise auf einer Hangweide bei Kürten-Kettenberg (2016)

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  • Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

    Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

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Diese nach Süden hin exponierte, steile Hangweide am Rande des Naturschutzgebietes „Breibachtal“ zeichnet sich unter anderem durch das Vorkommen von wärmeliebenden Arten aus. Hierzu zählen beispielsweise die Gelbe Wiesenameise, die Zypressen-Wolfsmilch und der Hauhechel. Reichlich blühen hier auch die Wiesen-Margerite und der Hornklee.

Die interessanten, zum Teil von Pflanzen bewachsenen Buckel, die auf der ganzen Fläche verteilt sind, stammen von der Gelben Wiesenameise. Es handelt sich dabei um deren Nester. Diese Ameisenart ernährt sich fast ausschließlich von Honigtau, den sie durch Läuse, die sich an den Wurzeln von Pflanzen befinden, erhält. Auf der Nahrungssuche kommt die Gelbe Wiesenameise nur selten an die Erdoberfläche, weshalb man fast vergeblich nach Ausgängen an den Nestern sucht. Besonders bemerkenswert: Durch den Bau ihrer Hügelnester gestaltet die Gelbe Wiesenameise die Landschaft mit und schafft neue Kleinstlebensräume. Gleichzeitig ist das Abweiden der Hügelkuppen durch das Vieh eine willkommene Pflege für diese wärmeliebende Insektenart.

Die Zypressen-Wolfmilch hat wie alle Wolfsmilchgewächse einen weißen Milchsaft. Dieser enthält den giftigen Stoff Phorbin, der Fressfeinde abhalten soll. Die Blüten der Wolfmilchsgewächse werden auch Scheinblüten oder Cyathium (griechisch kyathion = kleiner Becher) genannt, da die „Blütenhülle“ nicht aus den Kronblättern, sondern aus becherartig verwachsenen Hochblättern gebildet wird. Definitionsgemäß setzt sich eine Blüte aus Kelch-, Kron- und Staubblättern sowie dem Fruchtknoten zusammen. Kelch- und Kronblätter fehlen hier jedoch und die stark reduzierte Blüte besteht nur noch aus einem Fruchtknoten und einem Staubblatt. Die Zypressen-Wolfsmilch gedeiht gut auf trockenen, sonnigen Standorten. Ihre Samen werden oft durch Ameisen verbreitet, weshalb der untere Saum von Ameisenhaufen oder -erdnestern häufig dicht mit dieser Wolfsmilchart besetzt ist.

Der Dornige Hauhechel zählt ebenfalls zu einer der Besonderheiten dieser Hangweide. Der bis zu 80 cm hohe Halbstrauch hat rosa Schiffchenblüten. Die Pflanze ist ein Magerkeits- und Weidezeiger, der auf sonnige Standorte wie diesen angewiesen ist. Das Vieh meidet ihn auf Grund seiner Dornen an den Stängeln.

(Biologische Station Rhein-Berg, 2016. Erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – HEUland“. Ein Projekt der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege.)

Literatur

Bellmann, H. (2009)
Der neue Kosmos Insektenführer. Stuttgart.
Düll, Ruprecht; Kutzelnigg, Herfried (2011)
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder - die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. Wiebelsheim.

Strukturreiche, magere Hangweide im Naturschutzgebiet „Breibachtal“

Schlagwörter
Ort
Kürten - Breibach
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Kein
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung, Fernerkundung
Koordinate WGS84
51° 02′ 14,51″ N, 7° 15′ 6,96″ O / 51.03736°, 7.25193°
Koordinate UTM
32U 377441.37 5655433.9
Koordinate Gauss/Krüger
2587854.07 5656549.67

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„Strukturreiche, magere Hangweide im Naturschutzgebiet „Breibachtal“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-262035 (Abgerufen: 20. August 2018)
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