Synagoge Meckenheim

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde
Gemeinde(n): Meckenheim (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Rhein-Sieg-Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Der 1984 errichtete Gedenkstein zur Erinnerung an die frühere Meckenheimer Synagoge in der heutigen Professor-Scheeben-Straße am Synagogenplatz (2011).

    Der 1984 errichtete Gedenkstein zur Erinnerung an die frühere Meckenheimer Synagoge in der heutigen Professor-Scheeben-Straße am Synagogenplatz (2011).

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Die jüdische Gemeinde Meckenheim seit dem frühen 19. Jahrhundert:
Seit Ende des 16. Jahrhunderts sind Juden in Meckenheim bezeugt. 1888 lag ihr Bevölkerungsanteil bei vier Prozent (150 Personen). Seit 1869 bildeten die Meckenheimer Juden eine Filialgemeinde in der Synagogengemeinde des Kreises Rheinbach. 1932 waren Arzdorf, Ersdorf und Altendorf angeschlossen.
Gemeindegröße um 1815: 36 (1808) / etwa 50 (1817), um 1880: 132 (1885), 1932: 86 / 57 (1933), 2006: – (vorstehende Angaben nach Reuter 2007).
Ferner 1808/09: 51, 1854: 84, 1872: 122, 1888: 150, 1895: 143, 1905: 100, 1911: 88, 1933: 65 und 1939: 26 Gemeindemitglieder (de.wikipedia.org, ohne Nennung der Quelle)

Bethaus / Synagoge: 1843 wird eine „Judenschule“ genannt. 1870 konnte eine eigene Synagoge eingeweiht werden, die auch von den Juden in Altendorf, Adendorf, Arzdorf und Ersdorf aufgesucht wurde. Das Gotteshaus wurde 1938 verwüstet, kurz danach verkauft und 1945 durch Bomben zerstört (Reuter 2007).

Direkt vor der kleinen Synagoge errichtete die jüdische Gemeinde 1883 zur Straße hin ein Gebäude für die Religionsschule: „Seit 1865 wurde ein Kantor und Religionslehrer beschäftigt. Die jüdischen Kinder erhielten den Elementarunterricht an der christlichen Knaben- und Mädchenschule. Ab 1888 musste die jüdische Religionsschule in Rheinbach besucht werden.“ (de.wikipedia.org)
„Die Synagoge (…) war ein schlichtes Gebäude, das für 70 Personen (einschließlich der Frauenempore) Platz hatte. Zwischen der davor stehenden Schule und der Synagoge bestand im ersten Stock eine drei Meter lange Brücke. Am 10. November 1938 wurde das Mobiliar der Synagoge zerstört und danach wurde auf Druck des Staates das Gebäude an die benachbarte Baumaterialienhandlung verkauft und zu einem Lagerraum umgebaut. Bei einem Bombenangriff Anfang März 1945 wurden die Synagoge, das ehemalige jüdische Schulhaus und die benachbarten Gebäude zerstört.“ (ebd.)

1984 wurde ein Gedenkstein am Meckenheimer Synagogenplatz in der nach dem in Meckenheim geborenen katholischen Theologen Matthias Joseph Scheeben (1835-1888) benannten Professor-Scheeben-Straße eingeweiht. Die Inschrift des Mahmals stammt aus dem biblischen Buch Jesaja, sie lautet:
„Denn mein Haus soll Bethaus heißen für alle Völker, Jes. 56.7“

(LVR-Redaktion KuLaDig, 2016)

Internet
de.wikipedia.org: Jüdische Gemeinde Meckenheim (abgerufen 19.10.2016)

Literatur

Flink, Klaus (1972)
Meckenheim. (Rheinischer Städteatlas, Lieferung I, Nr. 3.) S. 3, Bonn.
Jehle, Manfred (1998)
Die Juden und die jüdischen Gemeinden Preußens in amtlichen Enquêten des Vormärz, 4 Teile. (Einzelveröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin 82.) S. 1290, München.
Pracht, Elfi (1997)
Jüdisches Kulturerbe in Nordrhein-Westfalen, Teil I: Regierungsbezirk Köln. (Beiträge zu den Bau- und Kunstdenkmälern im Rheinland 34.1.) S. 534-537, Köln.
Reuter, Ursula (2007)
Jüdische Gemeinden vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. (Geschichtlicher Atlas der Rheinlande, VIII.8.) Bonn.

Synagoge Meckenheim

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Professor-Scheeben-Straße / Synagogenplatz
Ort
53340 Meckenheim
Fachsicht(en)
Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1870, Ende 1938 bis 1945
Koordinate WGS84
50° 37′ 24,25″ N, 7° 01′ 19,69″ O / 50.6234°, 7.02213°
Koordinate UTM
32U 360098.92 5609814.05
Koordinate Gauss/Krüger
2572373.76 5610251.32

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„Synagoge Meckenheim”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-256255 (Abgerufen: 19. August 2018)
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