Konventsaal des Liebfrauenstifts Oberwesel

Kapitelhaus

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Oberwesel
Kreis(e): Rhein-Hunsrück-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 06′ 14,09″ N: 7° 43′ 48,57″ O 50,10391°N: 7,73016°O
Koordinate UTM 32.409.191,87 m: 5.550.956,57 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.409.230,66 m: 5.552.737,45 m
  • Liebfrauenkirche in Oberwesel (2016): Die Liebfrauenkirche wird aufgrund des rot gestrichenen Bruchsteins häufig auch als „rote Kirche“ bezeichnet und ragt hoch und schlank über die Dächer von Oberwesel.

    Liebfrauenkirche in Oberwesel (2016): Die Liebfrauenkirche wird aufgrund des rot gestrichenen Bruchsteins häufig auch als „rote Kirche“ bezeichnet und ragt hoch und schlank über die Dächer von Oberwesel.

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Bei dem Kapitelhaus, welches auch als Konventssaal bezeichnet wird, handelt es sich um ein zweigeschossiges, annähernd quadratisches Gebäude (Länge: 8 Meter, Breite: 8, 05 Meter, Höhe: 9,6 Meter), welches zwischen der Liebfrauenkirche und der sich im Westen anschließenden Michaelskapelle zu verorten ist.

Ursprünglich handelte es sich um eine Tordurchfahrt in der Stadtmauer, über die nachträglich ein Kapitelsaal bzw. Konventssaal errichtet wurde. Hiervon zeugen heute lediglich noch die Mauerreste.

Die Tordurchfahrt an der Südfassade wurde durch eine breite Spitzbogenöffnung repräsentiert und war ebenso wie die Liebfrauenkirche und die Michaelskapelle Teil der Stadtmauer. Demnach wurde die Spitzbogenöffnung als Stadttor genutzt. Somit übernahm das Kapitelhaus unter anderem auch die Funktion des Torhauses. Auch in die Nordwand wurde eine spitzbogige Tordurchfahrt als Durchgang eingelassen.
Sowohl die Westwand der Liebfrauenkirche als auch die Ostwand der Michaelskapelle dienten dem Konventssaal als Seitenwände. An der Südwand ließen sich einst Kreuzstockfenster mit einem Segmentbogen aus Backstein ausmachen.

In dem hochgelegenen Konventssaal, der vom Turm der Liebfrauenkirche und von der Michaelskapelle aus betretbar war und somit ein wichtiges Verbindungsglied darstellt, versammelten sich einst die Stiftsherren, um über wirtschaftliche sowie seelsorgerliche Angelegenheiten zu beraten.

(Anne Gasper, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Literatur

Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (1997)
Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises. Teil 2.2: Ehemaliger Kreis St. Goar. Stadt Oberwesel. S. 417-423, München u. Berlin.
Schwarz, Anton (2000)
Eine Zeitreise durch Oberwesel. Historischer Stadtführer. S.74f., Dielheim.

Konventsaal des Liebfrauenstifts Oberwesel

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Mainzer Straße / Rhinelanderweg
Ort
55430 Oberwesel
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1213 bis 1250

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Anne Gasper: „Konventsaal des Liebfrauenstifts Oberwesel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-255249 (Abgerufen: 25. Mai 2024)
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