Wohnhaus Liebfrauenstraße 17 Oberwesel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Oberwesel
Kreis(e): Rhein-Hunsrück-Kreis
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Koordinate WGS84 50° 06′ 19,48″ N: 7° 43′ 45,36″ O 50,10541°N: 7,72927°O
Koordinate UTM 32.409.130,75 m: 5.551.124,10 m
Koordinate Gauss/Krüger 3.409.169,51 m: 5.552.905,04 m
  • Die Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel aus dem Jahr 1890 mit ihrer prunkvoll verzierten Fassade (2016).

    Die Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel aus dem Jahr 1890 mit ihrer prunkvoll verzierten Fassade (2016).

    Copyright-Hinweis:
    Gasper, Anne
    Fotograf/Urheber:
    Anne Gasper
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  • Detailaufnahme der prunkvoll verzierten Fassade der Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel (2016).

    Detailaufnahme der prunkvoll verzierten Fassade der Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel (2016).

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  • Der verzierte Erker der Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel (2016).

    Der verzierte Erker der Winzervilla in der Liebfrauenstraße 17 in Oberwesel (2016).

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In der Liebfrauenstraße 17 steht eine zweigeschossige Villa, die 1890 von dem Weinhändler Heinrich Brandmüller in Auftrag gegeben wurde. Wie für viele Oberweseler Villen typisch handelt es sich hierbei um eine Winzervilla. Anzeichen hierfür sind die Verwendung von unverputztem Sandstein, sowie die prunkvolle Fassade mit einem Erker.

Die zur Liebfrauenstraße gerichtete Fassade ist in drei Achsen gegliedert. An dieser Fassade befinden sich gekuppelte Stichbogenfenster. In der Mitte des Obergeschosses tritt eine Doppelachse als flacher Giebelrisalit hervor. Dieser wird durch einen Rundbogenfries sowie von profilierten Sandsteinkonsolen, die wiederum der für Winzervillen typischen Akzentuierung dienen, gestützt.
Wie bereits angesprochen, weist diese Winzervilla einen Erker auf. Dieser liegt jedoch nicht wie gewöhnlich an der Mittelachse der Hauptfassade, sondern an der Südostecke des Gebäudes. Dies dient vor allem der seitlichen Belichtung. Der Erker weist weitere Besonderheiten auf. Hierzu zählen das Spitzbogenfenster, eine abgetreppten Konsole, über welcher sich das Fenster befindet sowie einen abgetreppten Zahnfries, der sich unterhalb des Spitzhelms befindet. Das Rechteckfenster an der Stirnseite des Erkers fällt nicht nur durch das gotische Maßwerk, sondern auch durch die farbige Verglasung der zwei aufgesetzten Spitzbogenfenster, sowie des Rundfensters besonders auf.
Bei der Verdachung handelt es sich um ein Walmdach über Konsolenfries. An der Westfassade ragt das Satteldach des Mittelrisalits heraus.
Das Eingangsportal der Winzervilla befindet sich an der Nordseite. An der dem Garten zugewandte Südseite befindet sich eine Holzloggia.

Eine weitere Besonderheit des Gebäudes ist der zweigeschossige Keller mit Schieferplattenböden. Das untere Kellergeschoss verfügt über vier große tonnengewölbte Räume, die sich bis unter den westlich anschließenden Hof ziehen. Dieses Kellergeschoss dient zum Teil als Fasslager. Über die Verwendung des oberen Kellergeschosses ist nichts bekannt. Bekannt ist jedoch, dass der Kellerraum über preußische Kappendecken sowie eine Holztreppe verfügt.

(Anne Gasper, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Literatur

Landesamt für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz (Hrsg.) (1997)
Die Kunstdenkmäler des Rhein-Hunsrück-Kreises. Teil 2.2: Ehemaliger Kreis St. Goar. Stadt Oberwesel. S. 957f., München u. Berlin.

Wohnhaus Liebfrauenstraße 17 Oberwesel

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Liebfrauenstraße 17
Ort
55430 Oberwesel
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Geschütztes Kulturdenkmal gem. § 8 DSchG Rheinland-Pfalz
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1890

Empfohlene Zitierweise

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Anne Gasper: „Wohnhaus Liebfrauenstraße 17 Oberwesel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-254943 (Abgerufen: 15. April 2024)
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