Abteikirche von Rolduc

Kloosterrade

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Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
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  • Vorderseite der Abteikirche Rolduc mit dem Westturm (2016)

    Vorderseite der Abteikirche Rolduc mit dem Westturm (2016)

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  • Abteikirche von Rolduc (2016)

    Abteikirche von Rolduc (2016)

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  • Kirche der Abtei Rolduc, Mittelschiff (2013)

    Kirche der Abtei Rolduc, Mittelschiff (2013)

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  • Kirche der Abtei Rolduc, Mittelschiff (2013)

    Kirche der Abtei Rolduc, Mittelschiff (2013)

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Der Kirchenbaugeschichte ist in der Chronik „Annales Rodenses“ (1104-1157) beschrieben worden. Kurz nach dem Eintreffen des jungen Priesters Ailbertus von Antoing mit seinen zwei Brüdern 1104 errichteten sie eine kleine hölzerne Kapelle und Hütte (Schrijnemakers 1984, S. 59).

Bereits zwei Jahre später wurde 1106 mit dem Bau der heutigen Abteikirche begonnen. Die erste Bauphase wurde mit der Errichtung der Krypta abgeschlossen, die 1108 bereits eingeweiht wurde. 1111 kamen die Bauarbeiten wegen eines Streites zwischen dem Klostergründer Ailbertus von Antoing und dem Abt Richerus von Breitenbach (1111-1122) zum Erliegen. Die Bauarbeiten konnten erst nach 20 Jahren mit dem Bau des Chores, des Schiffes sowie eines Teils des Westwerkes und dem Turm wieder aufgenommen werden. 1138 wurde das Querschiff überdacht. Unter Abt Erpo (1141-1178) wurde die Kirche in westlicher Richtung mit drei Rundbögen („Traveen“) erweitert. 1153 wurde das Dach fertiggestellt. Der westliche Bau der Kirche datiert aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die Krypta wurde zum Beginn des 13. Jahrhunderts ebenfalls in westlicher Richtung erweitert. Nach dem Abschluss dieser Arbeiten wurde die Kirche 1224 erneut feierlich eingeweiht.

1574 oder 1580 wurde die Kirche von einem Brand getroffen und 1586 wurde eine neue Dachkontruktion für das Schiff fertiggestellt. 1624 musste die Kirche wiederum aufgrund von Kriegsschäden umfassend wiederhergestellt werden. In der gleichen Zeit wurde das obere Stockwerk des Turms errichtet. Der Turmspitz mit Lanterne wurden 1668 fertiggestellt.
Nach der Aufhebung der Abtei 1796 wurde die Kirche weiter genutzt, wodurch sie nicht das Schicksal vieler anderer Klosterkirchen erleiden musste, die aufgrund ihrer verlorener Funktion als Gotteshaus zum Abriss als Steinbruch verkauft wurden. Zunächst fungierte sie als Seminarkirche für das Priesterseminar des Bistums Lüttich (bis 1831-1839/1840). Von 1843 bis 1946 war sie Internatskirche und von 1946 bis 1971 bzw. von 1974 bis heute Seminarkirche.

1853 und zwischen 1891 und 1902 wurde die Kirche umfassend restauriert. Diese Restauration fand unter der Leitung des bekannten Roermonder Architekten Pierre Cuypers statt. Der spätgotische Priesterchor wurde durch eine Rekonstruktion des urspünglichen romansischen Chores ersetzt. Der 1896 ebenfalls errichtete neoromanische Klostergang verbindet der Abtflügel mit dem Morettiflügel. Die Innenseite der Kirche wurde von der Aachener Kannonik M. Goebels mit Mauer- und Gewölbemalereien versehen.

1931-1932 mussten die Gewölbe und der Westbau der Kirche aufgrund von Bergschäden restauriert werden. 1962 musste der Turm saniert und wieder instandgesetzt werden. Am Ende der 1970er und zu Beginn der 1980er Jahre wurden das Innere der Kirche und die Krypta restauriert.

Seit 1967 steht die Abteikirche als „Reichsdenkmal” (rijksmonument Nr. 23601) unter Denkmalschutz. Die Hauptbegründung für die Unterschutzstellung war die große Bedeutung des romanischen Baus.

(Peter Burggraaff, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Literatur

Creusen, Jan (2004)
900 jaar abdij Rolduc. Venlo.
Schrijnemakers, M.J.H.A. (1984)
Rode, de oudste nederzettingsgeschiedenis van het Land van Rode. Maastricht.
Venner, Jos (2000)
Rolduc. Klooster Kloosterrade. In: Geschiedenis van Limburg. Deel I, S. 188-191. Maastricht.

Abteikirche von Rolduc

Schlagwörter
Ort
Kerkrade
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Schriften, Auswertung historischer Karten, Auswertung historischer Fotos, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1106 bis 1224
Koordinate WGS84
50° 52′ 5,12″ N, 6° 04′ 53,64″ O / 50.86809°, 6.08157°
Koordinate UTM
32U 294652.68 5639214.37
Koordinate Gauss/Krüger
2505786.16 5636974.89

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„Abteikirche von Rolduc”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-250748 (Abgerufen: 18. Februar 2018)
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