Grenzstein 645 Börfink

Abmarkung 645 Börfink, Markstein 645 Börfink, Bannstein 645 Börfink

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Allenbach, Rinzenberg
Kreis(e): Birkenfeld (Rheinland-Pfalz)
Bundesland: Rheinland-Pfalz
  • Grenzstein 645 bei Börfink (2015)

    Grenzstein 645 bei Börfink (2015)

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Grenzsteine sind eine Kennzeichnung von Grenzpunkten eines Grundstücks, einer Hoheits- oder Rechtsgrenze. Im Normalfall bestehen diese aus regionalen Gesteinsvorkommen wie zum Beispiel Granit, Basalt, Marmor, Sandstein, Schiefer, Kalk- oder Zementstein. Bei Feld- und Waldmarkierungen ragen diese mehrere Dezimeter aus dem Boden heraus, damit sie gut sichtbar sind. In sehr langen Grenzen wurden damals so genannte Läufersteine alle 100 m voneinander gesetzt, so wie es hier der Fall ist.

Geschichte:
Seit dem Mittelalter besteht diese von Grenzsteinen markierte Grenze zwischen der Hinteren Grafschaft Sponheim und dem Kurfürstentum Trier. Nach kurzen Intermezzi während der Réunionszeit (1680-1697) und der Franzosenzeit (1798-1814) erhielt die alte Grenze ab 1817 wieder ihre alte Funktion. Das Fürstentum Birkenfeld wurde Oldenburg zugewiesen, der restlichte Teil des Hunsrücks der Preußischen Rheinprovinz. Heute befindet sich hier die Kreisgrenze der Landkreise Bernkastel-Wittlich und Birkenfeld.

Beschriftung:
Auf der Oberseite des Grenzsteines ist der weiterführende Grenzverlauf dargestellt. Die Steine stehen in regelmäßigen Abständen von meist 100m voneinander entfernt. Sie sind auf einer Seite mit einer fortlaufenden Nummerierung (hier: 645) gekennzeichnet. Der Grenzstein liegt nach heutigen GPS-Daten auf 620m Höhe. Auf der zu Börfink hinzeigenden Seite des Grenzsteines befinden sich die Initialen SB, die auf das Flurgebiet der Stadt Birkenfeld hinweisen. Auf der gegenüberliegenden Seite stehen die Buchstaben PZ, welche auf das Gebiet Pfalz Zweibrücken hindeuten.

(Kevin Böcking, Universität Koblenz-Landau, 2016)

Quellen
Geschichte des Landkreises Birkenfeld

Literatur

Baldes, Heinrich (1921)
Die hundertjährige Geschichte des Fürstentums Birkenfeld. Zur Jahrhundertfeier 1917. In: Birkenfelder Jahrbuch 1921, Birkenfeld.

Grenzstein 645 Börfink

Schlagwörter
Ort
54422 Börfink
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1817 bis 1830
Koordinate WGS84
49° 41′ 46,81″ N, 7° 05′ 53,8″ O / 49.69634°, 7.09828°
Koordinate UTM
32U 362856.65 5506604.88
Koordinate Gauss/Krüger
2579280.1 5507212.92

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„Grenzstein 645 Börfink”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-248534 (Abgerufen: 24. Mai 2018)
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