Artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld nördlich der Großen Dhünntalsperre

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Wermelskirchen
Kreis(e): Rheinisch-Bergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2015)

    Artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2015)

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  • Auf dieser artenreichen Wiese nördlich der Großen Dhünntalsperre ist die Wiesen-Flockenblume mit über 50 % Deckung derart dominant, wie es aus dem Bergischen kein zweites Mal bekannt ist (2015)

    Auf dieser artenreichen Wiese nördlich der Großen Dhünntalsperre ist die Wiesen-Flockenblume mit über 50 % Deckung derart dominant, wie es aus dem Bergischen kein zweites Mal bekannt ist (2015)

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  • Vogelwicke und Ruchgras auf der artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

    Vogelwicke und Ruchgras auf der artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

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  • Blattscheide des Wiesen-Bärenklaus auf der artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

    Blattscheide des Wiesen-Bärenklaus auf der artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

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  • Echtes Johanniskraut auf der artenreichen Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

    Echtes Johanniskraut auf der artenreichen Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

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  • Vogel-Wicke auf der artenreichen Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

    Vogel-Wicke auf der artenreichen Wiese am Doktorsdhünner Feld bei Wermelskirchen (2016)

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  • Blüte der Flockenblume und Insekten auf Nektarsuche (2015)

    Blüte der Flockenblume und Insekten auf Nektarsuche (2015)

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  • Schachbrettfalter (2004)

    Schachbrettfalter (2004)

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  • Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

    Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

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    LVR-Netzwerk Landschaftliche Kulturpflege
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Diese artenreiche Wiese im Naturschutzgebiet Große Dhünntalsperre wird durch die Flockenblume dominiert. Im späten Hochsommer erstreckt sich dann ein purpurnes Blumenmeer über die ganze Wiese. Diese Art gilt zwar eigentlich als eine typische Art des mesophilen Grünlands, ist jedoch in der Vergangenheit in ihrem Bestand im Bergischen Land zurückgegangen, da sie bei zu starker Düngung und zu früher Mahd verdrängt wird. Wo sie wächst, bieten ihre Körbchenblüten vielen Insekten, wie Bienen und Schmetterlingen Nahrung. Der Schachbrettfalter vermag es mit seinem Saugrüssel, den Nektar aus den röhrenförmigen Einzelblüten zu holen. Diese Schmetterlingsart gilt im Bergischen Land als gefährdet.

Der Aufwuchs dieser Wiese wird erst ab Mitte Juni gemäht und als Heu genutzt. Neben der dominanten Flockenblume kommen hier noch weitere typische Glatthaferwiesenarten, wie das Wiesen-Labkraut, die Vogel-Wicke oder der Wiesen-Bärenklau vor. Durch die extensive Bewirtschaftung und die sonnige Lage wachsen hier auch einige Magerkeitszeiger wie das gelb-blühende Johanniskraut oder das niedrigwüchsige Ruchgras.

Der Flurname „Doktorsdhünner Feld“ lässt vermuten, dass es sich bei der Wiese um eine ehemalige Wirtschaftsfläche der versunkenen Hofschaft Doktorsdhünn handelt. Doktorsdhünn befand sich ungefähr 250 m südöstlich der Wiese und gehörte, bevor es Mitte des 18. Jahrhunderts an den Rechtsanwalt Dr. Brass verkauft wurde, zu dem nahegelegenen früheren Rittersitz Dhünnenburg. Diese Hofschaft musste wie 25 weitere Hofschaften des oberen Dhünntals für den Bau der Großen Dhünntalsperre aufgegeben werden.

(Biologische Station Rhein-Berg, 2016. Erstellt im Rahmen des Projektes „Naturschutz trifft Kulturlandschaft – HEUland“. Ein Projekt der Biologischen Stationen Oberberg und Rhein-Berg im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege.)

Internet
www.dhuenntal.de (abgerufen: 28.12.2016)

Literatur

Düll, Ruprecht; Kutzelnigg, Herfried (2011)
Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder - die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Porträt. Wiebelsheim.
Jendrischewski, Marita (2009)
Menschen und Geschichten einer versunkenen Landschaft: Die Hofschaften des oberen Dhünntals. Lindlar.
Rech, Manfred (1991)
Das obere Dhünntal. Untersuchungen zur mittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Siedlungs- und Montangeschichte des Bergischen Landes. (Rheinische Ausgrabungen 33.) Köln.

Artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld nördlich der Großen Dhünntalsperre

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung, Fernerkundung
Koordinate WGS84
51° 04′ 38,95″ N, 7° 13′ 47,68″ O / 51.07749°, 7.22991°
Koordinate UTM
32U 376004.63 5659931.95
Koordinate Gauss/Krüger
2586234.85 5660986.8

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„Artenreiche Wiese am Doktorsdhünner Feld nördlich der Großen Dhünntalsperre”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-246978 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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