Friedhof am Ahrtor in Ahrweiler

Ahrtorfriedhof

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Bad Neuenahr-Ahrweiler
Kreis(e): Ahrweiler
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Außerhalb der Stadtmauer, unweit der Ahr, wurde am Ende des 18. Jahrhunderts der Ahrtorfriedhof geschaffen. Damals nannte man ihn noch den „neuen Kirchhof vor den Toren der Stadt“. Hier fanden zahlreiche Ahrweiler Persönlichkeiten, militärische und zivile Kriegsopfer, sowie Ordensangehörige der hiesigen Klöster ihre letzte Ruhe. Zuvor befand sich der Ahrweiler Friedhof an der Ostseite der St. Laurentiuskirche. Auf dem Ahrtorfriedhof, wie er im Volksmund genannt wird, liegen unter anderem begraben:
  • Viele der Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde „St. Laurentius“. Ihre Grabstätten befinden sich in einem runden, abgetrennten Bereich direkt am Eingang des Friedhofs.
  • Peter Joerres, Namensgeber des Peter-Joerres-Gymnasiums und ehemaliger Schulleiter dieser Schule. Er lebte von 1837 bis 1915. Joerres, der eigentlich Priester war, leitet die höhere Stadtschule mehr als 40 Jahre lang. Weiterhin machte er sich als Heimatforscher, auch überregional, einen Namen.
  • Das Grab der Familie Dr. Karl von Ehrenwall. Karl von Ehrenwall, Namensgeber und Gründer der Dr. v. Ehrenwall´schen Klinik in Ahrweiler, lebte zwischen 1855 und 1935. Er war neben seiner Tätigkeit in seiner Klink auch kommunalpolitisch sehr aktiv. Er fungierte als Stadtratsmitglied, Beigeordneter und zeitweise sogar als Standesbeamter. Ehrenwall ist Ehrenbürger der Stadt Ahrweiler. Das Grabmal der Familie Ehrenwall ist eine halbrunde Säulenreihe mit aufgesetztem Architrav. Davor befindet sich eine Pieta, die Jesus mit Maria zeigt.
  • Georg Kreuzberg (1796-1873), der Entdecker des Apollinaris Brunnens und Gründer des Heilbades Bad Neuenahr: Kreuzbergs Grabmal befindet sich ebenso auf dem Friedhof. Der ehemalige Winzer war der Entdecker der Apollinarisquelle und Gründer des Heilbads Bad Neuenahr. Er lebte zwischen 1796 und 1873 und wurde gemeinsam mit seiner Frau beerdigt.

Ebenso findet sich auf dem Friedhof eine große Gedenkstätte für die zivilen Bombenopfer des Zweiten Weltkriegs. Im Jahr 2005 wurde diese eingeweiht. Zuvor lagen die Grabstätten auf dem Friedhof verteilt. So gibt es nun eine zentrale Stätte, auf der man alle Namen der Verstorbenen findet.
Das Grab des Komponist Johannes Müller ist besonders eindrucksvoll und mit einer Bronzebüste versehen. Müller lebte zwischen 1864 und 1942 und war Kirchenmusiker, Komponist, Küster, Chorleiter, Winzer und Weinhändler.

(Simone Jakobi, Universität Koblenz-Landau, 2015 und 2018)

Internet
www.aw-wiki.de: Karl von Ehrenwall (abgerufen am 30.11.2015)
www.aw-wiki.de: Johannes Müller (abgerufen am 30.11.2015)
www.alt-ahrweiler.de: Heimatverein Alt Ahrweiler (abgerufen am 30.11.2015)

Literatur

Rausch, Jakob / Heimatverein Alt-Ahrweiler (Hrsg.) (1967)
Heimatbuch der Stadt Ahrweiler. Ahrweiler.

Friedhof am Ahrtor in Ahrweiler

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Schützenstraße
Ort
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler - Ahrweiler
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Historischer Zeitraum
Beginn 1850
Koordinate WGS84
50° 32′ 25,75″ N, 7° 05′ 53,76″ O / 50.54049°, 7.09827°
Koordinate UTM
32U 365247.18 5600454.09
Koordinate Gauss/Krüger
2577897.71 5601105.14

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„Friedhof am Ahrtor in Ahrweiler”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245933 (Abgerufen: 18. November 2018)
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