Steinbruch bei Ründeroth

am Naturschutzgebiet Weinberg

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Engelskirchen
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Ehemaliger Steinbruch bei Ründeroth (2010)

    Ehemaliger Steinbruch bei Ründeroth (2010)

    Copyright-Hinweis:
    Frank Herhaus
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Historische Aufnahme der Arbeiter im Steinbruch bei Ründeroth (Anfang 20. Jahrhundert)

    Historische Aufnahme der Arbeiter im Steinbruch bei Ründeroth (Anfang 20. Jahrhundert)

    Copyright-Hinweis:
    HVV Ründeroth
    Medientyp:
    Bild
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • PDF-Flyer "Ründeroth - Auf den Spuren der Kulturlandschaft" (2015, 12 MB).

    PDF-Flyer "Ründeroth - Auf den Spuren der Kulturlandschaft" (2015, 12 MB).

    Copyright-Hinweis:
    Biologische Station Oberberg
    Fotograf/Urheber:
    Biologische Station Oberberg
    Medientyp:
    Dokument
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
  • Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

    Volltext-PDF-Datei "Lesebuch Landschaft – EinBlick in die Bergische Kulturlandschaft" (2015, 6,5 MB)

    Copyright-Hinweis:
    LVR-Netzwerk Landschaftliche Kulturpflege
    Fotograf/Urheber:
    Carina Harbich; Frank Herhaus; André Spans; Manuela Thomas
    Medientyp:
    Dokument
    Anklicken öffnet eine größere Vorschau in Galerieansicht
Bei Ründeroth liegt eingebettet zwischen dem Ortsteil Stiefelhagen im Osten und dem Naturschutzgebiet Weinberg im Westen ein ehemaliger Steinbruch.

Steinbrüche nutzte man vor 1850 im Wesentlichen privat bzw. führte sie als Kleinbetriebe. Besonders begehrt waren die größeren Bausteine aus Grauwacke für den Mauer- und Kellerbau. Mit der voranschreitenden Industrialisierung ab ca. 1870 entstand jedoch nicht nur ein großer Bedarf an Bausteinen, sondern auch ein regelrechter Massenbedarf an Schotter für den Straßen- und Eisenbahnbau. Dies führte zu einem schnellen Betriebswachstum mit steigender Professionalität.
Die Anzahl der heimischen Arbeiter reichte bald nicht mehr aus und so gab es z. B. bereits um 1897 ein Anwerberbüro im norditalienischen Udine. Auch vom Balkan kamen Arbeiter ins Oberbergische. Seitdem leben hier in Stiefelhagen Familien mit italienischen Wurzeln, z. B. Lusa oder Marzari. Sie haben sich hier integriert und arbeiteten zum Teil über mehrere Generationen im Steinbruch, so z. B. Carlo Lusa mit seinen Söhnen Paul und Viktor.

Dazu gibt es einige erinnernswerte Geschichten:
So war es wohl am Brecher schon ein Ritual, wenn Francesco Marzari am Betriebstelefon den Bruchmeister anrief: „Hier sind die Leute von die Breckker, lassen anfragen ob heute Geld wird.“
Nach Feierabend liefen die Stiefelhagener Steinbrucharbeiter im Gänsemarsch zum Haus Göckel. Dort ließen sie sich beim Flaschenbierverkauf der Familie Göckel öfter mal ein Feierabendbier schmecken. Die schwere Arbeit im Steinbruch machte durstig – daher ließen sich die Arbeiter auf sogenannten „Schnapswegen“ im Weinberg, die zum Haus Hohenfels führten, krügeweise Schnaps holen.

(Heimat- und Verschönerungsverein von 1866 e. V. Ründeroth in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat – Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege.)

Steinbruch bei Ründeroth

Schlagwörter
Ort
Engelskirchen - Ründeroth
Fachsicht(en)
Landeskunde, Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Fernerkundung, Archivauswertung, mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger
Koordinate WGS84
51° 00′ 1,38″ N, 7° 28′ 19,26″ O / 51.00038°, 7.47202°
Koordinate UTM
32U 392785.54 5650978.57
Koordinate Gauss/Krüger
2603372.23 5652721.28

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Steinbruch bei Ründeroth”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245774 (Abgerufen: 21. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang