Pumpenhäuschen und Zisterne der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach-Hülstert

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Morsbach
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Pumpenhäuschen der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert (2013)

    Pumpenhäuschen der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert (2013)

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  • Pumpenhäuschen der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert, Baustein mit Jahreszahl 1911 (2015)

    Pumpenhäuschen der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert, Baustein mit Jahreszahl 1911 (2015)

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  • Pumpenhäuschen und Zisterne der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert (2015)

    Pumpenhäuschen und Zisterne der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach Hülstert (2015)

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Das gemauerte, ehemalige Pumpenhäuschen der Wasserversorgung von Morsbach-Hülstert, das über eine verschlossene Metalltüre verfügt, steht erhöht und gut sichtbar an der Siegener Straße südwestlich von Hülstert. Durch den Bau der 1908 eröffneten Eisenbahnstrecke von Hermesdorf nach Morsbach und den damit verbundenen Bau des Kömpeler Tunnels (758 m), fielen nahegelegene Brunnen trocken. Die Eisenbahngesellschaft musste, damit die Wasserversorgung gesichert war, eine Zisterne bauen. Neben dem Tunnelausgang Richtung Morsbach wurde ein Teich angelegt, um über das Pumpenhäuschen Wasser in diese Zisterne zu pumpen. Die Versorgung von Hülstert war damit ab 1911 wieder gewährleistet.

Der Bau von Wasserleitungen und die Einrichtung der zentralen Wasserversorgung in Morsbach ist ein Produkt unseres Jahrhunderts. Bis zum Bau der ersten Wasserleitungen in Morsbach erfolgte die Versorgung der Haushalte und vor allem der Tränkung des Viehs aus Hausbrunnen oder stehenden und fließenden Gewässern. Daß dabei Krankheiten wie Typhus und Ruhr häufige „Wegbegleiter“ waren, ist leicht vorstellbar. (Gemeinde Morsbach (Hrsg.), 1995)

Die erste Wasserleitung, die nicht den gesamten Ort zur Wasserversorgung abdeckte, wurde 1902 in Morsbach gebaut. 1911 gründete sich der Wasserversorgungsverein Lichtenberg.

Die Wasserleitungsvereine und -genossenschaften versorgten nur ihre jeweiligen Orte aus Brunnen und Quellen in unmittelbarer Nähe der Ortslage. Allerdings waren in den Orten anfangs noch längst nicht alle Häuser angeschlossen. Außerdem waren die Wassermengen der Brunnen und oder Quellen nur in wenigen Fällen ausreichend. In den meisten Fällen wurden die natürlichen Höhenunterschiede genutzt, um das Wasser in einen Hochbehälter zu leiten und von dort im natürlichen Gefälle den Haushaltungen zuzuführen. Nur in einigen wenigen Fällen (bekannt sind nach den bisherigen Recherchen die Ortschaften Steimelhagen, Holpe, Hülstert/Kömpel und Berghausen) mußte das Wasser in einen Hochbehälter gepumpt werden. (Gemeinde Morsbach (Hrsg.), 1995)

1948/1949 wurden die Morsbacher Wasserversorgungsvereine in öffentlich-rechtliche Körperschaften (Wasserbeschaffungsverbände) umgewandelt. Ab 1954 erfolgte die Gesamtversorgung des Gemeindegebietes durch die zentrale Wasserversorgung des Gemeindewasserwerkes des Aggerverbandes, unter Auflösung der bis dahin bestehenden selbstständigen Wasserleitungsvereine und -genossenschaften. Lichtenberg wurde durch den Bau eines Hochbehälters von 1959 bis 1962 teilweise an die Wasserversorgung angeschlossen. Zwischen 1967 bis 1969 konnte die Wasserversorgung durch umfangreiche Leitungserweiterungen im Wesentlichen abgeschlossen werden.

(Dorfgemeinschaft Lichtenberg e.V. in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Oberberg, 2015. Erstellt im Rahmen des Projektes „Hecke, Hohlweg, Heimat – Kulturlandschaftsvermittlung analog und digital“. Ein Projekt im Rahmen des LVR-Netzwerks Landschaftliche Kulturpflege.)

Quelle
Dorfgemeinschaft Lichtenberg e.V., mündliche Überlieferung

Internet
wikipedia.org/Kömpel (Abgerufen: 11. Dezember 2015)

Literatur

Gemeinde Morsbach (Hrsg.) (1995)
1100 Jahre Morsbach. Band III der Heimatchronikreihe. Waldbröl.

Pumpenhäuschen und Zisterne der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach-Hülstert

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Siegener Straße
Ort
Morsbach - Hülstert
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
mündliche Hinweise Ortsansässiger, Ortskundiger, Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Koordinate WGS84
50° 53′ 32,22″ N, 7° 41′ 12,22″ O / 50.89228°, 7.68673°
Koordinate UTM
32U 407636.61 5638667.93
Koordinate Gauss/Krüger
3407674.39 5640483.42

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„Pumpenhäuschen und Zisterne der ehemaligen Wasserversorgung von Morsbach-Hülstert”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/KLD-245760 (Abgerufen: 19. November 2018)
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