Koxhof und Scheune Rehfuß

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Wülfrath
Kreis(e): Mettmann
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Koxhof 2a, Scheune Rehfuß, Denkmallistenblatt

    Koxhof 2a, Scheune Rehfuß, Denkmallistenblatt

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Der ehemalige Hof Rehfuß lag im Bereich eines Mittelalterlichen Siedlungsplatzes am Oberlauf der Düssel in typischer Tallage innerhalb der Gemarkung Oberdüssel. Zusammen mit weiteren 15 Erbgütern und Kotten gehörte das Gut seit dem 14. Jahrhundert zum Hofverband des ehemaligen Rittersitzes Aprath.

Einen anschaulichen Überblick über das Grundeigentum eines Gutes kann man einem Auszug aus dem Amtsblatt der königlichen Regierung zu Düsseldorf entnehmen. Dieser listet im Jahre 1829 im Rahmen einer Rechtsstreitigkeit zwischen dem Elberfelder Privatlehrer Johann Clemens Meigen und den damaligen Eigentümern des Gutes zum Rehfuß den gesamt Grundbesitz auf:
  1. Wohnhaus, Stallung, Backhaus, Scheune, 56 Ruten Hofraum und Baumgarten am Hofe und rund 105 Ruten Baumhof an die Chaussee und eigene Wiese anschließend,
  2. 73 Ruten Garten, 41 Ruten Bruch am großen Felde gelegen,
  3. Nebenhaus mit Stallung und 70 Ruten Hofraum und Baumhof, 26 Ruten Garten an die eigene und die Mittelhammersteiner Wiese angrenzend,
  4. 18 Morgen und 39 Ruthen Ackerland, das große Feld genannt,
  5. 12 Morgen und 70 Ruthen Ackerland an das große Feld und die Gründe des Bruckmann anschließend,
  6. 3 Morgen und 54 Ruten Ackerland an die Chaussee, die eigene Wiese und Mittelhammersteiner Ländereien angrenzend,
  7. 2 Morgen und 58 Ruten Wiese an die Chaussee und Stootergut anschließend,
  8. 1 Morgen und 145 Ruten an der Düssel,
  9. 138 Ruthen Wiese am Hof und an der Chaussee gelegen,
  10. 129 Ruten an den Garten und die Chaussee angrenzend,
  11. 14 Ruten Wiese an der Düssel und Bölkums Hochwald gelegen,
  12. 14 Morgen und 117 Ruten Hochwald an das große Feld und die Großhammersteiner Wiese anschließend,
  13. 7 Morgen und 57 Ruten Hochwald an das Land des Bruckmann grenzend,
  14. 61 Ruten Hochwald am großen Felde,
  15. 52 Ruten Hochwald am Bach und Bölkums Hochwald gelegen.
(Ein preußischer Morgen entsprach zu dieser Zeit ca. 25,5 ar oder 180 [Qudrat-] Ruten.)

Von dem ehemaligen Gut Rehfuß blieb bis heute eine im 19. Jahrhundert über einem älteren, bruchsteinüberwölbtem Kellergeschoss ebenfalls aus Bruchstein errichtete Scheune erhalten. Nach einer aufwendigen Renovierung dient das Gebäude heute als Wohnhaus.

Das Objekt „Koxhof / Scheune Rehfuß“ ist ein eingetragenes Baudenkmal (LVR-Amt für Denkmalpflege im Rheinland, Datenbank-Nummer 68653 / Denkmalliste der Stadt Wülfrath, laufende Nummer A 092, Eintragungstext vom 25.05.2002 siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

(Sandra Schmid und Axel C. Welp, LVR-Abteilung Landschaftliche Kulturpflege, 2016)

Internet
www.wuelfrath.net: Stadt Wülfrath - Bau- und Bodendenkmäler in Wülfrath (abgerufen: 28.09.2016)
books.google.de: Amtsblatt für den Regierungsbezirk Düsseldorf: 1829, Scheune Rehfuß (abgerufen: 18.09.2016)

Koxhof und Scheune Rehfuß

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Koxhof 2a
Ort
42489 Wülfrath - Wülfrath
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Übernahme aus externer Fachdatenbank, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Koordinate WGS84
51° 17′ 4,23″ N, 7° 04′ 11,57″ O / 51.28451°, 7.06988°
Koordinate UTM
32U 365399.86 5683233.31
Koordinate Gauss/Krüger
2574685.19 5683842.24

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„Koxhof und Scheune Rehfuß”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/BODEON-68653-11092017-271212 (Abgerufen: 14. November 2018)
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