Denkmalbereich „Wiehl - Marienhagen“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Wiehl
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Im Bergischen Land zwischen Agger und Wiehl in einer windgeschützten Quellmulde an dem nach Süden gerichteten Hang oberhalb des Alpebachtales liegt der Kirchort Marienhagen. Der Ort, im Ursprung eine Niederlassung des Johanniterordens aus Herrenstrunden im Zuge der inneren Kolonisation, unterstand vom Mittelalter bis zur französischen Zeit um 1800 der Herrschaft Homburg, die dem Ort 1330 das Marktrecht verlieh. Existenzgrundlage der Bewohner war über Jahrhunderte die Landwirtschaft mit dem Schwerpunkt Viehzucht. Ergänzend führten die Johanniter Wollweberei und in geringem Maße Erzbergbau ein. Seit 1568/70 herrschte der evangelische Glaube vor, die Johanniter verließen um 1600 den Ort. In dem ehemals eingefriedeten Dorf gruppieren sich die historischen Bauten um die evangelische Kirche und den umgebenden ummmauerten Kirchhof im Mittelpunkt. Die Wohnstallhäuser, Querdielenhäuser aus einfachen und schmucklosen Fachwerkkonstruktionen, sind in der aufgehenden historischen Substanz überwiegend aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ungewöhnlich viele separat liegende Scheunen prägen den Ortskern, so dass das Dorf in seinem geschichtlich gewachsenen Charakter bis heute erlebbar ist. 1988 trat die Denkmalbereichssatzung zum Schutz des historischen Ortskerns in Kraft. Schutzgegenstände sind das historische Straßen- und Wegesystem, die Bautengruppe insgesamt um die Kirche, außerdem Mauern, Einfriedungen und prägende Freiflächen.

Literatur

Kisky, Hans (1963)
Marienhagen. (Rheinische Kunststätten, Sonderheft.) Neuss.
Kleinmanns, Joachim (1987)
Wiehl-Marienhagen (2. neu bearb. Auflage). (Rheinische Kunststätten, Heft 74.) Neuss.
Lauff, Siegfried (1984)
Wiehl im Wandel der Zeiten. Band 2. Meinerzhagen.
Mainzer, Udo (Hrsg.) (1996)
Denkmalbereiche im Rheinland. (Arbeitshefte der rheinischen Denkmalpflege 49.) S. 222-223, Köln.
Maurer, Peter (1930)
Das Kirchspiel Marienhagen und seine 600jährige Geschichte. Gummersbach.
Renard, Edmund / Clemen, Paul (Hrsg.) (1900)
Die Kunstdenkmäler der Kreise Gummersbach, Waldbroel und Wipperfürth. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz / im Auftrage des Provinzialverbandes hrsg. von Paul Clemen; Bd. V.1.) Düsseldorf.
Rentsch, Dietrich (1967)
Oberbergischer Kreis 2. In: Die Denkmäler des Rheinlandes, 11. Band, S. 85-89, Düsseldorf.

Denkmalbereich „Wiehl - Marienhagen“

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Weiherstraße
Ort
51674 Wiehl - Marienhagen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Denkmalbereich gem. § 5 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Übernahme aus externer Fachdatenbank, Literaturauswertung
Koordinate WGS84
50° 58′ 51,25″ N, 7° 34′ 49,56″ O / 50.9809°, 7.58043°
Koordinate UTM
32U 400350.87 5648660.47
Koordinate Gauss/Krüger
3400385.68 5650479.86

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Denkmalbereich „Wiehl - Marienhagen“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/BODEON-59364-14042017-266687 (Abgerufen: 21. November 2018)
Wir verwenden Cookies, um die Nutzbarkeit unserer Seiten zu optimieren. Falls Sie mit der Speicherung von Cookies nicht einverstanden sind, finden Sie weitere Informationen auf unserer Internetseite.
Seitenanfang