Denkmalbereich „Ratingen - Graf-Adolf-Straße“

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Denkmalpflege
Gemeinde(n): Ratingen
Kreis(e): Mettmann
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die östlich des Stadtkernes von Ratingen gelegene kleine Straße besitzt noch große Teile einer systematischen Bebauung aus der Zeit der Jahrhundertwende und des Beginns des 20. Jahrhunderts. Die typischen Merkmale der Architektur dieser Zeit sind sowohl im Bereich der Graf-Adolf-Straße und in den angrenzenden Einmündungsbereichen in die Bahnstraße und den Wilhelmring noch weitgehend ables- und erlebbar.

Das Rheinische Amt für Denkmalpflege sieht daher in diesem Straßenzug einen besonders zu schützenden Bereich.

Die drei Denkmalbereiche „Östliche Poststraße“, „Südliche Bahnstraße“, „Graf-Adolf-Straße“ umfassen Teile der Stadterweiterung von Ratingen als Folge der zunehmenden Industrialisierung Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Es handelt sich jeweils um gleich proportionierte, in gerader Flucht und in geschlossener Bauweise, zum Teil mit gleicher Traufhöhe, auf annähernd gleich breiten Grundstücken errichtete Wohnbauten, wobei der Denkmalbereich „Graf-Adolf-Straße“ die ehemalige Graf-Adolf-Schule mit der Kaiser-Wilhelm-Sport- und Festhalle als städtebauliche und ortsgeschichtliche Fixpunkte mit einschließt. Die Wohngebäude aller drei Bereiche sind durch die Variation zahlreicher Architektur- und Schmuckelemente wie Erker, Fensterformate, Gesimsbänder, Pilaster und Stukkaturen an den Straßenfassaden sehr vielfältig gestaltet, vermitteln aber dennoch, trotz baulicher Veränderungen, einheitliche Eindrücke.

Da der Denkmalwert somit nicht dem Einzelbau, sondern der baulichen Gesamtwirkung der Reihen zugesprochen wird, ist die Ausweisung von Denkmalbereichen ein geeignetes Schutzinstrument.

Die Aufstellung der drei Denkmalbereichssatzungen erfolgte auf Anregung durch die Stadt Ratingen. Während der Offenlegungen wurden keine Bedenken und Anregungen vorgetragen. Die Satzungen traten 1988 in Kraft.

(Helmut Fenner und Elke Janßen-Schnabel, Rheinisches Amt für Denkmalpflege, LVR, aus: Mainzer (Hrsg.) 1996)

Literatur

Baumann, Richard / Kreis Mettmann (Hrsg.) (1991)
Geschichte der Stadt Ratingen. In: Neuigkeiten aus alter Zeit. Der Kreis Mettmann und die Geschichte seiner 10 Städte, Meinerzhagen.
Clemen, Paul (1894)
Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Düsseldorf. (Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz III 1.) Düsseldorf.
Germes, Jakob (1977)
Ratingen im Wandel der Zeiten. Kastellaun.
Mainzer, Udo (Hrsg.) (1996)
Denkmalbereiche im Rheinland. (Arbeitshefte der rheinischen Denkmalpflege 49.) S. 180-183, Köln.
Redlich, Otto Reinhard; Dresen, Arnold; Petry, Johannes (1926)
Geschichte der Stadt Ratingen von den Anfängen bis 1815. Ratingen.

Denkmalbereich „Ratingen - Graf-Adolf-Straße“

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Graf-Adolf-Straße
Ort
40878 Ratingen
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Denkmalbereich gem. § 5 DSchG NW
Fachsicht(en)
Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Übernahme aus externer Fachdatenbank, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1885 bis 1915
Koordinate WGS84
51° 17′ 54,56″ N, 6° 51′ 25,47″ O / 51.29849°, 6.85707°
Koordinate UTM
32U 350606.16 5685199.43
Koordinate Gauss/Krüger
2559820.53 5685202.49

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„Denkmalbereich „Ratingen - Graf-Adolf-Straße“”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/BODEON-59343-12042017-266656 (Abgerufen: 13. November 2018)
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