Randerather Ölmühle

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Gemeinde(n): Heinsberg
Kreis(e): Heinsberg
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
An der Ostseite von Randerath errichtete man im Rahmen der Stadtbefestigung ein Stauwehr, das auch für den Mühlenbetrieb genutzt wurde. Im Jahr 1503 erfolgte die Ersterwähnung der Ölmühle an der Wurm.

Nach 1794 wurde die Wassermühle verkauft. 1819 ist eine Wassermühle (Mahlmühle) mit zwei Geläufen sowie Wohngebäude, Garten und Wiesen an der Wurm gesichert. 1822 existierte eine Fruchtmahlmühle, die 1824 mit einer sogenannten Ölbank erweitert worden ist. 1836 arbeitete sie als Getreide- und Ölmühle. 1875 wurde auf Dampfkraft umgestellt, es folgte die Schließung der Ölpresse.

1930 wurde die Mühle stillgelegt. Der Mühlenhof und die Mühle wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört und nicht wieder aufgebaut. Nur das im 19. Jahrhundert errichtete Stallgebäude längs der Wurm ist erhalten geblieben. Es markiert bis heute den ehemaligen Wassermühlenstandort, der seit dem 16. Jahrhundert besteht und von großer kulturhistorischer Bedeutung ist.

(Burggraaff/Kleefeld: Kartierung zur Datenerfassung im Kreis Heinsberg 2001 im Auftrag des LVR-Fachbereich Umwelt)

Literatur

Sommer, Susanne (1991)
Wind- und Wassermühlen des linken Niederrheins. Die Wind und Wassermühlen des linken Niederrheins im Zeitalter der Industrialisierung (1814 - 1914). (Werken und Wohnen. Volkskundliche Untersuchungen im Rheinland 19.) S. 265, Nr. 25, Köln.
Vogt, Hans (1998)
Niederrheinischer Wassermühlenführer. S. 294-295, Nr. 207, Krefeld.

Randerather Ölmühle

Schlagwörter
Straße / Hausnummer
Buschstraße
Ort
52525 Heinsberg - Randerath
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Landeskunde
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1503
Koordinate WGS84
51° 00′ 55,65″ N, 6° 10′ 49,68″ O / 51.01546°, 6.18047°
Koordinate UTM
32U 302236.82 5655327.82
Koordinate Gauss/Krüger
2512708.02 5653381.66

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„Randerather Ölmühle”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/AW-20070227-0036 (Abgerufen: 26. Mai 2018)
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