Siedlung „Erindorf“ in Obercastrop

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Castrop-Rauxel
Kreis(e): Recklinghausen
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Die Siedlung erstreckt sich an der Christinenstraße, Hedwigstraße, Marienstraße, Elisabethstraße und Straße „Im Scheiten“. Sie wird heute noch durch die verbliebenen Kopfbauten von Mehrfamilienhäusern an der Hedwigstraße und Marienstraße sowie an der Straße „Im Scheiten“ geprägt. Bauherr war seinerzeit die Gelsenkirchener Bergwerk AG mit ihrem Baubüro um 1910. Als Verfasser wird der Architekt Mais benannt.

Die übrige Bausubstanz ist um 1985 beseitigt worden und hat nach 1990 Reihenhäusern mit Gärten Platz gemacht. Die Verbindung von Alt und Neu scheint gelungen. Reste der typischen Reihenhaus-Bebauung um 1920 stehen noch westlich der Christinenstraße und haben den Maßstab für die Neubebauung vorgegeben. Bereits um 1960 sind westlich der Siedlung an der Gertrudstraße fünf mehrgeschossige Punkthäuser errichtet worden, die im Siedlungsgefüge ablesbar bleiben, die sich jedoch im abfallenden Gelände unterordnen.

Die Elisabeth-Schule von 1907 ist erhalten, eine Kinderbewahrungsanstalt ist abgebrochen und in der Zwischenzeit durch einen neuzeitlichen Kindergarten ersetzt worden. Die ehemalige Obercastroper Schule - die Augusta-Schule - entstand 1892 durch den Umbau der bisherigen Menage der Zeche Erin (Menage = Gebäude zur Unterbringung von ledigen Bergleuten). 1907 wurde dieses Gebäude dann zur heutigen Elisabeth-Schule umgebaut und erweitert.

Literatur

Bollerey, Franziska / Hartmann, Katharina (Bearb.) / Matzke, Sabine / Thelen, Urban (Mitarb.) (1978)
Siedlungen aus den Regierungsbezirken Arnsberg und Münster, Beitrag zu einem Kurzinventar (Dokumentation des Forschungsvorhabens "Wohnen und Arbeiten im Ruhrgebiet", Arbeitsschritt 1). (Dortmunder Arbeitshefte 8.) Greven.
Hartung, Karl (o.J.)
Die zwölf Bauerschaften in Castrop-Rauxel. (Castrop-Rauxel, Kultur und Heimat; Heimatblätter für Castrop-Rauxel und Umgebung; Ortsverband Castrop-Rauxel des Westfälischen Heimatbundes (Hrsg.). Jahrgang 25, 1973, Heft 3 / 4 und Jahrgang 26, 1974, Heft 1/2.) Castrop-Rauxel.
(1989)
Internationale Bauausstellung IBA: Bestandsliste und Erstbewertung prägender industriekultureller Strukturen, Bereiche und Objekte. Objektliste AS 15. Bochum.
(o.J.)
Archiv des Immobilienmanagements der Stadt Castrop-Rauxel (Bezeichnung, Straße, Haus-Nr.). Bauakte Elisabeth-Schule, Castrop-Rauxel.

Siedlung „Erindorf“ in Obercastrop

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1910 bis 2000
Koordinate WGS84
51° 32′ 17,56″ N, 7° 18′ 47,12″ O / 51.53821°, 7.31309°
Koordinate UTM
32U 383008.63 5711027.63
Koordinate Gauss/Krüger
2591146.34 5712342.03

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„Siedlung „Erindorf“ in Obercastrop”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-P363N504-20081111-18 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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