Scheidermühle in Nagelsbüchel

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Wipperfürth
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Gebäude der Scheidermühle in Nagelsbüchel (2013)

    Gebäude der Scheidermühle in Nagelsbüchel (2013)

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  • Gebäude der Scheidermühle mit angrenzendem Teichdamm (2013)

    Gebäude der Scheidermühle mit angrenzendem Teichdamm (2013)

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  • Ehemaliger, heute renaturierter Mühlengraben und Mühlenteich der Scheidermühle in Nagelsbüchel (2013)

    Ehemaliger, heute renaturierter Mühlengraben und Mühlenteich der Scheidermühle in Nagelsbüchel (2013)

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Ortshistorie
Eine Ersterwähnung Nagelsbüchels ist in der Literatur nicht zu finden, laut Topographia Ducatus Montani handelte es sich 1715 um einen Einzelhof. Auf der Tranchot - von Müffling´schen Aufnahme der Rheinlande aus dem Jahr 1825 ist der Ort jedoch unter der Bezeichnung „Buche“ eingetragen. 1832 handelt es sich ebenfalls um einen Einzelhof in Hanglage oberhalb des Gaulbaches. Nordwestlich der Ortslage, die von Acker- sowie Grünland und Wald umgeben war, befand sich das Gartenland. Der historische Hof und das Gartenland sind nicht erhalten.

Scheidermühle
Südlich der Ortslage Nagelsbüchel wurde im Tal des Gaulbaches eine Getreidemühle betrieben. Auf der Bürgermeistereikarte von 1832 ist an diesem Standort ein Gebäude eingezeichnet, bei dem es sich bereits um eine Mühle handeln könnte. Schmitz (1910) berichtet von Hinweisen auf eine „Ohligsmühle“ bei Nagelsbüchel, die der Vorläufer der laut Archivakten 1855 errichtete Nagelsbücheler Mühle gewesen sein könnte. Die Nagelsbücheler Mühle verfügte über zwei Mahlgänge sowie eine Knochenstampfe, die über ein oberschlächtiges Wasserrad angetrieben wurden. 1889 waren 3 Arbeiter in der Mühle, die zunächst Peter Georg Scheider, um 1892 Wilhelm Scheider gehörte, beschäftigt. Die Wasserversorgung der Mühle, die auch als Scheidermühle bekannt war, erfolgte über zwei große Teiche östlich des Mühlengebäudes. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam der Mühle eine wichtige Funktion für die Versorgung der örtlichen Bevölkerung mit Getreide zu.
Die zur Mühle gehördende Teichanlage wurde in den Jahren 1999 und 2000 im Zuge von Renaturierungsmaßnahmen durch den Wupperverband zurückgebaut, damit der Gaulbach wieder wie vor der gewerblichen Nutzung ein durchgängig fließendes Gewässer ist. Die ehemaligen Teiche präsentieren sich daher heute als Feuchtbiotop mit standorttypischer Vegetation. Die usprüngliche Funktion als Mühlenteiche ist nicht mehr ablesbar.
Im Mühlengebäude ist heute ein Gasthof untergebracht; die Mühlensignatur verschwand zwischen 1984 und 1990 aus den Topographischen Karten.

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2013)

Internet
Wikipedia, die Freie Enzyklopädie: Seite Nagelsbüchel (abgerufen am 09.04.2009)

Literatur

Nicke, Herbert (1998)
Bergische Mühlen. Auf den Spuren der Wasserkraftnutzung im Land der tausend Mühlen zwischen Wupper und Sieg. Wiehl.
Ploennies, Erich Philipp (1988)
Topographia Ducatus Montani (1715). In: Bergische Forschungen Band XX (hrsg. und bearb. von Burkhard Dietz), Neustadt/Aisch.
Schmitz, Conrad (1984)
Die Geschichte der Stadt Wipperfürth (1910, neu herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Frank Berger). Aachen.
Schöndeling, Norbert (o.J.)
Mühlengewerbe im alten Landkreis Wipperfürth. Materialien zur Geschichte. Manuskript 1/91.. o. O.

Scheidermühle in Nagelsbüchel

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn vor 1832
Koordinate WGS84
51° 06′ 18,99″ N, 7° 25′ 13,01″ O / 51.10527°, 7.42028°
Koordinate UTM
32U 389405.67 5662718.59
Koordinate Gauss/Krüger
2599515.64 5664318.29

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„Scheidermühle in Nagelsbüchel”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080505-0031 (Abgerufen: 19. August 2018)
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