Industriestandort Feldbacher Hammer

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Remscheid
Kreis(e): Remscheid
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Aus dem 1734 angelegten Feldbacher Hammer entwickelte sich eine Tuchfabrik. Nach einem Brand 1900 zogen verschiedene Nutzungen in das wiederaufgebaute Gebäude ein, unter anderem auch das „Stahlwerk Gustav Grimm“. Der Standort ist in der Wuppertalsperre untergegangen.

Felbecker Hammer
Peter Clarenbach der Jüngere erhielt am 12. März 1734 die Konzession für einen mit Steinkohlen getriebenen Hammer auf dem Feldbach, nach dem der Hammer auch benannt wurde. Der Hammer produzierte Achtkanteisen und besaß ein im Durchmesser fünf Meter großes oberschlächtiges Wasserrad. 1832 bestand dieser Standort neben einer Fabrik bzw. Mühle aus zwei landwirtschaftlichen Gebäuden.

Streichgarnspinnerei Ludwig Schüßler
Ludwig Schüßler aus Lennep ist ab 1838 als Eigentümer der Anlage Felbecker Hammer eingetragen, welche nun aus einem dreistöckigen Fachwerkfabrikgebäude einer Streichgarnspinnerei besteht. 1870/1871 brannte das Fachwerkgebäude ab und wurde durch einen gleich hohen Ziegelbau ersetzt. Nach einem Besitzerwechsel auf die Firma Hager & Schüßler zu Lennep wurde laut Gesellschaftsvertrag die Anlage erweitert. 1897 brannte das Fabrikgebäude ab und wurde wieder aufgebaut. Verschiedene Eigentümer und Nutzungen, u. a. die „Werkzeugfabrik Kürten AG“ (erwähnt 1924) sowie Gustav Grimm als Besitzer eines Stahlwerkes werden ebenfalls zwischen 1909 und 1924 genannt.

Stahlwerk Gustav Grimm, Felbecker Hammer
Bereits 1909 ließ Gustav Grimm auf dem Grundstück des Felbecker Hammers einen Vierzentner-Dampfhammer für ein neues Stahlwerk aufstellen.1924 stellte Grimm einen Bauantrag zum Wiederaufbau des abgebrannten Felbecker Hammers. Bis zum Tode Gustav Grimms im Jahre 1973 wurden hier unter anderem Schermesser für die Textilindustrie hergestellt. Der Abbruch des Gebäudes durch den Wupperverband für den Bau der Wuppertalsperre erfolgte 1975.

(LVR-Fachbereich Umwelt 2007)

Literatur

Dominick, Peter (2000)
Chronik der Tuchfabrik der Gebrüder Schnabel (unveröffentlichtes Manuskript). o. O.
Dominick, Peter (1992)
Dampfmaschinen und Dampfhämmer im Wuppertal. In: Geschichte & Heimat. Die Heimat spricht zu Dir, Jg. 59, Nr. 1, o. O.
Nehls, Alfred (1996)
Als in den Tälern die Hämmer dröhnten. Die Geschichte der Eisenindustrie im Oberbergischen Kreis. Wiehl.
Paffrath, Arno (1984)
Die Mühlen- und Fabrikanlagen im Raume Hückeswagen. In: Jahr, Lutz / Stadt Hückeswagen (Hrsg.): 900 Jahre Hückeswagen, S. 131-199. S. 193-194, Hückeswagen.
Schaffus, Ingo (1985)
Als die Hämmer verstummten. Der Strukturwandel in der Hückeswagener Industrie im 19. Jahrhundert. In: Heimatjahrbuch für den Oberbergischen Kreis, o. O.
Schaffus, Ingo (1985)
Das Industriegebiet Kräwinklerbrücke. In: Leiw Heukeshoven 24, S. 29-42. o. O.

Industriestandort Feldbacher Hammer

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Geländebegehung/-kartierung, Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 1733 bis 1734, Ende 1973 bis 1975
Koordinate WGS84
51° 11′ 2,11″ N, 7° 18′ 10,47″ O / 51.18392°, 7.30291°
Koordinate UTM
32U 381390.87 5671646.71
Koordinate Gauss/Krüger
2591140.56 5672915.13

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„Industriestandort Feldbacher Hammer”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-NF-20080303-0015 (Abgerufen: 24. Februar 2018)
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