Museumseisenbahn Hespertalbahn

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wartungsarbeiten

    Wartungsarbeiten

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Die Hespertalbahn erschloss ab 1857 zunächst als Schmalspurbahn mit Pferdebetrieb Erzgruben im Raum Fischlaken und Velbert, ab 1877 stellte sie die Verbindung zur Zeche Pörtingsiepen her. Der Ausbau eines Teils der Strecke zur Normalspur erfolgte 1918. Die Bahn wurde 1973 nach der Schließung der Zeche bis auf die Strecke der heutigen Museumsbahn „Hespertalbahn“ abgebaut.
Von 1927 bis zur Stilllegung der Zeche 1973 gab es einen nicht öffentlichen Personenverkehr für die Bergwerksbelegschaft. Hierfür besaß die Bahn zehn Personenwagen, wovon der im Jahr 1975 gegründete „Verein zur Erhaltung der Hespertalbahn e.V.“ zwei in seinen Fahrzeugbestand übernehmen konnte. Auch die 1923 gebaute und bis 1972 auf der Hespertalbahn eingesetzte Dampflok „Pörtingssiepen VII“ hat der Verein retten können. Weitere für die Hespertalbahn und das Ruhrgebiet einst typische Werksbahnlokomotiven nennt der 2008 in Hespertalbahn e.V. umbenannte Verein sein Eigentum und betreibt damit seit 1976 die Hespertalbahn als Museumseisenbahn zwischen dem Bahnhöfen Essen-Kupferdreh und „Haus Scheppen“.

Fuhrpark
Die Hespertalbahn besitzt eine betriebsfähige Dampflok. Es handelt sich um eine C-gekuppelte Tenderlok (Baujahr 1961) vom Typ Knapsack. Zwei weitere Dampfloks der Hespertalbahn sind nicht betriebsfähig. Des Weiteren stehen drei Diesellokomotiven im Besitz der Hespertalbahn. Als Zuglok für den Museumszug dient eine Henschel DH 240 von 1957. Die beiden anderen Loks dienen für Rangier- und Überführungsfahrten. Als Gleisbaufahrzeug für Material- und Personaltransport steht ein Schwerkleinwagen (Skl) Klv 53 zur Verfügung. Drei vierachsige und vier zweiachsige Personenwagen sowie ein zweiachsiger Gepäckwagen bilden den Fahrzeugpark für den Museumszug. Außerdem gibt es zwölf weitere Personen- und Güterwagen. Die Fahrzeuge werden im Bahnhof Zementfabrik abgestellt, wo umfangreiche Gleisanlagen existieren.

Im April 2012 begannen die Bauarbeiten für einen neuen Lokschuppen am Baldeneysee. Dieser befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Alten Bahnhof. Er soll Platz für zwei Gleise bieten, in denen die Züge der Hespertalbahn untergestellt und restauriert werden können. Parallel zum Bau des Schuppens wurde ein neuer Bahnsteig errichtet. Am 6. September 2013 fand das feierliche Richtfest statt. Im Jahr 2015 waren die Arbeiten weit fortgeschritten (s. Photos auf www.hespertalbahn.de).

Geschichte der Hespertalbahn
Zur Geschichte der Hespertalbahn siehe das PDF-Dokument in der Medienleiste, hier finden sich auch weiterführende Zitate.

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, LVR-Fachbereich Umwelt, 2016)

Internet
www.hespertalbahn.de (Abgerufen: 3.1.2016)
www.route-industriekultur.de (Abgerufen: 3.1.2016)
de.wikipedia.org Hespertalbahn (Abgerufen: 3.1.2016)

Literatur

Hagedorn, Dirk / Leitsch, Joachim / Verein zur Erhaltung der Hespertalbahn e.V. (Hrsg.) (2008)
Kohle, Kalk und Erze. Die Geschichte der Hespertalbahn (2. erw. Auflage). Essen.
Wolff, Gerd (1974)
Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 3: Nordrhein-Westfalen. Gifhorn.
Wolff, Gerd; Riedel, Lothar (1998)
Deutsche Klein- und Privatbahnen, Band 5: Nordrhein-Westfalen / Nordwestlicher Teil. Freiburg.

Museumseisenbahn Hespertalbahn

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1975 bis 1976
Koordinate WGS84
51° 23′ 32,69″ N, 7° 04′ 37,55″ O / 51.39241°, 7.0771°
Koordinate UTM
32U 366217.64 5695218.87
Koordinate Gauss/Krüger
2575012.33 5695854.1

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„Museumseisenbahn Hespertalbahn”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-KL-20090623-0010 (Abgerufen: 23. Mai 2018)
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