Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Fossa Eugeniana (KLB 13.01)

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Raumplanung
Gemeinde(n): Geldern, Issum, Kamp-Lintfort, Rheinberg, Straelen
Kreis(e): Kleve (Nordrhein-Westfalen), Wesel
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Verlauf der "Fossa Eugeniana" auf der Karte "Fossa Sancta Mariæ, quæ et Eugeniana dicitur vulgo De Nieuwe Grift" aus "Theatrum Orbis Terrarum, sive Atlas Novus in quo Tabulæ et Descriptiones Omnium Regionum, Editæ a Guiljel et Ioanne Blaeu" (1645, Joan Blaeu 1596-1673).

    Verlauf der "Fossa Eugeniana" auf der Karte "Fossa Sancta Mariæ, quæ et Eugeniana dicitur vulgo De Nieuwe Grift" aus "Theatrum Orbis Terrarum, sive Atlas Novus in quo Tabulæ et Descriptiones Omnium Regionum, Editæ a Guiljel et Ioanne Blaeu" (1645, Joan Blaeu 1596-1673).

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  • Fossa Eugeniana; Kanaltrasse zwischen Kamp-Lintfort und Rheinberg, Kreis Wesel (2010)

    Fossa Eugeniana; Kanaltrasse zwischen Kamp-Lintfort und Rheinberg, Kreis Wesel (2010)

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    Thünker, Axel, DGPh
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Zu den historisch bedeutenden künstlichen Wasserstraßen im Rheinland gehört die Fossa Eugeniana im südlichen Kreisgebiet von Kleve und westlichen Kreisgebiet von Wesel. Auch wenn sie nie vollendet wurde, bilden die erhaltenen Teilstücke und Schanzen dieses ca. 40 Kilometer langen Kanals eines der größte Denkmäler am unteren Niederrhein. Mit der nach ihr benannten Fossa Eugeniana unternahm die Generalstatthalterin der spanischen Niederlande, Erzherzogin Isabella Clara Eugenia seit 1626 den Versuch, eine schiffbare Verbindung vom Rhein bei Rheinberg zur Maas bei Venlo und weiter über die Demer zur Schelde herzustellen. Der Bau des Kanals bildete einer der politischen Maßnahmen um die Generalstaaten der Niederlande durch wirtschaftliche Sanktionen zu besiegen, was militärisch gescheitert war. Durch den Kanalbau sollte der wichtige niederländische Rheinhandel abgeschnitten und zum Vorteil durch spanisch-niederländisches Gebiet umgeleitet werden. Weiterhin sollte die Fossa Eugeniana als eine zusätzliche Verteidigungslinie dienen. Nach Festlegung der endgültigen Trasse bildeten die befestigten Städte Rheinberg und Venlo die Kanalendpunkte. In der Mitte des Kanalverlaufes bot vor allen Dingen die starke Festung Geldern sicheren Schutz. Auf halbem Wege zwischen diesen drei Städten lag jeweils eine große Erdschanze mit vier Bastionen. Außerdem befanden sich zwischen den festen Punkten noch in regelmäßigen Abständen insgesamt 22 weitere kleinere Erdschanzen mit Halbbastionen.

Bis auf die eine Hälfte der Doppelschanze an der niederländischen Grenze bei Lingsfort lagen alle Forts auf der dem Feind abwärts gelegenen, südlichen Seite des Kanals. Aus technischen und politischen Gründen wurden die Arbeiten bald nach 1633 eingestellt. Nur die Strecke von Rheinberg bis Kamp blieb kurze Zeit für kleine Boote befahrbar.

Spezifische Ziele und Leitbilder:
  • Bewahrung der historischen Struktur und Substanz.
Aus: Landschaftsverband Westfalen-Lippe und Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.): Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen. Münster, Köln. 2007

Internet
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in NRW (Abgerufen: 03.11.2015)

Literatur

Landschaftsverband Westfalen-Lippe; Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2007)
Erhaltende Kulturlandschaftsentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Grundlagen und Empfehlungen für die Landesplanung (Kulturlandschaftlicher Fachbeitrag zur Landesplanung in Nordrhein-Westfalen / Fachgutachten zum Kulturellen Erbe in der Landesplanung). S. 76, Münster, Köln.

Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Fossa Eugeniana (KLB 13.01)

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Archäologie, Raumplanung
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:25.000 (kleiner als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung
Historischer Zeitraum
Beginn 2001
Koordinate WGS84
51° 29′ 49,15″ N, 6° 23′ 9,16″ O / 51.49699°, 6.38588°
Koordinate UTM
32U 318548.71 5708334.3
Koordinate Gauss/Krüger
2526840.51 5707007.73

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„Bedeutsamer Kulturlandschaftsbereich Fossa Eugeniana (KLB 13.01)”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EK-20080730-0065 (Abgerufen: 19. September 2017)
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