Textilfabrik Wülfing in Dahlerau

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Gemeinde(n): Radevormwald
Kreis(e): Oberbergischer Kreis
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Wülfing, Bruchsteingebäude

    Wülfing, Bruchsteingebäude

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  • Zulauf zur Turbine des Industriemuseums Wülfing-Dahlerau mit angrenzenden historischen Fabrikgebäuden (2011)

    Zulauf zur Turbine des Industriemuseums Wülfing-Dahlerau mit angrenzenden historischen Fabrikgebäuden (2011)

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  • Wülfing, Gemälde

    Wülfing, Gemälde

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  • Wülfing, Turbinenhaus

    Wülfing, Turbinenhaus

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  • Wülfing, Dampfmaschine

    Wülfing, Dampfmaschine

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  • Wülfing, Turbine

    Wülfing, Turbine

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  • Wupperschleife Dahlerau mit Wülfingmuseum (Mitte), Radevormwald (2009)

    Wupperschleife Dahlerau mit Wülfingmuseum (Mitte), Radevormwald (2009)

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An der Wupper in Radevormwald-Dahlerau liegt ein Industriedenkmal, das in Deutschland seinesgleichen sucht. Die ehemalige Tuchfabrik Johann Wülfing & Sohn und die angeschlossene Arbeitersiedlung Dahlerau stellen ein einzigartiges historisches Ensemble einer Industrieanlage dar. Die ältesten Teile der Fabrik wurden vor rund 170 Jahren auf den Fundamenten einer ehemaligen Fertigungsstraße für Sensen errichtet. Da die Tuchfabrik Wülfing im Laufe der Firmengeschichte mehrfach erweitert wurde, befinden sich hier Industriebauten aus verschiedensten Epochen, die sich zu einem einzigartigen Gesamtensemble an der Wupper entwickelt haben. Die Hauptfabrik, der „Altbau“, wurde zwischen 1836 und 1838 errichtet. Eine Spinnerei, der „Neubau“, wurde im Jahr 1907 daran angeschlossen. Entlang der Werksstraße reihen sich Gebäude unterschiedlicher Erbauungsjahre an und das Kesselhaus ist schließlich erst in den 1950er Jahren entstanden. So finden sich hier Ziegelbauten neben Bruchsteinbauten, die doch in einem geschlossenen Ensemble eine besondere Einheit vermitteln.

Zahlreiche Bestandteile der technischen Ausstattung sind bis heute erhalten und können im Rahmen der musealen Aufbereitung von den Besuchern bestaunt werden. Dazu zählen die Wasseranlagen, Turbinen, Dampfmaschine und Generator.

Im Gegensatz zu vielen kleinen Anlagen lässt sich hier die Nutzung der Wasserkraft und die Stromerzeugung im größeren industriellen Rahmen bestaunen: die Wasserkraftanlage misst in Dahlerau rund 1200 Meter. In den Turbinenkammern nutzt das Wasser ein Gefälle von 5,60 Meter zum Antrieb der Zweifach-Francisturbine, durch die pro Sekunde rund 6000 Liter Wasser fließen. Die größte Dampfmaschine des Bergischen Landes findet man hier ebenfalls. Schon seit 1922 versorgt die Anlage nicht nur die eigenen Maschinen mit Energie, sondern speist Strom in das Netz ein – bis heute.

Derzeit befindet sich das Wülfingmuseum noch im Aufbau. Es liegt im Bereich der Energiezentrale inmitten der ehemaligen Tuchfabrik. Neben der Darstellung der einzelnen Produktionsstufen der Textilfertigung wird gezeigt, wie auf umweltfreundliche Weise elektrischer Strom aus der Wupper gewonnen wird.

Das Objekt Textilfabrik Wülfing in Dahlerau ist ein eingetragenes Baudenkmal (Denkmalliste Radevormwald, laufende Nr. 83; Eintragungstext siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

Johann Wülfing u. Sohn Museum e.V., Wülfingstraße, 42477 Radevormwald-Dahlerau

(LVR-Fachbereich Umwelt, 2011)

Internet
www.wuelfingmuseum.de (Abgerufen 26.07.2011)

Literatur

Landschaftsverband Rheinland (Hrsg.) (2011)
Mühlenregion Rheinland (DVD-ROM, DVD-Video und Beilage). Köln.

Textilfabrik Wülfing in Dahlerau

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Denkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Kulturlandschaftspflege, Denkmalpflege
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Literaturauswertung, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1836 bis 1838
Koordinate WGS84
51° 13′ 18,53″ N, 7° 19′ 1,14″ O / 51.22181°, 7.31698°
Koordinate UTM
32U 382470.99 5675837.61
Koordinate Gauss/Krüger
2592049.05 5677148

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„Textilfabrik Wülfing in Dahlerau”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-EJS-20081016-0044 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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