Heisinger Landwehr

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Heisinger Landwehr

    Heisinger Landwehr

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    LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland
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    LVR-ABR
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  • Eintragungsblatt Untere Denkmalbehörde Essen

    Eintragungsblatt Untere Denkmalbehörde Essen

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Auf der Karte des Werdener Abtes Heinrich Duden, die Johannes de Lacu 1582 zeichnete, ist die Heisinger Landwehr als wasserführender Graben dargestellt (Leenen 2010, Abb. 15). Als Sperrwall riegelte sie den Heisinger Rücken an seiner schmalsten Stelle vom Steilabfall zur Ruhr bis zum Kerbtal des Schellenberger Baches ab.
An der Westseite des erhaltenen Abschnittes ist der vorgelagerte Graben als Mulde deutlich sichtbar. Die Grabenbreite beträgt 3 Meter, der anschließende Wall ist 2,80 Meter breit und noch 0,80 Meter hoch. Die Wallkrone ist mit älterem Baumbestand bewachsen.
Die Heisinger Landwehr verlief im Süden von der Ruhr südlich des Jagdhauses Schellenberg bis zum Talende des Schellenberger Baches, um diesem Richtung Nordosten bis zur Ruhr zu folgen.
Im Mittelalter dienten Landwehren zum Schutz der Bevölkerung vor Übergriffen von Nachbarn und Feinden in Fehden, Kriegen sowie zur Abgrenzung eines Rechtsbezirks. Sie behinderten außerdem Räuberbanden am Betreten des Gebietes und erschwerten ihren Rückzug nach Beutezügen. Die Kombination von Gebück und Gedörn war ebenfalls gut zur Einhegung von Viehweiden und als Leitlinie bei der Wolfsjagd geeignet.
Nördlich des Jagdhauses Schellenberg ist auf 48 Meter Länge ein Teilstück der mittelalterlichen Landwehr erhalten.

Ein Teilstück der Heisinger Landwehr ist eingetragenes Bodendenkmal (Essen BodD lfd. Nr. 48, LVR-ABR E 47, Eintragungstext siehe PDF-Datei in der Mediengalerie).

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2010)

Literatur

Bonczek, Willi (1975)
Essen im Spiegel der Karten. Historische Karten und Stiche vom Mittelalter bis zur Neuzeit, bearb. durch das Stadtvermessungsamt Essen. S. 56, Essen.
Engels, Wilhelm (1938)
Die Landwehren in den Randgebieten des Herzogtums Berg. (Zeitschrift des Bergischen Geschichtsvereins 66.) o. O.
Leenen, Stefan (2010)
Burgen der Ruhrregion. In: LWL-Museum für Archäologie - Westfälisches Landesmuseum Herne (Hrsg.), Aufruhr 1225! Ritter, Burgen und Intrigen. Das Mittelalter an Rhein und Ruhr, S. 239 Abb. 15, Mainz.

Heisinger Landwehr

Schlagwörter
Gesetzlich geschütztes Kulturdenkmal
Ortsfestes Bodendenkmal gem. § 3 DSchG NW
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Auswertung historischer Karten, Geländebegehung/-kartierung
Historischer Zeitraum
Beginn 1301 bis 1500
Koordinate WGS84
51° 24′ 55,73″ N, 7° 02′ 53,86″ O / 51.41548°, 7.04829°
Koordinate UTM
32U 364282.12 5697836.63
Koordinate Gauss/Krüger
2572970.82 5698391.06

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„Heisinger Landwehr”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20091230-0003 (Abgerufen: 21. Oktober 2017)
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