Butenberghof in Heisingen

Schlagwörter:
Fachsicht(en): Archäologie
Gemeinde(n): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Kreis(e): Essen (Nordrhein-Westfalen)
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Nördlich von Heisingen und westlich der Ruhraue lag der Butenberghof als Lehnsgut der Abtei Werden. Eine erste Erwähnung von 1297 berichtet, dass der Hof an Heinrich von Vittinghoff Schell als Lehen gegeben wurde. Weitere Belehnungen sind von 1370 und dem 16. bis 18. Jahrhundert überliefert. 1827 ist Johann Ludger Butenberg als Erbpächter des Freiherren von Schell bezeugt, er gab dem Hof seinen Namen.
Um 1850 hat hier eine Gaststätte ihren Betrieb aufgenommen, wohl im Zusammenhang mit dem frühem Bergbau in dieser Gegend. 1904 war die Gaststätte Nußbaum nach einem Brand neu erbaut worden, auf den Grundmauern eines Gebäudes aus dem 17./18. Jahrhundert.

Ausgrabungen der Stadtarchäologie Essen 2003/2004 ergaben erstaunliche Ergebnisse. Es fanden sich die Reste eines mittelalterlichen Grubenhaus. Allerdings fanden sich in der Verfüllung der Grube lediglich zwei kleine Bronzenadeln. In den weiteren Beobachtungen der Bauarbeiten konnten noch Bruchsteinmauern des 18. bis 20. Jahrhunderts dokumentiert werden, die sowohl zu Vorgängerbebauungen als auch zu Gebäuden der Gaststätte Nußbaum gehörten.
In den Baugruben ließen sich nach Südwesten verlaufende Kohlenflöze belegen. Das in einer der Baugruben beobachtete Flöz war nur kurzzeitig abgebaut worden, die dabei entstandene Grube wurde später verfüllt. Dieser Bergbau steht im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Steinkohlenbergwerk-Vereinigung Nottekampsbank, die 1868 durch den Zusammenschluss der Zechen Nottekampsbank und Bonscheidt entstanden war.

(LVR-Amt für Bodendenkmalpflege im Rheinland, 2010)

Literatur

Buhren, Ingo / Hopp, Detlef (2005)
Aus der Geschichte eines alten Hofes in Heisingen. In: Archäologie im Rheinland 2004, S. 161-162. Stuttgart.
Dickhoff, Erwin (1977)
Essen. Handel, Handwerk und Industrie im Spiegel der Essener Straßennamen. Essen.

Butenberghof in Heisingen

Schlagwörter
Fachsicht(en)
Archäologie
Erfassungsmaßstab
i.d.R. 1:5.000 (größer als 1:20.000)
Erfassungsmethode
Literaturauswertung, Archäologische Grabung
Historischer Zeitraum
Beginn 1250 bis 1297, Ende 2003
Koordinate WGS84
51° 24′ 8,11″ N, 7° 04′ 20,6″ O / 51.40225°, 7.07239°
Koordinate UTM
32U 365918.86 5696321.42
Koordinate Gauss/Krüger
2574668.6 5696943.77

Empfohlene Zitierweise

Urheberrechtlicher Hinweis
Der hier präsentierte Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Die angezeigten Medien unterliegen möglicherweise zusätzlichen urheberrechtlichen Bedingungen, die an diesen ausgewiesen sind.
Empfohlene Zitierweise
„Butenberghof in Heisingen”. In: KuLaDig, Kultur.Landschaft.Digital. URL: https://www.kuladig.de/Objektansicht/A-CW-20091024-0001 (Abgerufen: 28. Mai 2018)
Seitenanfang